Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Gisela Graichen
Der Limes
Roms Grenzwall gegen die Barbaren
Scherz Verlag

Allein in Germanien erstreckte sich der Limes auf 550 Kilometer, mit 60 Kastellen und 900 Wachttürmen. In seiner Gesamtheit aber reichte er weit über das Gebiet des heutigen Deutschland hinaus. Im Zuge eines ehrgeizigen Projekts wurde der europäische Teil der römischen Grenzanlage mit einem speziellen, aufblasbaren Luftschiff abgefahren und gefilmt. Dabei entstanden einzigartige Bilder der überwucherten, aber auch wiedererrichteten Monumente. Acht renommierte Autoren und Wissenschaftler schildern in zwölf Kapiteln informativ und spannend die Geschichte des Limes und seine faszinierende Erforschung bis in die Gegenwart.

Christoph Schäfer
LusoriaEin Römerschiff im Experiment
Rekonstruktion, Tests, Ergebnisse
Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2008

Für die zweiteilige Limes-Dokumentation des ZDF bereiste der Althistoriker Professor Christoph Schäfer von der Universität Trier die komplette Nordgrenze des Imperiums Romanum. Unter seiner Leitung enstand in den Jahren 2007 und 2008 in Hamburg ein originalgetreuer Nachbau eines spätantiken römischen Kriegsschiffes des Typs "Navis Lusoria", anhand von archäologischen Funden. Ein faszinierendes Projekt der "Experimentellen Archäologie", denn mit der "Lusoria" konnte der Wissenschaftler mit seinem Studierenden-Team von der Universität Hamburg beeindruckende Testfahrten unter Segel und mit Ruderkraft analysieren.

In seinem Buch berichtet Schäfer zudem ausführlich über die Testreihen, die mit einem "Lusoria"-Modell in der Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam durchgeführt wurden. Das Team von "Schliemanns Erben" dokumentierte die gesamte Rekonstruktion des römischen Kriegsschiffes für den Limes-Zweiteiler mit der Kamera.

Egon Schallmayer
Der Limes
Geschichte einer Grenze.
C.H.Beck, München 2007

In seiner kurzen Gesamtdarstellung für die renommierte Wissensreihe des Beck-Verlags schildert Professor Egon Schallmayer, hessischer Landesarchäologe und Direktor der Saalburg im Taunus, prägnant die Geschichte des Obergermanisch-Raetischen Limes in Deutschland. Dabei gelingt es ihm, sowohl sachlich-informativ als auch spannend von der Zeit zu berichten, als die Römer einen beträchtlichen Teil Süddeutschlands beherrschten. Das Buch eignet sich vor allem für Leser, die sich einen schnellen und dennoch umfassenden Überblick über die Geschichte des Limes verschaffen wollen.

Andreas Thiel
Wege am LimesTheiss, Stuttgart 2005

Der promovierte Archäologe Andreas Thiel schlägt seinen Leser in diesem Buch 55 spannende Ausflüge und Wanderung auf den Spuren des Limes vor, dem mit 550 Kilometern Länge größten europäischen Bodendenkmals. Die Streifzüge führen zu den besonders sehenswerten Wachttürmen, Wallanlagen, Palisaden-Nachbauten und Kastellruinen. Zu jeder Tour liefert Thiel einen kurzen historischen Hintergrund. Das Buch überzeugt zudem durch die reichhaltige Bebilderung und die vielen Karten, die die Orientierung am Limes erleichtern.

Andreas Thiel
Die Römer in Deutschland
Theiss, Stuttgart 2008

In seinem Buch schildert Andreas Thiel eindrucksvoll die Zeit, als die Römer Teile Germaniens kontrollierten. Dabei geht er vielen Fragen kenntnisreich nach: Was suchte die antike Militärmacht so weit im Norden? Warum konnten die Römer nicht ganz Germanien unterwerfen? Wie lebten sie in den Provinzen Ober- und Untergermanien? Nach knapp 180 gut bebilderten Seiten ist der Leser umfassend über Handel und Handwerk, das tägliche Leben in Stadt und Land, über Religion und luxuriösen Lebensstil der Römer informiert.

Martin Kemkes
Der Limes Grenze Roms zu den Barbaren
Thorbecke Verlag, Ostfildern 2006

Martin Kemkes, Leiter des Leimesmuseums Aalen, ist gemeinsam mit Jörg Scheuerbrandt und Nina Willburger eine ausführliche Darstellung über die Geschichte der römischen Grenze zum freien Germanien gelungen. Die Autoren befassen sich nicht nur mit dem Limes, sondern berichten auch vom Verhältnis der Römer zu den Germanen, über das alltägliche Leben der römischen Grenztruppen sowie der Zivilbevölkerung in den beiden germanischen Provinzen des Imperium Romanum. Der Text wird dabei durch die ansprechende Gestaltung des Buches ergänzt, beispielsweise durch hervorgehobene, prägnante zitate römischer Klassiker und die umfangreichen Illustrationen.

Margot Klee
Grenzen des Imperiums Leben am römischen Limes
Theiss Verlag, Stuttgart 2006

Der Obergermanisch-Raetische Limes war Teil eines insgesamt 5000 Kilometer langen Limes, der die Grenzen des Römischen Reiches definierte. In ihrem außergewöhnlich schönen Bildband stellt Margot Klee die einzelnen Abschnitte der imposanten Reichsgrenze dar, vom Hadrianswall in Britannien über die europäische Nordgrenze von der Rhein- bis zur Donaumündung bis zum Vorderen Orient und Nordafrika. Ihr gelingt so eine optisch aufwändig gestaltete Gesamtdarstellung, die ein beeindruckendes Bild von der gewaltigen Ausdehnung der antiken Weltmacht Rom erzeugt.

Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel
Der Limes Die deutsche Limes-Straße vom Rhein bis zur Donau
Theiss, Stuttgart 2000

Das Buch regt dazu an, den Limes als 550 Kilometer und damit längstes Bodendenkmal Europas als Ganzes zu bereisen. Die deutsche Limesstraße führt, beginnend in Rheinbrohl im Mittelrheintal, durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Über 50 Orte entlang der ehemaligen römischen Grenze haben die Autoren als besonders sehenswert ausgewählt. Sie präsentieren sie in einem umfangreich bebilderten und mit zahlreichen Karten ausgestatteten Bildband, der Lust auf eine Reise am Limes macht.

Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer
Der römische Limes in Bayern
Geschichte und Schauplätze entlang des UNESCO-Welterbes
Pustet Verlag, Regensburg 2008

Wer speziell den bayerischen Limes-Abschnitt bereisen möchte, sollte dieses Buch unbedingt mitnehmen. Das Autorenpaar beschreibt die Route sehr genau, die zahlreichen Karten erleichtern die Orientierung, und immer wieder werden auch sehenswerte Ziele erwähnt, die etwas abseits des Limes liegen, wie beispielsweise das ehemalige römische Legionslager in Regensburg. Das Buch ist gleichzeitig ein aktueller Wanderführer und eine umfassende historischen Darstellung der Provinz Raetien.

Tacitus
Agricola - Germania
Herausgegeben, übersetzt und erläutert von Alfons Städele
Artemis & Winkler, Düsseldorf / Zürich 2001

In der renommierten Sammlung Tusculum des Verlages Artemis & Winkler ist eine sehr reizvolle Ausgabe der berühmten Germania erschienen, in der Publius Cornelius Tacitus, einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber und Redner seiner Zeit, von den germanischen Stämmen berichtet. Tacitus schrieb seine ethnographische Studie vermutlich im Jahr 98 n. Chr., also zu der Zeit, als der Limes in Germanien entstand. Er schildert darin vor allem das sittenstrenge Familienleben der Nordmänner, ihre kriegerischen Fähigkeiten, ihre Freiheitsliebe, aber auch ihre Schwächen wie Antriebslosigkeit zu Friedenszeiten, ihren hang zu Würfelspielen und den übermäßigen Bierkonsum. Dass Tacitus mit seiner Schrift vor allem auch zur politischen und moralischen Meinungsbildung in Rom betragen wollte, legen die umfassenden Erläuterungen von Alfons Städele nahe.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet