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Leben in neuer Vielfalt

Europa im Griff urzeitlicher Riesenreptilien

Mit dem Jura ist ein neues Zeitalter angebrochen. Wo einst üppiger Urwald und dann staubige Wüste den Kontinent bedeckt haben, erstreckt sich jetzt im Jurazeitalter ein flaches, buntes Korallenmeer. Das Weltklima verbessert sich und neues Leben entsteht.

Was ist die Ursache für solche durchgreifenden Veränderungen? Die Antwort liegt wieder in der Mobilität der Kontinentalplatten. Die gleichen Kräfte, welche die Landmassen zusammengedrängt haben, reißen sie nun wieder auseinander. Neue Küsten, neue Ozeane entstehen. Die veränderte Anordnung verbessert spürbar das Weltklima und das Leben blüht in neuer Vielfalt auf.

Neue Fundamente entstehen

Die klaren Lagunen der warmen flachen See sind ein Paradies für Korallen. In den subtropischen Gewässern entstehen während der nächsten 70 Millionen Jahre weitere Fundamente des Kontinents. Schicht auf Schicht lagern sich auf dem Meeresboden Massen abgestorbener Korallen und Muscheln ab. Schließlich sind die Sedimente Tausende Meter dick. Unter dem Druck des eigenen Gewichts verdichten sie sich zu Kalkgestein. Kalkgebirge wachsen im Meerwasser, ihre spätere Form verdanken sie dem Regen. Regenwasser kann Kalk lösen - Tropfen für Tropfen, Körnchen für Körnchen.

Reale Monster

Eine einfache chemische Reaktion hat die Dolomiten, Europas bizarrste Landschaft geformt. Kalk und Marmor, die besonders feine und harte Form des Kalksteins, liefern Baumaterial für Europas großartigste und schönste Architektur. So sind viele von Europas spektakulärsten Natur- und Kulturdenkmälern ein Vermächtnis des Jurameeres. Auch die berühmten Turmspitzen von Oxford sind weitgehend aus Jurakalk erbaut. Oft verziert mit Monstern und fantastischen Kreaturen.


Als man die Steine brach, kamen aus den Steinbrüchen tatsächlich reale Monster zutage: Dinosaurier. Vor 170 Millionen Jahren ist ganz Europa, wie der Rest der Welt, fest im Griff der gigantischen Reptilien. Ihre Skelette sind in vielen Teilen Europas entdeckt worden. Im spanischen Rioja finden sich nicht nur Knochen. Hunderte von Saurierspuren zeigen noch heute - in Stein gemeißelt - die Taktik von Raubtieren und ihrer Beute.



Während die ersten Flugsaurier den Himmel über Europa erobern, gerät der Westen des Kontinents in Aufruhr. Der einstige Superkontinent Pangäa zerfällt weiter. Europa trennt sich von einer Platte, die einmal Nordamerika werden sollte. Dazwischen ein neuer, zunächst schmaler Ozean: der Atlantik ist geboren. An seinen oft sumpfigen Buchten segeln nicht nur die Pterosaurier durch die Luft.

Perfekte Momentaufnahmen

Hinweise auf eine neue Ära finden sich zu Tausenden - zum Beispiel im bayrischen Solnhofen. Die kleine Gemeinde ist bekannt für ihre Steinbrüche. Die Blöcke aus feinkörnigem Kalkschiefer lassen sich leicht in dünne Platten spalten. Ideal für Dachschindeln und Fließen. Aber gelegentlich enthüllen diese Platten ein Geheimnis: eine perfekte Momentaufnahme der Welt vor 150 Millionen Jahren. Die Region liegt am Rande eines seichten Salzsees. Das Wasser ist giftig. Alles, was hier hinein fällt, bleibt vollkommen erhalten.

Federn als geniale Anpassung

Der Archäopteryx ist ein Opfer dieser Lagune, er hat Solnhofen weltberühmt gemacht. Obwohl er noch Kopf und Becken eines Reptils hat, verraten die langen Vordergliedmaßen etwas anderes: Federn. Das Tier ist halb Reptil, halb Vogel: ein Meilenstein in der Evolution. Aus diesen bescheidenen Anfängen entfalten sich die 9000 Vogelarten, die heute unseren Planeten bevölkern. Allein 500 davon fliegen über den Wolken Europas.


Die Federn erweisen sich als geniale Anpassung, die nicht nur das Fliegen revolutioniert. Ob als Tragflächen, Wasserschutz oder Isolation - Federn haben den Vögeln die Welt erschlossen. Während die Gefiederten den Flugsauriern immer deutlicher Konkurrenz machen, geht die Reise der Kontinente weiter.

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