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Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Hans H. Hillrichs (Herausgeber)

Troja ist überall

Der Siegeszug der Archäologie
Scherz Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 380 Seiten
ISBN: 3502151415
22,90 Euro


Die Archäologie, von Johann Joachim Winckelmann im 18. Jahrhundert begründet, von Heinrich Schliemann einhundert Jahre später quasi per Urknall ins öffentliche Bewusstsein katapultiert und schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Entdeckungen in Ägypten und Südamerika endgültig in die wissenschaftlichen Königsdisziplinen aufgenommen, hat von jeher einen großen Reiz auf die Menschen ausgeübt. Sie pilgern in Scharen zu den Ausgrabungsstätten oder in Museen, um die Schätze der versunkenen Kulturen zu bewundern.

Dieses Buch richtet seinen Blick nicht auf die Faszination des Untergangs, sondern auf die Faktoren, die den Erfolg, die Größe und Macht der jeweiligen Zivilisationen begründet haben. Kaum bekannte Forscherprofile werden aus dem Dunkel der Vergangenheit ans Licht geholt und verlorengegangene oder veruntreute Bausteine aufgespürt. Durch solche Neu- und Wiederentdeckungen wird dieses Buch selbst archäologisch tätig werden.

Jens-Arne Dickmann

Pompeji

Archäologie und Geschichte
C.H. Beck, München 2005
Broschiert, 128 Seiten
ISBN: 3406508871
7,90 Euro


Kompakt schildert das Buch die wichtigsten Aspekte zur Geschichte der versunkenen Stadt am Vesuv. Dabei steht das städtische Leben in Pompeji im Mittelpunkt. Wie funktionierten Wirtschaft und Gesellschaft im Jahr 79 nach Christus, wie sah das öffentliche Leben in einer Stadt des römischen Imperiums damals aus? Neben diesen Fragen wird natürlich auch der berühmte Fund der unter der Vulkanasche begrabenen Toten thematisiert.

Josef Mühlenbrock, Dieter Richter

Verschüttet vom Vesuv

Die letzten Stunden von Herculaneum
Philipp von Zabern, Mainz 2005
Gebundene Ausgabe, 300 Seiten
ISBN: 3805334451
45,00 Euro


Der detaillierte und reich bebilderte Begleitband zu der großen Herculaneum-Ausstellung lässt die Geschichte des kleinen Hafenortes am Golf von Neapel auferstehen. Die führenden Forscher kommen mit ausführlichen Artikeln zu Wort, ergänzt durch antike Quellen und historische Texte beispielsweise von Johann Joachim Winckelmann. Das Buch befasst sich zudem mit den Auswirkungen der Wiederentdeckung Herculaneums, die die geistige Elite Europas, darunter Goethe, Schiller und Lessing, nachdrücklich inspirierte.

Christoff Neumeister

Der Golf von Neapel in der Antike

Ein literarischer Reiseführer
C.H.Beck, München 2005
Gebundene Ausgabe, 334 Seiten
ISBN: 3406517587
24,90 Euro


Christoff Neumeister, ehemals Ordinarius für Klassische Philologie an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, begleitet mit seinem literarischen Reiseführer die Leser in die Welt der Antike am Golf von Neapel. In dem Buch sind Schriften von Lukrez, Plinius, Seneca, Vergil und vielen anderen klassischen Autoren versammelt, die eindrucksvoll das römische Leben in der Region vor dem Ausbruch der Vesuvs im Jahr 79 nach Christus schildern, dem sich das neunte Kapitel ausführlich widmet. Ergänzt durch touristische Ratschläge des Autors ist der Band ein idealer Reisebegleiter.

Filippo Coarelli (Hrsg.)

Pompeji

Hirmer, München 2002
Gebundene Ausgabe, 408 Seiten
ISBN: 3777495301
128,00 Euro


Ein gewichtiger Bildband, der eindrucksvoll das Leben in der römischen Antike dokumentiert. Die Texte befassen sich mit der Geschichte und der Erforschung Pompejis, dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt und den zum Teil aufwändigen, palastartigen Privatbauten. Am Ende ist der Leser umfassend informiert über den Alltag in der römischen Stadt am Vesuv, über den Fleisch- und Fischmarkt von Pompeji, das Eichamt, die Läden und Imbissstuben, eine Bäckerei, über Sport, Badekultur, Gladiatorenkämpfe und die Bühnenspiele im Amphitheater sowie den Totenkult in den Nekropolen vor der Porta die Ercolano und der Porta di Nocera.

Johann Joachim Winckelmann

Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen

Herculanische Schriften, Band 1, herausgegeben von Stephanie-Gerrit Bruer und Max Kunze
Philipp von Zabern, Mainz 1997
Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
ISBN: 3805320221

Derzeit nur antiquarisch erhältlich



Durch Winckelmanns Sendschreiben erfuhr erstmals ein breiteres Publikum von den im Jahr 1738 begonnenen Ausgrabungen in Herculaneum. Die Publikation wurde ins Französische und Englische übersetzt und machte neben den antiken Funden am Vesuv auch den Autor in ganz Europa berühmt. Winckelmann widmet sich nicht nur der bloßen Beschreibung der entdeckten Artefakte, sondern prangert auch den teilweise rustikalen Umgang des neapolitanischen Königshauses mit den Zeugnissen aus der Vergangenheit an. Dadurch wurde er zum Urvater der wissenschaftlichen Archäologie, der es nicht um die Jagd nach materiellen Schätzen, sondern um die Interpretation der historischen Artefakte geht.

Johann Joachim Winckelmann

Geschichte der Kunst des Altertums

Drei Bände, herausgegeben von Adolf H. Borbein, Thomas W. Gaethgens, Johannes Irmscher und Max Kunze
Philipp von Zabern, Mainz 2006
Gebundene Ausgabe, 574 Seiten
ISBN: 3-8053-3746-5
72,00 Euro


Im Mainzer Verlag Philipp von Zabern ist in drei Bänden das Hauptwerk von Johann Joachim Winckelmann aus dem Jahre 1764 erschienen. Winckelmann ist der erste, der die antiken Kunstwerke nicht nur beschreibt, sondern sie auch in die jeweilige Epoche einordnet und somit die erste systematische Kunstgeschichte vorgelegt hat. Für ihn liegt die Aufgabe der Kunst in der Darstellung des Schönen. Winckelmann findet hierfür die einprägsame Formel: "edle Einfalt, stille Größe". Band zwei der Edition ergänzt die wegweisende Schrift durch einen mit über 1400 Abbildungen illustrierten Katalog der von Winckelmann beschriebenen Denkmäler. Eine monumentale editorische Leistung, die "Geschichte der Kunst des Altertums" eindrucksvoll veranschaulicht.

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