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Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Robert Aldrich (Hrsg.)

Ein Platz an der Sonne

Die Geschichte der Kolonialreiche
Theiss Verlag, Stuttgart 2008
Gebundene Ausgabe, 320 Seiten
ISBN 978 3 8062 2111 4
Einführungspreis bis 31.12.2008 34,90 Euro, danach 39,90 Euro


Ein Buch für alle Leser, die sich umfassend mit dem Thema Kolonialgeschichte auseinandersetzen möchten. Die großen Mächte teilten die Welt nach Belieben untereinander auf und konnten sich nicht vorstellen, dass ihre Herrschaft jemals enden würde. Kein Wunder, denn zeitweise herrschte allein der britische Monarch George V. über ein knappes Viertel der Erde und Menschen, Frankreich nannte ein Imperium von 11 Millionen Quadratkilometern und 100 Millionen Bürgern sein eigen.

Das detaillierte und reich bebilderte dritte Kapitel des Buches, verfasst von Jill Dias (Neue Universität Lissabon), widmet sich der Kolonialgeschichte Portugals. Die Portugiesen waren Vorreiter in Europa, bauten sich als erste ein Kolonialreich in Übersee auf. Eines der kleinsten und ärmsten Länder Europas beherrschte innerhalb weniger Jahrzehnte ein profitables Handelsimperium, das letztlich fünfmal größer als das Herkunftsland selbst war. Eine überaus wichtiger kolonialer Stützpunkt war Portugiesisch-Goa an der Westküste Indiens: internationaler Treffpunkt auf den Reisen zwischen Europa und dem Fernen Osten und bedeutender Handelsplatz zugleich, die Perle des kolonialen Portugals und größte Festung Asiens im 16. Jahrhundert. In ihrer Blütezeit sollen über 300.000 Menschen in Portugiesisch-Goa gelebt haben.

Michael Sievernich (Hrsg.)

Franz Xaver

Briefe und Dokumente 1535-1552
Schnell & Steiner, Regensburg 2006
Gebundene Ausgabe, 504 Seiten
ISBN 978 3 7954 1875 5
49,90 Euro


Der Herausgeber hat knapp 140 Briefe des Heiligen Franz Xaver zusammengetragen, der als Mitbegründer des Jesuitenordens und Missionar eine der prägenden Persönlichkeiten der frühen Neuzeit war. Die Briefe des Christen, der auf seinen Reisen im Namen der Kirche auf Hinduisten, Moslems und Buddhisten traf, berichten vom Aufeinandertreffen mit den anderen Religionen und Lebensweisen, und sind deshalb wichtige Quellen über die Rezeption fremder Kulturen zu Beginn der Neuzeit. Sie wurden ab 1545 allesamt gedruckt und im gesamten Abendland verteilt. In einer umfassenden Einführung schildert Michael Sievernich die Stationen der missionarischen Reise Franz Xavers in Asien, die den Jesuiten im Mai 1542 erstmals nach Goa führte. In den folgenden Jahren kehrte er mehrmals zu der Metropole an der indischen Westküste zurück, in der er auch seine letzte Ruhestätte fand, nachdem er am 3. Dezember 1552 auf einer China-Reise verstarb.

Rita Haub

Franz Xaver

Aufbruch in die Welt
Lahn Verlag, Limburg, 2002
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 3 7867 8423 X
7,90 Euro


Das kurze, aber dennoch sehr informative und detaillierte Buch erzählt die bewegte Lebensgeschichte Franz Xavers, einem der bekanntesten Heiligen der christlichen Kirche. Geprägt von gläubiger Leidenschaft, Pioniergeist und nicht zuletzt Abenteuerlust zog er in die Welt und wurde zu dem vielleicht bedeutendsten Missionar der Neuzeit. Der Jesuit folgte den Entdecker und Eroberern der Kolonialreiche nach Indien, Indonesien und Japan, bis er schließlich auf einer Reise nach China verstarb. Der Leichnam von Franz Xaver konnte erst 15 Monate nach seinem Tod nach Goa überführt werden, wo er Augenzeugenberichten zufolge mit einer feierlichen Prozession voller Verehrung von den Einwohnern zu seiner letzten Ruhestätte geleitet wurde.

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