Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Martin Kuckenburg
Die Kelten
Theiss (2010)

Der Band von Martin Kuckenberg ist seit 2004 auf dem Markt und kann als Standardwerk zum Thema Kelten bezeichnet werden. Mit großformatigen Bildern, Illustrationen und Karten sowie leicht lesbaren Texten umspannt der Titel viele Facetten von den Ursprüngen in Mitteleuropa bis zur römischen Eroberung durch Cäsar. Die Neuauflage wurde um viele Kapitel ergänzt. Neue Forschungen erweitern die Kenntnisse vor allem in den Siedlungsgebieten außerhalb der Ursprungsregion. Dazu geht der Autor auch auf die späte Kultur der Kelten und ihr lebendiges Erbe ein, das bis in die Gegenwart eine große Fangemeinde aufweist.

Leo Verhart
Den Kelten auf der Spur
Neue archäologische Entdeckungen zwischen Nordsee und Rhein
Verlag Phillipp von Zabern (2008)

Wer waren die Kelten und wie lebten sie - und was passierte am Rand der keltischen Welt? Leo Verhart verfolgt keltische Spuren in einer Gegend, die bei der Betrachtung meist aus dem Blickwinkel gerät: dem Gebiet zwischen Nordsee und Rhein, das den Westen und Norden Belgiens umfasst, die Niederlande und den nördlichen Teil des deutschen Rheinlands. Anhand von archäologischen und sprachwissenschaftlichen Untersuchungen zeigt der Autor den Einfluss der keltischen Kultur in diesem Gebiet auf - von der Eisenzeit bis zur Eroberung durch die Römer, die zur Übernahme römischer Gepflogenheiten und schließlich zur Auflösung der Kultur führte. Umfangreich illustriert und in übersichtlichen Sinnabschnitten unterteilt bietet das Buch einen gelungenen Einstieg in die Welt der Kelten im Nordwesten Europas.

Bernhard Maier
Die DruidenC.H. Beck Wissen (2009)

Auf knappen 127 Seiten gelingt es dem Religionswissenschaftler und Keltenforscher Bernhard Maier, einen kurzen und umfassenden Überblick über das sich verändernde Bild der Druiden von der Antike bis heute zu liefern. Dabei bewahrt er sich stets einen klaren und leicht verständlichen Schreibstil. In den ersten fünf Kapiteln befasst sich der Autor mit den Aussagen der griechischen und römischen Historiker der Frühgeschichte und konfrontiert diese mit dem aktuellen archäologischen Forschungsstand. Anschließend widmen sich Kapitel sechs bis neun der Darstellung der keltischen Priester in den Quellen der Kulturepochen Mittelalter, Humanismus, Aufklärung und Romantik.

Im Gegensatz zum ersten Abschnitt zieht Maier hier nicht nur historische, sondern auch literarische, religiöse und bildliche Überlieferungen heran. Generell veranschaulichen viele Zitate aus den Originaltexten den Forschungsstand besonders gut. Das letzte Kapitel skizziert die Etablierung der Keltologie als Wissenschaft und den modernen Druidenkult in der heutigen Gesellschaft. Insgesamt eignet sich das Buch bestens als Einstiegsliteratur in das komplexe und schwer greifbare Thema.

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