Literatur und Links

Buchtipps und weiterer Informationen aus dem World Wide Web

Henry W. F. Saggs

Völker im Lande Babylon Theiss Verlag, 2005
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten
ISBN: 978 3 8062 1864 0
29,90 Euro


Zwischen Euphrat und Tigris entstanden bereits im 4. Jahrtausend vor Christus die frühesten Städte der Menschheit, hier entwickelte sich erstmals eine auf der Schrift basierende Kultur, hier wurden frühe Meisterwerke der Literatur verfasst und wegweisende Gesetze erlassen. In der Bibel ist Mesopotamien irdisches Paradies, Ort der Sintflut und moralischer Sündenpfuhl zugleich: Babylon steht sowohl für kulturelle Raffinesse als auch für Dekadenz und Korruption. Das Zweistromland gilt sowohl als Wiege der Wissenschaften als auch als Symbol für Willkür, Gewaltherrschaft und Größenwahn. Der Autor erklärt, wie es in Mesopotamien zu diesen für die Menschheitsgeschichte entscheidenden Entwicklungen kommen konnte. Er verfolgt Aufstieg und Niedergang der Reiche von Sumer, Akkad und Babylon und erläutert die Rolle einwandernder Völker wie Amurriter, Kassiten und Hurriter. Er beleuchtet Politik, Gesellschaft, Religion, Kultur und Alltag im Zweistromland von den Anfängen bis zum Einmarsch der Perser in Babylon um 539 vor Christus und bietet so einen kompakten Überblick über Geschichte und Archäologie der Völker Babylons.

Michael Jursa

Die Babylonier C.H.Beck Verlag, 2004
Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN: 3 406 50849 9
7,90 Euro


Ein kleiner, überschaubarer Band, der es in sich hat: Informativ und spannend schildert Michael Jursa, Professor für Altorientalistik an der Universität Wien, die Geschichte einer der ältesten Hochkulturen der Welt. Dabei erscheint Babylon in einem anderen Licht, als es der legendäre Turmbau zu Babel, ein Symbol menschlicher Vermessenheit, und das Bild von der Hure Babylon als Ausdruck für den Verfall der Sitten nahelegen. Die Babylonier entwickelten frühe eine Schrift und verfügten über ein beeindruckendes sternenkundliches, medizinisches und mathematisches Wissen. Und nicht zuletzt verdanken wir dem Volk aus dem Zweistromland die Überlieferung des Gilgamesch-Epos, eines der Hauptwerkes der Weltliteratur. In seinem Buch behandelt Jursa darüber hinaus in einzelnen Kapiteln die Themen Wirtschaft, Gesellschaft und Religion, jeweils in kurzer, gut lesbarer Form.

Frank Rainer Scheck

Die Weihrauchstraße

Von Arabien nach Rom - Auf den Spuren antiker Weltkulturen
Komet Verlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 354 Seiten
ISBN: 978 389836 610 6
9,95 Euro


Die Oase Tayma, in der der babylonische König Nabonid während seiner Regentschaft zehn Jahre verbracht hat, liegt an einer überaus bedeutenden historischen Handelsroute, auf der die Wohlgerüche des Orients durch die Wüste in den Okzident gelangten. Auf der etwa 3000 Kilometer langen Weihrauchstraße transportierten die Karawanen vor allem Weihrauch, Safran und Myrre, aber auch andere Aromastoffe wie Balsam und Zimt. Der Autor Frank Rainer Schenk nimmt seine Leser mit auf eine packend erzählte Reise vom Süden Arabien vorbei an Mekka, Medina und der Nabatäer-Hauptstadt Petra, Amman und Dasmaskus bis nach Rom, wo die Düfte aus dem Orient im Kampf gegen den alltäglichen Kloakengeruch der antiken Metropole überaus begehrt waren. Mehr als ein Jahrtausend lang verband die Weihrauchstraße zwischen etwa 600 vor Christus und 500 nach Christus das Morgen- mit dem Abendland, der Handelsweg war also eine faszinierende Brücke zwischen den unterschiedlichen Kulturkreisen.

Walter Ameling, Hans-Joachim Gehrke, Frank Kolb

Antike Metropolen

Theiss Verlag, 2006
Gebundene Ausgabe, 128 Seiten
ISBN: 978 3 8062 2060 3
24,90 Euro


Bis heute beeindrucken uns die versunkenen Städte alter Kulturen. Namen wie Babylon, Hattuylon, Hattusa, Persepolis, Alexandria oder Karthago künden von dem Zauber einstiger Machtzentren. Athen und Rom symbolisieren das klassische Altertum und sind nach wie vor Anziehungspunkte für alle, die sich mit der Antike beschäftigen. Acht renommierte deutsche Altertumswissenschaftler erzählen in dem reich illustrierten Band die Geschichte von acht großen Metropolen der Antike. Sie lassen Politik, Wirtschaft und Kultur vergangener Zeiten wieder lebendig werden.

Wolfgang Korn

Mesopotamien - Wiege der Zivilisation

6000 Jahre Hochkulturen an Euphrat und Tigris
Theiss Verlag, 2004
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
ISBN: 978 3 8062 1851 0
36 Euro


Über Jahrtausende stürmten Völker aus Norden und Osten, seit Alexander dem Großen auch aus dem Westen in das Zweistromland. Sie verwandelten Mesopotamien zum Kampfplatz und zum Schmelztiegel, der die multikulturelle Grundlage der eurasischen Zivilisation bildete. Von neuen Erkenntnissen über die Neolithische Revolution im fruchtbaren Halbmond bis zu den jüngsten Ereignissen im Irak spannt sich der Bogen der Geschichte Mesopotamiens. Dabei legt der Wissenschaftsjournalist und Historiker Wolfgang Korn Kontinuitäten und Brüche des Ost und West verbindenden Erbes zwischen Euphrat und Tigris frei.In seinem höchst anschaulich geschriebenen Buch stellt der Autor neueste Forschungsergebnisse von der ausklingenden Steinzeit bis zur jüngsten Vergangenheit vor - illustriert mit zahlreichen kurz vor Kriegsbeginn aufgenommenen Fotos sowie Satellitenbildern archäologischer Stätten, die heute nicht mehr zugänglich oder zum Teil zerstört sind. So wurden die weltweit ersten Kulttempel auf dem Göbekli-Tepe nicht von Bauern, sondern von nomadisierenden Jägern errichtet. Auch hat der Vater der abendländischen Medizin, Hippokrates, von babylonischen Ärzten wortwörtlich abgeschrieben. Und während fast alle Kulturen des östlichen Mittelmeerraums in der Spätbronzezeit untergingen, wurde die nordsyrische unter dem Kult des Wettergottes von Aleppo weitergeführt.

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