Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Philipp Adlung, Claus von Carnap-Bornheim, Timo Ibsen, Anatoli Valujev (Hrsg.)

Die Prussia-SammlungDer Bestand im Museum für Geschichte und Kunst Kaliningrad
Hauschild Verlag, Schleswig 2005
Gebundene Ausgabe, 112 Seiten
ISBN: 978 3 8975 7307 9
19,90 Euro


Die legendäre Königsberger Prussia-Sammlung umfasst vor dem Zweiten Weltkrieg fast eine halbe Million Exponate und gilt noch immer als die vielleicht bedeutendste archäologische Kollektion, die die wechselhafte Geschichte Ostpreussens und des Volkes der Prussen dokumentieren. In den Wirren der letzten verschwand die Sammlung aus dem Königsberger Schloß und war größtenteils verschollen, bis 1999 einige Stücke überraschend wiederentdeckt wurden. Seither ist sie selbst Gegenstand archäologischer Forschung geworden. Über 30.000 Artefakte wurde bislang wiederentdeckt, restauriert, katalogisiert und archiviert.

Der umfangreich illustrierte Band bietet dem Leser anhand der wichtigsten Fundstücke einen kundigen Überblick über die Geschichte des Nordosten Europas, von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter. Die Texte stammen von den an den Ausgrabungen beteiligten Archäologen und geben detailliert Auskunft über die bewegte Geschichte der Prussia-Sammlung.

Jürgen Manthey

Königsberg - Geschichte einer Weltbürgerrepublik

Dtv premium, 2006
Broschiert, 735 Seiten
ISBN: 978 34233 4318 3
17,50 Euro


Königsberg gilt als die Stadt, in der die moderne Philosophie, die moderne Literatur und die moderne Politik Deutschlands erfunden wurde. Die Ideen von Kant, Hegel, Kleist und vielen anderen überlebte die ostpreussische Metropole, deren Geschichte Jürgen Manthey in die Gegenwart holt. Vor über 750 Jahren wurde die Burg Coningsberg errichtet, 1945 lag die Stadt in Schutt und Asche. Der Autor porträtiert die Menschen, denen die Stadt ihren Ruf verdankt. Er schafft so eine lebendige Beschreibung des alten Königsbergs.

Claudia Banck

Auf den Spuren der Wikinger und Slawen

36 Ausflüge in die Vergangenheit
Theiss Verlag, 2006
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
ISBN: 978 3 8062 1844 2
24,90 Euro


Ein buntes Gemisch an Völkern und Kulturen prägte im frühen Mittelalter den Norden und Osten des heutigen Deutschlands. Hier siedelten slawische Fürsten und Bauern - Sorben, Wilzen und Obodriten - die seit 600 n. Chr. aus Ost- und Ostmitteleuropa eingewandert waren. Hier lebten in unmittelbarer Nachbarschaft im Norden die Wikinger, einfache Bauern, Siedler und Kaufleute, ebenso wie außergewöhnlich tüchtige Seefahrer, kühne Entdecker neuer Welten und plündernde Seeräuber. Auch fränkische Missionare und deutschsprachige Siedler hinterließen ihre Spuren in dieser Gegend. Sie lebten und handelten miteinander, aber sie bekämpften sich auch untereinander.

Der reich bebilderte Band lässt diese bewegte Zeit erlebbar werden. In ihren fachkundigen und gleichzeitig unterhaltsamen Texten stellt Claudia Banck die wichtigsten noch sichtbaren Zeugnisse der Wikinger und Slawen vor. Von Schleswig über Lübeck bis Usedom und von Rügen über Berlin bis nach Görlitz ordnet sie ihre Streifzüge durch die Geschichte nach touristischen Regionen. In speziellen Themenkästen veranschaulicht die Autorin Kultur, Geschichte, Religion und Alltag der verschiedenen Völkergruppen. Durch Karten und weiterführende Besucherinformationen wird das Buch zu einem nützlichen Reisebegleiter und kompakten Überblickswerk zugleich.

Claus von Carnap-Bornheim, Christian Radtke (Hrsg.)

Es war einmal ein Schiff Archäologische Expeditionen zum Meer
Marebuchverlag, 2007
Gebundene Ausgabe, 360 Seiten
ISBN: 978 3 86648 053 7
34,90 Euro


Das Buch spannt einen Bogen von der jungsteinzeitlichen Hochseeschifffahrt über die römische Eroberung des nordeuropäischen Küstenraumes bis hin zum Mittelalter und den Wrackfunden aus der Wikingerzeit. Der Leser erfährt so, wie sich die Menschen der ur- und frühzeitlichen Gesellschaften mit dem Meer und seinen Möglichkeiten auseinandersetzten. Nicht immer sind es dabei nur die spektakulären Schiffsfunde, die zu aussagekräftigen Befunden führen, sondern beispielsweise auch die maritimen Forschungen im nordfriesischen Wattenmeer, anhand derer die Geschichte der eindrucksvollen Landschaft nachvollziehbar wird. Der von Claus von Carnap-Bornheim und Christian Radtke herausgegebene Band beweist eindrucksvoll, wie spannend Meeresarchäologie ist.

Anita Pomper, Rainer Redies, Andrè Wais (Hrsg.)

Archäologie erleben

Ausflüge zu Eiszeitjägern, Römerlagern und Slawenburgen
Theiss Verlag, 2004
Gebundene Ausgabe, 176 Seiten
ISBN: 978 3 8062 1858 9
24,90 Euro


Der Reiseführer, herausgegeben von der Redaktion der Zeitschrift Archäologie in Deutschland, stellt einige der interessantesten archäologischen Stätten Deutschlands vor. Dabei handelt es sich in erster Linie um Freilichtmuseen mit Rekonstruktionen, aber auch bedeutende Bodendenkmäler und Einzelobjekte, die meist durch Rundgänge oder Wanderungen erschlossen werden.

38 detailliert beschriebene Ziele, an denen unsere Geschichte von der Steinzeit bis ins hohe Mittelalter anschaulich und lebendig wird. Vielfach ist unser Wissen heute so fundiert und detailreich, dass die Entwicklung der Spezies Mensch, das Werden und Vergehen ganzer Völker, die Entwicklung von Religion und Kunst, von Handel und Handwerk, von Kleidung und Ernährung, ja sogar Einzelschicksale nachvollzogen und dargestellt werden können.Das Buch begleitet die Leser mit detaillierten, reich illustrierten Texten zu den stummen, aber dennoch beredten Zeugen unserer frühen Geschichte, zu den Lagern der Eiszeitjäger, zu Fürstensitzen und Oppida der Kelten, zu wikingerzeitlichen Handelsplätzen an Ost- und Nordsee, Römerstädten und mittelalterlichen Pfalzburgen.

Annemarieke Willemsen

Wikinger am Rhein 800 - 1000 Theiss Verlag, 2004
Gebundene Ausgabe, 192 Seiten
ISBN: 978 3 8062 1909 8
14,90 Euro


Die Wikinger galten lange als wilde, metsaufende Raufbolde, furchtlose Seeräuber und brutale Sklavenhändler, die über vier Kontinente herfielen, plünderten, brandschatzten und mordeten. Erik Blutaxt, Ivar der Knochenlose und Geirmundr Höllenhaut: ihre Namen waren Programm. Doch in jüngster Zeit entwickelt sich ein neues Bild: Die wilden Invasoren aus dem Norden werden zu unerschrockenen Kämpfern und wagemutigen Pionieren, die - von Abenteuerlust getrieben - auf ihrer Landsuche bis nach Amerika kamen. Im öffentlichen Bewusstsein nicht verankert ist dagegen: Nach 850 wagten die skandinavischen Piraten ihre Vorstöße gar mitten ins Herz des riesigen Karolingerreiches, den Rhein hinauf 881 bis nach Bonn und weiter.

Was haben die Wikinger mit Deutschland zu tun? War die Wikingerzeit wirklich nur eine kurze, stürmische Periode? Oder handelte es sich vielmehr um eine gewaltsame Übergangsphase in einer langen Kontinuität wirtschaftlicher, kultureller und sogar politischer Kontakte? Im Jahr 2004 beleuchteten eine große internationale Ausstellung und das Begleitbuch erstmals die unruhige Zeit zwischen 800 und 1000 in einem der am heftigsten durch Wikingereinfälle gebeutelten Landstriche Europas, am Rhein. Köln, Bonn, Aachen, Neuss, Utrecht und Lüttich, ja sogar die Abtei Prüm in der Eifel fielen den Plünderzügen der Nordmänner zum Opfer. In den Blick kommen sowohl die Leid tragende Bevölkerung als auch die technische Seite der Überfälle wie Schiffe und Waffen. Dabei wird deutlich, dass die Wikinger nicht nur nach Ruhm, Beute und Reichtum gierten, sondern auch an der Kultur der Karolingerzeit interessiert waren. Über den Rhein gelangten karolingische Modetendenzen in Schmuck und Kleidung und sogar das Christentum nach Skandinavien.

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