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Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web


Sachbücher


Joachim Willeitner

Libyen

DuMont Reiseverlag, Ostfildern, zweite Auflage 2006
352 Seiten
25,90 Euro


Libyen, in der Antike als Teil des römischen Weltreichs eine blühende Kulturlandschaft, wird erst seit kurzem wieder bereist. Dieser DuMont-Kunstreiseführer bringt dem Leser in gewohnter Qualität die bedeutendsten Kunst- und Kulturschätze des Landes nahe. Der Schwerpunkt liegt naturgemäß auf den in der Vergangenheit wie in der Gegenwart pulsierenden Küstenstreifen Tripolitanien (rund um die Hauptstadt Tripolis) und Kyrenaika (rund um das historische Kyrene) sowie der sie verbindenden Mittelmeerbucht des Syrtebogens, doch auch dem Fezzan, dem in der Sahara gelegenen Hinterland, in dem die Garamanten lebten, ist ein großes, hochinteressantes Kapitel gewidmet.


Fundierter, reich bebilderter Kunst- und Kulturführer, der dem Libyenreisenden - und nicht nur diesem - das Land der Garamanten hervorragend erschließt.

Christian Brachthäuser

Palmen, Petroglyphen und Pyramidengräber

Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau 2004
224 Seiten
17,80 Euro


Wer waren die Garamanten? Tief im Herzen der Sahara finden sich spektakuläre archäologische Denkmäler, die auf die Existenz einer antiken Hochkultur hindeuten - manche Wissenschaftler vermuten hier sogar das sagenumwobene Atlantis. Der Forschungsreisende Brachthäuser hat sich auf die Spurensuche begeben und legt mit diesem von vielen wissenschaftlichen Fakten unterfütterten Bericht eine fundierte Darstellung der zahlreichen archäologischen Rätsel des Fezzan und ihrer Deutungsmöglichkeiten vor. Auch wenn das Buch in seiner Aufmachung etwas "handgemacht" wirkt, bietet es doch eine faszinierende Lektürereise tief hinein in die Jahrtausende alte Siedlungsgeschichte der Sahara.


Spurensuche bei den imposanten Megalithmonumenten, Grabhügeln und Steinkreisen der Garamanten mitten in der Sahara, die Archäologen große Rätsel aufgeben.

Klaus Zimmermann

Libyen - Das Land südlich des Mittelmeers im Weltbild der Griechen

Verlag C. H. Beck, München 1999
244 Seiten
59,90 Euro


Der Begriff "Libyen" war den alten Griechen ein Synonym für Afrika: Neben Europa und Asien bildete Libyen den dritten bekannten Erdteil im Weltbild der Griechen. Diese geschichtswissenschaftliche Dissertation schlüsselt auf, welche unterschiedlichen Bedeutungen die geographische Bezeichnung "Libyen" innerhalb verschiedener Epochen der griechischen Antike innehatte, und geht außerdem dem Reiz nach, den die Küstenregion "Libyen" als Inbegriff exotischer Vielfalt auf die Griechen ausübte. Ein sehr spezielles Thema; wer sich aber intensiv mit Libyen und seiner Geschichte beschäftigt, wird hier einiges Interessantes erfahren.


Dissertation über die Frage, was die Griechen der Antike unter ihrer Kolonie "Libyen" verstanden - wissenschaftlich-trocken, aber sehr kenntnisreich!


Bildbände


Engelbert Kohl

Libyen - Fezzan. Das Erbe der Garamanten Weishaupt Verlag, Graz 1990
228 Seiten
99,90 Euro


Seit der Wiedereröffnung Libyens für Touristen 1988 veranstaltet der Österreicher Engelbert Kohl ausgedehnte Expeditionen in den Fezzan. Dieser Bildband dokumentiert vier Expeditionen aus den Jahren 1988 bis 1990 zu den spektakulären Naturschönheiten des südlichen Libyens, unternommen direkt nach der Öffnung des Landes, sodass dieses Buch tatsächlich den ersten Reisebericht in die libysche Sahara seit Jahrzehnten darstellt. Ungeheuer eindrucksvolle Fotos von zum Teil gänzlich unbekannten Landschaftsformen, von atemberaubenden Ruinenstädten und verlassenen Oasen, aber auch von den Wüstenbewohnern, den Tuareg, wechseln sich ab mit kundigen Texten über Geschichte und Gegenwart des Fezzan.


Spektakulärer Fotoband, zugleich eine gelungene Einführung in die südlibysche Geschichte von den Phöniziern über die Garamanten bis zu den heutigen Tuareg.

Jean-Claude Golvin

Metropolen der Antike

Theiss Verlag, Stuttgart, zweite Auflage 2006
160 Seiten
39,90 Euro


Wir müssen unsere Phantasie zumeist kräftig bemühen, um uns anhand der erhaltenen Ruinen etwa der antiken libyschen Metropole Leptis Magna vorstellen zu können, wie diese Stadt in ihrer Blütezeit wirklich einmal ausgesehen hat. Der französische Architekt und Archäologe Golvin hat auf streng wissenschaftlicher Basis eindrucksvolle detaillierte Rekonstruktionszeichnungen erstellt; über hundert seiner farbenprächtigen Stadtansichten sind in diesem Prachtband enthalten, ergänzt um kundige Texte, die Geschichte, Archäologie und die markantesten Bauten der Städte erläutern. Eine faszinierende Reise zu den antiken Metropolen nicht nur in Griechenland, Italien, dem Nahen Osten und Nordafrika, sondern auch in Spanien, Frankreich und Deutschland.


Von Rom bis Karthago, von Athen bis Babylon, von Leptis Magna bis Trier: erstaunlich realitätsnahe Panorama- und Detailansichten antiker Metropolen.


Erzählende Literatur

Beate Rygiert

Der Nomade

Claassen Verlag, Berlin 2004,
176 Seiten
14,90 Euro


Ein stolzer Sohn der Wüste ist er, der Tuareg Idrisa, Sohn des Karawanenführers Khada. Doch sein Leben in der Sahara endet, als er im Jahre 1418 zwölfjährig von den Männern Heinrichs des Seefahrers nach Portugal verschleppt wird. Als Kartograph und Illustrator am portugiesischen Hof gibt er dem wissbegierigen Infanten bereitwillig Auskunft über die Gewohnheiten seines Stammes, über das Wegenetz der Karawanen und die Lage der Wasserstellen. Es ergeht ihm gut, doch es ist ein Leben wie im goldenen Käfig, und bald begreift Idrisa, dass er Dom Henrique das Wissen vermittelt hat, welches dieser für seine Kreuzzüge zur Eroberung des Schwarzen Kontinents benötigt...


Spannender historischer Roman über einen ehemaligen Tuareg-Nomaden zwischen der Sehnsucht nach der Freiheit seiner Heimat und der europäischen "Zivilisation".

Federica de Cesco

Im Herzen der Sahara

Heyne Verlag, München 2005
400 Seiten
8,95 Euro


Die Erfolgsautorin Federica de Cesco ist für ihre atmosphärisch dichten, oft leicht mystisch verklärten Schilderungen ferner Länder zu Recht berühmt geworden. Dieser Roman erzählt eine ergreifende Liebesgeschichte vor der traumhaften Kulisse der Sahara: Die junge Studentin Sonia begleitet ihren Professor auf eine wissenschaftliche Expedition mitten hinein in die endlose Weite der Wüste, die sie sofort fasziniert. Doch nicht nur die Natur begeistert Sonia: Sie trifft Tarek, Adeliger eines Tuareg-Stammes, und verliebt sich in den schönen, aufrechten Mann. Wieder zu Hause, kennt sie nur noch ein Ziel: zurück in die Sahara, um mit Tarek zu leben...


Etwas kolportagehafter, dennoch fesselnder Roman über die viele Hindernisse überwindende Liebe einer Europäerin zu einem Tuareg-Prinzen.

Hartmut Lange

Leptis Magna Diogenes Verlag, Zürich 2003
166 Seiten
16,90 Euro


Zwei Novellen enthält dieser Band des Erzählers Hartmut Lange; im titelgebenden Text bildet die libysche Ruinenstadt Leptis Magna das zentrale Motiv: Sibylle und van der Velde, ein modernes Berliner Paar, haben sich eingerichtet miteinander. Er hat einen guten Job bei einer Computerfirma, sie schlittert mit einer gewissen Unentschlossenheit durch Studium und Leben, nur eines weiß sie: Heiraten will sie endlich, eine Selbstverständlichkeit, so lange wie sie schon ein Paar sind. Doch er entzieht sich, redet dafür wiederholt von einer Reise zu den Ruinen von Leptis Magna - Irritationen entstehen, die immer seltsamer werden, denn nach seinen angeblichen Geschäftsreisen rieselt immer wieder Sand aus seinem Koffer...


Kunstvolle Novelle, in der der Sand, der wie ein Würgeengel unaufhaltsam das alte Leptis Magna unter sich begrub, für die unmerkliche Auflösung einer Beziehung steht.

Amenokal Alhavi

Die Weisheit der Tuareg

Goldmann Verlag, München 2005
170 Seiten
6,95 Euro


Noch heute gibt es sie, die Tuareg, die als Nomaden durch die Sahara ziehen. Ein solcher Tuareg, der "Blaue Mann", erzählt in diesem Buch einem nicht näher bezeichneten Zuhörer, der aus der "zivilisierten" Welt stammt, von seinem Leben, das noch den Gesetzen der Natur gehorcht: In sieben Nächten berichtet er seinem Gegenüber, wie "pur" ein Leben sein kann, ohne Elektrizität, ohne Supermärkte, ohne nackte Frauen auf den Titelbildern der Zeitschriften. Und er enthüllt dabei eine tiefe Einsicht in das Wesen der Dinge, in die Ordnung der Welt, auch in den Sinn des Lebens.


Philosophisch-esoterische Gedanken eines Tuareg über das "wahre" Leben in der Wüste, ohne all den Ballast der Zivilisation.

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