Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Literatur und Links: Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

On a volé la Joconde
von Jérôme Coignard
Editions Adam Biro, Paris 1990
Broschiert, 147 Seiten
Auf französich, nur noch antiquarisch

Das längst vergriffene Buch, das nie ins Deutsche übersetzt wurde, ist das Standardwerk über den Raub der Mona Lisa. (ins Deutsche übersetzt: Man hat die Mona Lisa gestohlen.) Das "man" im Titel weist darauf hin, dass der Autor am Ende seines Buches noch unsicher ist, wer wirklich hinter dem Raub gesteckt haben könnte. Coignard hat als erster die Geschichte dieses Kunstraubs genau recherchiert und anhand von Polizeiprotokollen und Zeitungsberichten erzählt. Er hat bewusst darauf verzichtet, romanhafte Elemente einzubeziehen, deshalb wird bei ihm die Valfierno-Geschichte mit keinem Wort erwähnt. Coignard arbeitet gerade an einem neuen Buch über den Raub.

Der Raub der Mona Lisa
Die Wahre Geschichte des größten Kunstdiebstahls
von Rita Scotti
Fackelträger Verlag, Köln 2009
Gebundene Ausgabe, 256 Seiten

Das aktuellste Buch über den Raub, dessen Titel etwas verspricht, was er nicht hält. Es ist eine amüsant geschriebene Zusammenstellung von wahren und erfundenen Geschichten, von alten Fakten und einigen neuen und unterhaltsamen Hintergrundinformationen. Es ist verdienstvoll, dass durch dieses Buch wichtige Kapitel aus Coignards Buch frei ins Deutsche übertragen wurden, es ist schade, dass Episoden, die nicht zur Aufklärung des Falls beitragen unnötig aufgebläht wurden, wie die Deckers Gaunergeschichte über Valfiernos sechs gefälschte Mona Lisas, dass die Autorin am Schluss sich nicht einmal mit Peruggias Geständnis beschäftigt. Sie macht in diesem Punkt nicht einmal den Versuch, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Da Vinci und das Geheimnis der Mona Lisa
von Donald Sassoon
Lübbe Verlag, Bergisch Gladbauch 2006
Gebundene Ausgabe, 352 Seiten

Eine große Sammlung von Bildern, Illustrationen und Texten zu Da Vinci und der Mona Lisa. Kurze, informative Kapitel über den Renaissancemenschen Leonardo, über die Dame Mona Lisa, über die Mona Lisa Rezeption als "femme fatale", über den Jahrhundertraub und darüber, wie die Mona Lisa zu einer globalen Ikone wurde. Im Kapitel über den Raub fasst der Autor die Geschichte sehr summarisch und ungenau zusammen, ihn interessieren hauptsächlich die Folgeerscheinungen: wie die Mona Lisa dadurch zur globalen Ikone wurde, dass jahrelang und weltweit über den Raub berichtet wurde. Das Buch bietet mehr gute Bilder als Texte.

Die geraubte Mona Lisa
Spektakuläre Kunstdiebstähle von der Antike bis zur Gegenwart
von Manfred Reitz
Insel, Frankfurt/Leipzig 2002
Broschiert, 251 Seiten

Eine Sammlung von Geschichten über den Raub berühmter Kunstwerke und ihre Diebe. Über kleine Diebe, wie Grabräuber und Leute wie Peruggia, den Mona-Lisa-Dieb und große Diebe, wie Karl I., Napoleon und Hermann Göring. Die Geschichte vom Raub der Mona Lisa wird auf zehn Seiten knapp zusammen gefasst, dabei werden die allgemein verbreiteten Geschichten wiederholt, ohne dass sie kritisch überprüft wurden, deshalb gibt es kleinere Fehler. Es wird z. B. erzählt, Peruggia hätte die Nacht im Louvre verbracht. Aus den Polizeiberichten und aus dem Geständnis Peruggia geht eindeutig hervor, dass er erst am Morgen der Tat in den Louvre gelangt ist.

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