Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Stiftung Hoher Dom zu Mainz (Hrsg.)
Der Dom zu Mainz
Bilder einer Kathedrale
Universitätsdruckerei H. Schmidt Mainz (2009)

Wer diese aktuelle Neuerscheinung im Großformat aufschlägt, erlebt eine Domführung, wie sie vor Ort nicht schöner und ergreifender sein könnte. Mit mehr als 130 atmosphärisch dichten Fotografien gewähren die beiden Fotografen Martin Blume und Bernd Radtke dem Leser Zutritt zu fast allen Bereichen dieser faszinierenden Kathedrale. Ein Jahr lang haben sie sich den vielen Facetten des Domes mit ihren Kameras genähert, unumgängliche wie scheinbar nebensächliche Motive eingefangen und dabei das vielgesichtige Wesen dieses Gotteshauses als repräsentatives Bauwerk, architektonisches Kunstwerk, religiöses Bollwerk, vor allem aber auch als 1000-jähriges steinernes Zeugnis lebendigen Glaubens zwischen Buchdeckeln erfahrbar gemacht.

In seinem Geleitwort gibt Karl Kardinal Lehmann einen kurzen Überblick über den Dom im Sturm der Jahrhunderte. Domkonservator Hans-Jürgen Kotzur führt in bau- und kunstgeschichtliche Aspekte ein und ZDF-Intendant Markus Schächter wirbt als Vorsitzender der "Stiftung Hoher Dom zu Mainz" mit einem einordnenden Nachwort um weiteres Engagement für dieses "unschätzbare Bauwerk". Ein Übersichtsplan mit Domgrundriss und eingetragenen Seitenzahlen erleichtert die räumliche Zuordnung der Abbildungen und rundet diesen einmalig schönen Bildband ab.

Auch als leinengebundene Fineartprintedition in limitierter Auflage von 150 Exemplaren mit Schutzumschlag im Schuber erhältlich. Dazu liefert der Verlag pro Band einen exklusiven nummerierten und handsignierten Fineartprint (acht Motive zur Auswahl).

Fritz Arens
Der Dom zu Mainz
Wissenschaftliche Buchgesellschaft (2007)

Das handliche, informative, seit vielen Jahren bewährte Standardwerk des bekannten Domforschers Fritz Arens vermittelt dem Interessierten alle wichtigen Fakten zu Baugeschichte und Ausstattung des Domes. Grundriss und Literaturverzeichnis ergänzen den leider nur schwarz-weiß illustrierten Band. Ein Schlagwortregister würde das Auffinden gesuchter Details erleichtern, wenn es denn vorhanden wäre.

Barbara Nichtweiß
Lebendiger Dom
St. Martin zu Mainz in Geschichte und Gegenwart
Zabern Verlag (1998)

Seit Erscheinen dieses reich illustrierten Buches sind bereits mehr als zehn Jahre vergangen, doch die Publikation ist noch im Handel, und das ist gut so. Von der Antike bis zum Ende des 20. Jahrhunderts spannt die Herausgeberin den Bogen und lässt die namhaften Autoren wie Karl Lehman - damals noch Bischof - und Hans-Jürgen Kotzur oder Weihbischof Wolfgang Rolly u.a. die Texte mit Informationen garnieren, die man so anderswo nicht findet. Lageplan, Glossar und Literaturverzeichnis sind willkommene Zugaben.

Dethard von Winterfeld, Felicitas Janson
Dom St. Martin Mainz
Verlag Schnell & Steiner (2002)

Der durchgehend farbig illustrierte Taschenführer gibt dem Dombesucher alle wichtigen Fakten zu Baugeschichte, Baugestalt, Ausstattung sowie zu Form und liturgischer Funktion des Gotteshauses. Knappe Informationen zum Dommuseum und seinen wertvollsten Exponaten sowie ein übersichtlicher Faltplan runden das preiswerte Heftchen ab. Besonders geeignet für den interessierten Rundgänger vor Ort. Auch in italienischer, japanischer, französischer, englischer, portugiesischer und spanischer Sprache lieferbar.

Joachim Glatz
Dom im Buch - Buch im Dom
Die Mainzer Bischofskirche und die Bücher
Publikationen Bistum Mainz (2009)

Das Begleitbüchlein zur gleichnamigen Kabinettausstellung der Martinus-Bibliothek Mainz ist eine Fundgrube für alle, die sich für Bücher und Zitate zum Thema "Mainzer Dom" interessieren, regt aber auch das Nachspüren auf einem sehr speziellen Terrain an: Orte des Buches in der Kathedrale. Wo werden Bücher im Dom benutzt und wo überall sind Darstellungen von Büchern im Dom zu finden? Eine lohnende Einladung, um einmal den Dom mit dieser besonderen Zielsetzung zu durchforschen.

Wendelin Duda
Die Sagen des Mainzer Doms
Freiburger Echo Verlag (2009)

104 kleine Sagen aus dem Mainzer Raum versammelt das Büchlein, von denen 32 im oder am Dom spielen. Ausgestattet mit 22 historischen Abbildungen, von denen einige den Dom bzw. Teile des Doms zeigen, bietet dieser Band 4 der Buchreihe "Die Sagen vom Rhein" Vergnügliches wie Erstaunliches. Manches Domdetail sieht man nach der Lektüre "sagenhaft eingefärbt".

Franz-Rudolf Weinert
Mainzer Domliturgie zu Beginn des 16. Jahrhunderts
Mit CD-ROM
Francke Verlag (2008)

Eines der Juwelen, die in der Martinus-Bibliothek des Mainzer Priesterseminars aufbewahrt werden, ist der "Liber Ordinarius Moguntinus" (LOM) des Mainzer Domes aus der Zeit des Erzbischofs Albrecht von Brandenburg. Durch glückliche Fügung hat die Handschrift die Flammenhölle der Bombardierung von 1793 unbeschadet überstanden. Kein Geringerer als der Liturgie-Historiker und amtierende Dompfarrer Franz-Rudolf Weinert hat den "Liber Ordinarius" in dieser Publikation kritisch ediert und kommentiert - ein Grund, diese zunächst auf einen engen Kreis speziell Interessierter abzielende Veröffentlichung hier vorzustellen.

Es ist aber auf den zweiten Blick schon faszinierend, in diesem "sakralen Regiebuch" nachlesen zu können, wie vor Jahrhunderten die verschiedenen Festtage im Kirchenjahr gefeiert wurden, wie wann mit welchen Glocken geläutet wurde, welche Rechte und Pflichten Geistliche und Laien hatten, aber auch wie der Dom ausgestattet war und, und, und ... Das Faksimile auf beiliegender CD-ROM erlaubt Einsicht in das Original. Insgesamt eine höchst informative und faszinierende Publikation für jeden, der sich für alle geschichtlichen Aspekte des Domes, vor allem die Liturgiegeschichte eingehend interessiert - und natürlich für Latein-Freaks - ein empfehlenswertes Buch.

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