Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Simon Baker
Rom Aufstieg und Untergang einer Weltmacht
Reclam Verlag, Stuttgart 2007
Gebunden, 455 Seiten
ISBN: 978-3-15-010623-5
24,90 Euro

Das Buch von Simon Baker spannt den Bogen von der Entstehung bis zum Untergang des römischen Imperiums. Der Autor greift sechs Zeitabschnitte heraus, die den Verlauf der römischen Geschichte entscheidend beeinflussten.

Mit Cäsar, Augustus, Nero, Hadrian und Konstantin wird das Wirken bedeutender Machthaber Roms spannend erzählt. Kapitel über die Entstehung der Republik, die Revolution des Tiberius, den Judenaufstand und den Untergang Roms runden das auch als Einstiegslektüre geeignete Buch ab.

Bruno Bleckmann
Konstantin der Große
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2003 (2. Auflage)
Taschenbuch, 159 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen
ISBN 3-499-50556-8
7,50 Euro

Diese Monographie besticht durch ihren Detailreichtum und die harmonisch in den Text eingeflochtenen Zitate antiker Chronisten wie Eusebius oder Laktanz. Viele Einzelheiten und Zusammenhänge, die der Film nicht darstellen konnte, sind hier nachzulesen. Zum besseren Verständnis des nicht immer flüssigen, weil inhaltsschweren Textes und seiner vielen Fachausdrücke, wäre jedoch ein Glossar erfreulich, das leider fehlt. Zeittafel, Abstammungs-Tabelle, Quellenverzeichnis und eine umfangreiche Bibliographie runden das preiswerte Bändchen ab. Interessant: Statements zu Konstantin von namhaften Autoren und Historikern aus den Jahren 1681 bis 1988.

Alexander Demandt und Josef Engemann (Hrsg.)
Konstantin der Grosse Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2007
Gebunden, Großformat, 520 Seiten, 446 Farb- und 160 SW-Abbildungen, mit einer CD-ROM mit Fotos zu rund 1.400 Exponaten
ISBN 978-3-8053-3688-8 (Buchhandelsausgabe)
ISBN 978-3-8053-3688-5 (Museumsausgabe)
34,90 Euro (Buchhandel)
24,90 Euro (Museum)

Der Begleitband zur Ausstellung in Trier (siehe unten) ist ein kiloschweres Kompendium, an dem zahlreiche namhafte Historiker aus Deutschland, dem europäischen Ausland und der Türkei mitgewirkt haben. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Demandt, der sich auch in unserem Film zu Konstantin geäußert hat, und Prof. Engemann ist dieses in jeder Hinsicht gewichtige Buch entstanden.

In überschaubaren Kapiteln werden nahezu alle Aspekte um die Person und den Kaiser Konstantin, die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen eingehend beleuchtet. Manches ist sicherlich nur für den speziell Interessierten relevant, doch ist dies ohnehin kein Buch, das man einfach durchliest. Es lädt zum Gewinn bringenden Stöbern ein. Da wird man auch zu Konstantins langjähriger Residenzzeit in Trier einiges erfahren, was in unserem Film leider nicht berücksichtigt werden konnte. Ein Muss für jeden ernsthaft Interessierten.

Elisabeth Herrmann-Otto
Konstantin der Große Primus-Verlag, Darmstadt 2007
Gebunden, 264 Seiten, 22 SW-Abbildungen, 2 Grafiken, 1 Karte
ISBN 978-3-89678-601-2
29,90 Euro

Seit Jahrzehnten erforscht die Autorin, Professorin für Alte Geschichte an der Universität Trier, das Themenfeld um Konstantin. Entsprechend fundiert ist die flüssig geschriebene, in allen Teilen auch für geschichtswissenschaftliche Laien gut verständliche Biografie des spätantiken Kaisers. Besonders interessant ist die Wertung und Einordnung der Quellentexte, von denen die meisten je nach Einstellung ihres Verfassers stark individuell gefärbt sind und einer Interpretation bedürfen. Ein informativer Anhang mit Karte, Zeittafel, Verwandtschafts-Diagramm, Quellen- und Literaturangaben rundet das gelungene, handliche und insgesamt sehr empfehlenswerte Buch ab.

Hartmut Leppin und Hauke Ziemssen
Maxentius - Der letzte Kaiser in Rom
Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2007
Gebunden, Großformat, 128 Seiten, 80 meist farbige Abbildungen
ISBN 978-3-8053-3399-3
24,90 Euro

Die erste Monographie über Maxentius in deutscher Sprache zeichnet Leben und Leistung des letzten dauerhaft in Rom residierenden Kaisers des Imperium Romanum nach. Dabei kommen Facetten einer Person, Visionen eines Herrschers, Spuren eines Staatsmannes ans Licht, die der breiten Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Verlierer an der Milvischen Brücke kaum bekannt waren: Maxentius war ein sehr fähiger Machtpolitiker, einer der für Rom bedeutendsten Bauherren der Geschichte und kein Feind der Christen. Seine Basilika ist das nach dem Kolosseum zweitgrößte antike Bauwerk in der Ewigen Stadt. Der prachtvoll illustrierte und allgemeinverständlich geschriebene Band bietet eine überraschende Faktenfülle auf dem aktuellen Stand der Forschung und hilft, ein differenzierteres Bild von Konstantins Gegenspieler zu gewinnen, als es zumindest dem Nicht-Historiker bisher möglich war.

Karen Piepenbrink
Konstantin der Große und seine Zeit Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002
Kartoniert, 139 Seiten, 2 SW-Abbildungen
ISBN 3-534-15499-1
14,90 Euro

Angefangen bei Diocletian und seinen tiefgreifenden Reformen über die politischen Anfänge Konstantins, seine Macht-, Innen- und Religionspolitik bis hin zur Gründung Konstantinopels und zu Taufe und Tod des Herrschers stellt alle wichtigen Aspekte in kompakter Form vor. Wie in der bewährten Reihe "Geschichte kompakt" üblich, ist jedem Hauptkapitel eine kurze Zeittafel vorangestellt, werden Fachbegriffe und Schlüsselereignisse gesondert erklärt.
Das Werk ist keine Biografie der herkömmlichen Form, sondern ein Buch zum Selbststudium, mit dessen Hilfe sich der Leser ein fundiertes Bild vom berühmtesten, aber auch umstrittensten römischen Kaiser der Spätantike relativ bequem erarbeiten kann. Sehr empfehlenswert.

Karen Piepenbrink
Antike und Christentum
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007
Kartoniert, 116 Seiten
ISBN 978- 3-534-06043-6
14,90 Euro

Das Buch ist in zwei Überkapitel gegliedert. Im ersten Teil werden die ersten 300 Jahre von den Anfängen bis zu Diocletian beschrieben. Der zweite Teil widmet sich der Spätantike. Wer wissen möchte, wie es zur religiösen Situation des Reiches kam, die Konstantin bei seinem Erscheinen auf der politischen Bühne vorfand, der findet in diesem Buch alles Wissenswerte und -notwendige in kompakter Form. Der zweite Teil behandelt auch Konstantins Rolle bei der Entwicklung der christlichen Kirche, geht aber weit darüber hinaus.

So erhält derjenige, der unseren Film gesehen hat, durch die Lektüre sowohl einen fundierten Überblick über die Ereignisse bis zum Einsetzen der Filmhandlung und während unserer Geschichte als auch über die weitere Entwicklung nach Konstantin, auf die der Film nur einen kurzen Ausblick bieten kann - für den am christlich-kirchlichen Aspekt besonders Interessierten eine ideale Begleitlektüre zum Film. Leider gibt es keine Zeittafeln. Dafür werden Quellen und Erläuterungen besonders deutlich markiert.

Ausstellungs-Tipp

Rheinisches Landesmuseum Trier
Konstantin der Große - Herrscher des Römischen Imperiums

Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Trier
Konstantin der Große - Der Kaiser und die Christen

Stadtmuseum Simeonstift Trier
Konstantin der Große - Tradition und Mythos

Wer unseren Film, der nur einen engen Ausschnitt aus Konstantins Leben zeigt, gesehen hat, kann seine im ZDF gewonnenen Basiskenntnisse beim Besuch dieser dreigeteilten Konstantin-Ausstellung in Trier erweitern. Die Stadt an der Mosel, in der Konstantin von 306 bis 316 residierte und in der er seine Frau Fausta ehelichte, hat im Teamwork mit dem Land Rheinland-Pfalz und dem Bistum Trier eine einmalige Mega-Schau zu Konstantin auf die Beine gestellt, die man gesehen haben muss. Rund 1600 Exponate - fast durchweg Originale - aus 150 in- und ausländischen Museen haben die Experten zusammengetragen. Prof. Dr. Alexander Demandt, einer der beiden wissenschaftlichen Leiter, hat auch an unserem Film mitgewirkt und ist Mitherausgeber des empfehlenswerten Kataloges.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet