Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Andreas Friedrich
Die Frauenkirche zu Dresden
Geschichte und Wiederaufbau
Sandstein Verlag (2006)

Diese preiswerte Kompaktausgabe einer nicht mehr lieferbaren Baumonographie spannt den Bogen von der ersten Kirchengründung "Unser lieben Frau" um das Jahr 1000 bis zur Weihe der wiedererrichteten Frauenkirche am 30. Oktober 2005. In sechs Kapiteln - davon eines speziell über den Baumeister George Bähr - geht es um die Baugeschichte des Gotteshauses.

Überraschend zu erfahren, wie massiv die königliche Baubehörde im 18. Jh. grundsätzlich und im Detail Einfluss nahm und wie hart um Gestaltungskonzepte während der Planungsphase gerungen wurde. Fünf weitere Kapitel widmen sich dem Wiederaufbau, ohne mit zu vielen Details zu ermüden. Eine übersichtliche Zeittafel rundet das informative, gut illustrierte Buch ab, das die meisten Leser vermutlich nicht aus der Hand legen werden, bis sie die letzte Seite erreicht haben. Empfehlenswert, vor allem als Ergänzung zur Terra X-Dokumentation und/oder als Vorbereitung vor einem Besuch der Kirche.

Ludwig Güttler (Hrsg.)
Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche
Botschaft und Ausstrahlung einer weltweiten Bürgerinitiative
Schnell + Steiner Verlag (2007)

Bedeutende Repräsentanten aus Denkmalpflege, Kultur, Politik, Kirche und Wissenschaft äußern in dieser faszinierenden Anthologie ihre persönlichen Einstellungen und Einsichten zur Frauenkirche und ihrem Wiederaufbau. Richard von Weizsäcker, Edward Herzog von Kent und Horst Köhler sind ebenso unter den Autoren wie Andrzej Tomaszewski, Martin Walser, Hans Nadler und 23 weitere Prominente. Am Ende jedes Kapitels informieren Bild und Kurzbiographie über den jeweiligen Autor.

Dies ist kein Buch, das man am Stück liest. Dazu ist das inhaltliche Spektrum viel zu breit. Hier gibt es Fakten neben Anekdotischem zu lesen, Zeitdokumente neben persönlichen Erinnerungen, Hintergrundinformationen aus nationaler und internationaler Politik neben Rückblicken auf die phänomenalen Spendenaktionen im In- und Ausland sowie verschiedene theoretische Ableitungen zu Gesellschaft und Wirtschaft und manch Überraschendes mehr.
Am Ende des Buches lässt der detaillierte chronologische Abriss der Jahre 1945 bis 2005 alle wichtigen Ereignisse des Wiederaufbaues Revue passieren. Eine außergewöhnliche, gut ausgestattete, aufschlussreich illustrierte Publikation, die man mit großem Gewinn liest.

Eberhard Görner
Ein Himmel aus Stein
George Bähr und die Frauenkirche zu Dresden
Chemnitzer Verlag (2005)

Aus dem Drehbuch für seinen nicht realisierten Spielfilm "Die Steinerne Glocke" hat der Autor einen spannenden Doppelbericht geschaffen - eine gelungene Mischung von Biographie und Bauprotokoll. Streng chronologisch schildert Eberhard Görner die Lebensgeschichte des Baumeisters George Bähr, seine harten privaten Prüfungen und seine beruflichen Höhen und Tiefen. Dabei webt er aus der relativ dünnen Decke verbürgter persönlicher Fakten eine historisch stimmige Story, in der auch so prominente Persönlichkeiten wie J. S. Bach, M. D. Pöppelmann und G. Silbermann ihre Rollen spielen. Gleichzeitig vermittelt er eine Fülle von Informationen über den Fortgang der Bauarbeiten, über Kosten, Techniken, Gegenspieler, Bedenkenträger und behördliche Blockierer. Im Anhang finden sich biographische Notizen zu bedeutsamen Personen, Dokumente aus dem Ratsarchiv, einige Fotos und ein Quellenverzeichnis. Sehr lesenswert.

Stiftung Frauenkirche Dresden
Kinder-Kirchen-Führer
Dresdner Frauenkirche
Evangelische Verlagsanstalt (2005)

Das kostengünstige, einfach geschriebene und kindgerecht illustrierte Heft wendet sich an Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis sieben Jahren. Ein Engel nimmt die kleinen Kirchen-Entdecker an der Hand und durchstreift mit ihnen das Gotteshaus. Dabei erklärt er eine Menge interessante Dinge: dass z.B. die steinerne Kuppel "12.000 Tonnen wiegt - soviel wie 2000 ausgewachsene Elefanten". In begleitenden Spaltentexten werden wichtige Grundbegriffe aus Architektur, Gottesdienst und christlicher Symbolik wie Altar, Abendmahl, Taufbecken, Predigt, Licht, Farben u.v.m. erklärt. Die Autoren legen erkennbar Wert auf die Vermittlung der Frauenkirche als evangelisches Gotteshaus und versuchen so über das Erfassen des Formalen hinaus ein tieferes Verständnis des Bauwerkes und seiner eigentlichen Funktion bei den Junioren zu erreichen. Kleine Fragen und Aufgaben animieren zu aktiver Suche und Auseinandersetzung mit dem Kolossalbau - unter Anleitung einer erwachsenen Person eine prima Sache.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet