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Buchcover Troja ist überall Quelle: Scherz Verlag

Hans H. Hillrichs (Hrsg.)

Troja ist überall

Der Siegeszug der Archäologie
Scherz Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 380 Seiten
ISBN: 3502151415
22,90 Euro


Die Archäologie hat von jeher einen großen Reiz auf die Menschen ausgeübt. Sie pilgern in Scharen zu den Ausgrabungsstätten oder in Museen, um die Schätze der versunkenen Kulturen zu bewundern. Die Wissenschaft hat Johann Joachim Winckelmann im 18. Jahrhundert begründet. Heinrich Schliemann katapultierte sie einhundert Jahre später quasi per Urknall ins öffentliche Bewusstsein und schließlich wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Entdeckungen in Ägypten und Südamerika endgültig in die wissenschaftlichen Königsdisziplinen aufgenommen.

Dieses Buch richtet seinen Blick nicht auf die Faszination des Untergangs, sondern auf die Faktoren, die den Erfolg, die Größe und Macht der jeweiligen Zivilisationen begründet haben. Kaum bekannte Forscherprofile werden aus dem Dunkel der Vergangenheit ans Licht geholt und verloren gegangene oder veruntreute Bausteine aufgespürt. Durch solche Neu- und Wiederentdeckungen wird dieses Buch selbst archäologisch tätig werden.

Manfred Flügge

Heinrich Schliemanns Weg nach Troia

Die Geschichte eines Mythomanen
dtv, 2001
Taschenbuch, 299 Seiten
ISBN: 3423242929

nur noch antiquarisch erhältlich Manfred Flügge hat eine umfassende und überaus klare Biografie von Heinrich Schliemann verfasst. Dabei gelingt es ihm, die wichtigen psychologischen Merkmale des erfolgsverwöhnten Ausgräbers aufzudecken und so schlüssig zu erklären, warum Schliemann um seine eigene Lebensgeschichte einen Mythos strickte, was die Glaubwürdigkeit des Troja-Entdeckers in Frage stellte. Flügge deckt dabei in Schliemanns Lebensberichten und in seiner Korrespondenz Widersprüche auf, für die er aber auch eine einleuchtende Erklärung findet.

Birgit Brandau, Hartmut Schickert, Peter Jablonka

Troia - Wie es wirklich aussah Piper Verlag, 2004
Gebundene Ausgabe, 178 Seiten
ISBN 3-492-04610-X
19,90 Euro


Ein Buch für alle, die sich nicht nur für die archäologischen Befunde der Grabungen auf dem Hisarlik interessieren, sondern auch gerne einen Eindruck davon haben möchten, wie die Stadt auf dem Hügel ausgesehen hat und wie sie sich über die Jahrtausende verändert hat. Die Autoren stellen anhand der neuesten wissenschaftlichen Daten und mit modernen Computerprogrammen Fotos von den Grabungen und Animationen gegenüber. So wird Troja nicht nur anschaulich, sondern auch ein Stück weit wieder lebendig.

Joachim Latacz

Troia und Homer Der Weg zur Lösung eines alten Rätsels
Koehler und Amelang, 2005
Gebundene Ausgabe, 415 Seiten
ISBN 3-492-23647-2
12,90 Euro


Joachim Latacz, weltweit anerkannter Homer-Experte, hat die seit 1988 unter der Leitung von Manfred Korfmann auf dem Hisarlik stattfindenden Grabungen verfolgt. Mit detektivischem Spürsinn kombiniert er die archäologischen Befunde mit historischen Texten und literarischen Indizien. Dabei kommt er letztlich zu dem Schluss, dass es sich bei dem Grabungsort an den Dardanellen tatsächlich um Troia gehandelt haben muss, und somit Homer Dichtung auf einer historischen Realität beruht.

Raoul Schrott

Homers Heimat

Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe
Hanser Verlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 432 Seiten
ISBN 978-3-446-23023-1
24,90 Euro


Das wohl am meisten diskutierte Buch über Homer und Troja der vergangenen Jahre. Während er an einer Neuübersetzung von Homers Ilias arbeitete, stieß Raoul Schrott auf eine vermeintliche Sensation: Der zeitgenössische Hintergrund der Ilias sei nicht rund um den Hügel Hisarlik zu finden, sondern weiter östlich, in einer Region namens Kilikien, in der Homer wahrscheinlich lebte und die er in seinen Landschaftsbeschreibungen wiedergab. Die These hat zu einer regen Diskussion in den Feuilletons geführt, denn viele Forscher fühlten sich angegriffen, obwohl Schrott gar nicht die Existenz des historischen Troia an den Dardanellen anzweifelt, sondern nur nahelegt, dass der Dichter Homer eine andere Heimat hatte als bisher angenommen, und dass er diese als Vorbild für seine Verse nutzte.

Barry Strauss

Der Trojanische Krieg Mythos und Wahrheit
Theiss Verlag, 2008
Gebundene Ausgabe, 208 Seiten
ISBN 3-8062-2154-1
24,90 Euro


Generationen von Wissenschaftlern haben sich mit der Frage beschäftigt, ob es eine historische Wahrheit hinter dem Epos "Ilias" des Dichters Homer gibt. Barry Strauss, Professor für Alte Geschichte und Klassische Archäologie, weist in seiner gut lesbaren Studie nach, dass der Mythos der Realität in vielen Punkten überraschend nah kommt. Denn die Lage von Troja an der Schnittstelle von Asien und Europa hat die Stadt nicht nur reich und berühmt gemacht, sondern Kriege nahezu herausgefordert. Ein spannendes Buch, gegliedert nach den beeindruckendsten Ereignissen, die Homer beschreibt.

David Boyle, Viv Croot

Troja - Homers Ilias neu erzählt Primus Verlag, 2005
224 Seiten
ISBN 3-89678-268-1

nur noch antiquarisch erhältlich



Die beiden Autoren haben den Urmythos der abendländischen Literatur in eine moderne Sprache übersetzt, die Homers Epos Ilias in eine überaus interessante und lesbare Fassung gebracht. Dabei geht natürlich die sprachliche Kraft der 24 Gesänge ein wenig verloren. Diesen Makel machen aber die editorischen Zugaben wett, beispielsweise die sehr hilfreichen Kapitel "Who´s Who" und "Wie die Geschichte weitergeht". Alles in allem ein lohnenswertes Buch für alle, die einen schnellen und einfachen Zugang zum Werk von Homer suchen.

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