Literatur und Links

Buchtipps und weitere Infos aus dem World Wide Web

Tipps der Redaktion zu den Entdeckern Alfred Wegener, Johann Ludwig Burckhardt und Georg Forster sowie zu den Themen der Reihe "Expedition" bietet untenstehende Literaturauwahl.

Alfred Wegener

Klaus Rohrbach
Abenteuer in Schnee und Eis
Alfred Wegener - Polarforscher und Entdecker der wanderden Kontinente
Verlag Freies Geistesleben 2008.

Klaus Rohrbach erzählt die Lebensgeschichte von Alfred Wegener, der mit seiner Theorie über die Kontinentaldrift Weltgeschichte geschrieben hat. Das Buch ist keine eigentliche Biografie sondern eher im Stil eines Dokumentarromanes geschrieben. Unzählige Zitate aus Tagebüchern und Briefen sowie Photos sorgen für Authentizität.

Johann Ludwig Burckhardt

Johann Ludwig Burckhardt, Helmut Arndt (Hg.)
Entdeckungen in Nubien
Der erste europäische Forschungsreisende am Oberlauf des Nils, Edition Erdmann 2010.

Bei dem vorliegenden Band handelt es sich um eine Neuauflage der 1820 erstmalig auf deutsch erschienenen Berichts Johann Ludwig Burckhardts über seine Entdeckungen in Nubien. Wie alle Edition Erdmann Bände ist auch dieser mit SW-Illustrationen versehen. Das sehr lange Vorwort - mit über Hundert Seiten - besteht vor allem aus Auszügen aus Burckhardts Briefen bzw. Tagebuchnotizen, die einen Einblick in seine gesamte Reisetätigkeit bis zu seinem Tod, inklusive seines Testamentes, das durch den englischen Generalkonsul Henry Salt, der beim Tode Burckhardts zugegen war, überliefert worden ist.

Mit seinen "Entdeckungen in Nubien" ist Johann Ludwig Burckhardt dem eigentlichen Zweck seiner Reise, der Erkundung des Niger, am nächsten gekommen. All seine anderen Entdeckungsreisen machte er streng genommen "auf dem falschen Kontinent".

Patricia Clough
Emin Pascha, Herr von Äquatoria
Deutsche-Verlagsanstalt, München 2010.

Emin Pascha, Herr von Äquatoria erzählt die spannende Geschichte von Eduard Karl Oskar Theodor Schnitzer, der 1840 als Sohn eines jüdischen Kaufmannes in Oppeln, Oberschlesien geboren wurde. Schnitzler war gerade zwei Jahre alt als sein Vater starb. Da seine Mutter in zweiter Ehe einen Christen heiratete, konvertierte sie - zusammen mit ihrem Sohn - zum Protestantismus. Erzogen wurde der junge Eduard Karl aber auf einem katholischen Gymnasium.

Und der Katholizismus sollte nicht die letzte Religion sein, die das Leben Schnitzlers prägte. Als dem jungen Medizinstudenten in Deutschland die Zulassung zum Staatsexamen verweigert wird, zieht er ins Osmanische Reich - und konvertiert dort, wie Johann Ludwig Burckhardt viele Jahre zuvor, zum Islam. Aus Eduard Karl Oskar Theodor Schnitzer wird schließlich Mehmet Emin Pascha, Gouverneur der Provinz Äquatoria, dem heutigen Südsudan. Das Leben von Emin Pascha liest sich wie ein Abenteuerroman und ist zugleich ein Stück Kolonialgeschichte Afrikas.

Georg Forster

Ulrike Bergmann
Die Mesalliance
Georg Forster: Weltumsegler, Therese Forster: Schriftstellerin
Edition Büchergilde, Frankfurt 2008.

In ihrer "Mesalliance" beschreibt Ulrike Bergmann in Form einer Parallelbiographie das schwierige Verhältnis zwischen Georg Forster und seiner Frau Therese. Diese verliebte sich im Alter von 14 Jahren in den damals 24jährigen Georg Forster, der nach der Rückkehr aus der Südsee in Thereses Heimatstadt Göttingen wie ein Held gefeiert wurde. Bei der Hochzeit sieben Jahre später, war sie jedoch unsterblich in einen anderen verliebt. Georg Forster bindet den Nebenbuhler als Freund in die Ehegemeinschaft mit ein, die Eifersucht kam erst viel später. Fünf Jahre später wird sich die Situation mit einem anderen Mann wiederholen. Georg Forster bleibt in der eigenen Ehe immer das fünfte Rad am Wagen. Für alle, die den Menschen hinter dem Entdecker kennen lernen wollen ein Einstieg.

Alois Prinz
Die Lebensgeschichte des Georg Forster
insel Taschenbuch, Frankfurt 2008.

Alois Prinz Buch trägt den bezeichnenden Untertitel "Das Paradies ist nirgendwo". In Georg Forsters Lebensweg, so scheint es, ist die Suche nach dem Paradies, bzw. die Entdeckung, dass es eben dieses auf Erden nicht gibt, eine feste Konstante, weder auf den "Inseln der Glückseeligen" in der Südsee, noch im revolutionären Frankreich der "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit". In seiner Biographie entwirft Prinz das Bild eines intelligenten aber schwachen Georg Forster, der zeit seines Lebens Idealen nachjagt, die unerreichbar sind. Ein guter Einstieg mit umfassenden Quellenangaben und Hintergrundinformationen zur Zeitgeschichte.

Georg Forster
Reise um die Welt
Frankfurt 1967, insel Taschenbuch in der Auflage von 2008.

Im Alter von nur 17 Jahren verließ Georg Forster am 13.Juli 1772 an Bord der "Resolution" den Hafen von Plymouth, um an der zweiten Weltumsegelung von James Cook teilzunehmen. Er reiste in Begleitung seines Vaters, dessen Aufgabe als es sein sollte, als Naturforscher einen wissenschaftlichen Bericht über die Reise zu erstellen und nach der Rückkehr zu publizieren. Georg durfte als Zeichner mitkommen.

Da sich sein Vater aber nach der Rückkehr mit seinen Auftraggebern entzweite, publizierte letztendlich Georg Forster den Reisebericht, der nicht nur die Zeitgenossen begeisterte sondern auch neue Maßstäbe setzte. Mit seinen genauen Beschreibungen der fremden Welten und seinem unvoreingenommener Blick auf die Sitten und Gebräuche der dort lebenden Menschen, gilt er als Begründer der Ethnologie. Der vorliegende Band ist die vollständige Ausgabe des Reiseberichtes.

Georg Forster, H. Homann (Hg.)
Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee
Edition Erdmann 1988

Bei diesem Buch handelt es sich um Auszüge aus dem Reisebericht von Georg Forster mit einer kurzen Einleitung sowie einem Anhang des Herausgebers. Forsters Bericht wurde aus seinen sämtlichen Schriften, die von seiner Tochter in neun Bänden herausgegeben wurden zusammengestellt und mit einigen SW-Illustrationen, zum Teil aus Forsters Hand, versehen.

James Cook
Entdeckungsfahrten im Pazifik
Edition Erdmann 2005 und 2011.

Als der berühmte Kapitän James Cook zum zweiten Mal zu einer Weltumsegelung aufbrach, wurde der Naturwissenschaftler Reinhold Forster verpflichtet, um einen wissenschaftlichen Bericht der Reise zu verfassen. Dies geschah aus gutem Grund, denn Cooks literarische Fähigkeiten traten offensichtlich hinter seinen seemännischen zurück. Auch der vorliegende Band "umschifft" dieses Problem dadurch, dass nur ausgewählte Originalpassagen aus Cook's Logbüchern ausgewählt wurden, die von dem australischen Experten Dr. Archibald Grenfell Price sehr kenntnisreich verbunden werden. Eine spannende Lektüre für alle, die mehr über den legendären englischen Kapitän erfahren wollen.

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