Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Erik Hornung
Die Nachtfahrt der Sonne
Eine altägyptische Beschreibung des Jenseits
Artemis & Winkler 2002

Der Baseler Ägyptologe Erik Hornung gilt als einer der führenden Experten weltweit für die altägyptische Mythologie. Seine Beschreibung über die Nachtfahrt der Sonne lässt den Leser tief in die ägyptische Unterwelt eintauchen. Er begleitet die Sonne auf ihrer Fahrt durch die zwölf Stunden der Nacht, in denen ihr und dem mit ihr verbundenen Pharao mannigfaltige Gefahren drohen. Ein unterhaltsames und zugleich sehr lehrreiches Buch auch für interessierte Laien.

Erik Hornung
Das Tal der Könige
C.H.Beck Verlag 2002

Durch seine Beschäftigung mit den sogenannten Unterweltsbüchern der Pharaonen des Neuen Reiches ist Erik Hornung auch einer der besten Kenner des Tals der Könige, der Begräbnisstätte der berühmtesten Pharaonen. In seinem Buch entführt er den Leser in die geheimnisvollen Bereiche der ägyptischen Unterwelt, in die Jenseitspaläste der Pharaonen, in denen ihre Mumien die ewige Ruhe finden sollten. Hornung gelingt es, mit nur wenigen Abbildungen auch dem interessierten Laien profunde Einblicke nicht nur in die altägyptische Religion und Mythologie zu geben, sondern auch in die Geschichte des sogenannten Neuen Reiches. Welcher Pharao baute was, wann und wie? Warum ist das eine Grab klein und das andere groß und wann wurde welche Stätte wiederentdeckt? All diese Fragen werden knapp aber präzise beantwortet. Ein eigenes (kleines) Kapitel ist den Mumien der Könige gewidmet.

Wer es lieber etwas ausführlicher hat und sich anhand von Bildern durch die Unterwelt führen lassen will, dem sei das Buch: "Tal der Könige: Die Ruhestätten der Pharaonen" desselben Autors empfohlen, das zuletzt 1999 in der 6.Auflage bei Artemis & Winkler erschienen ist und in Antiquariaten und auf einschlägigen websites immer wieder zu finden ist. ISBN 978-3760805191

Françoise Labrique und Uwe Westfehling (Hrsg.)
Mit Napoleon in Ägypten
Die Zeichnungen des Jean-Baptiste Lepère
Verlag Philipp von Zabern 2009

Die 3000jährige Geschichte Ägyptens strahlt eine unglaubliche Faszination aus. Doch mehr als ein Jahrtausend lang war sie sozusagen stumm. Denn mit der Schließung des letzten Tempels im 6.Jahrhundert A.D. unter dem christlichen Kaiser Justinian ging auch das Wissen um die Hieroglyphen verloren. Es blieben die monumentalen Tempel, Gräber und Statuen, die von Besuchern zwar bewundert aber als merkwürdig steif und unbelebt empfunden wurden. Dies änderte sich erst Anfang des 19.Jahrhunderts mit dem Feldzug Napoleons nach Ägypten.

Im Heer des Franzosen befanden sich über 100 Wissenschaftler, deren Aufgabe es war nicht nur Land und Leute sondern auch die Kultur des alten Ägypten zu erkunden. In Folge dieser Expedition gelang es die Hieroglyphen zu entziffern und damit die Pharaonen aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Katalog beschreibt Leben und Werk des französischen Architekten Jean-Baptiste Lepère, einen der wissenschaftlichen Mitarbeiter, die Napoleon auf seinem Feldzug begleiteten. Ein spannendes Stück Wissenschaftsgeschichte, dass zwar kaum etwas mit der Unterwelt der Pharaonen zu tun hat, aber auf eindrucksvolle Weise zeigt, mit welcher Begeisterung die Wissenschaftler daran gingen, die Rätsel der altägyptischen Hochkultur zu lösen.

Tanja Kinkel
Die Säulen der Ewigkeit
Droemer/Knaur 2009

Tanja Kinkels Roman umfasst die Lebens-geschichte der Engländerin Sarah, die ihrem Mann Giovanni Battista Belzoni im Jahre 1815 nach Ägypten begleitet. Belzoni, der eigentlich sein Glück als Ingenieur am Hofe des Paschas machen will, wird im Laufe der Jahre ein bedeutender Ausgräber. Im Oktober 1817 entdeckt er im Tal der Könige das Grab Sethos I. Bis heute gilt es als das schönste und geheimnisvollste aller Phara-onengräber. Gegen jede Konvention immer mit dabei ist seine Frau Sarah. Bei den Arbeiten begegnet sie immer wieder dem Gegenspieler ihres Mannes, dem französischen Konsul Berhardino Drovetti, der sich ebenfalls einen Namen als Sammler und Ausgräber machte. Die beiden werden zu Konkurrenten nicht nur um die schönsten und wertvollsten Altertümer.

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