Literatur und Links

Buchtipps und weitere Informationen aus dem World Wide Web

Vulkane faszinieren Vulkanologen und Amateure gleichermaßen. Diese Begeisterung wird auch in der Vielfalt an Literatur deutlich, die nahezu alle Facetten, von der minutiösen, fast schon romanartigen Schilderung einzelner Ausbrüche bis zur hochwissenschaftlichen Erklärung von Lavaströmen, abdeckt. Eine kleine Auswahl an Büchern soll den Einstieg in die Beschäftigung mit den Feuer speienden Bergen erleichtern und das Interesse auf Mehr wecken.

Ausbrechender Vulkan mit Lava

Hans-Ulrich Schmincke

Vulkanismus

Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt , 2006
Gebundene Ausgabe, 264 Seiten
ISBN: 978-3534174713
24,90 Euro


Der Leibniz-Preisträger und Vulkanologe Prof. Hans-Ulrich Schmincke schildert in seinem Buch wissenschaftlich korrekt und doch anschaulich die Entstehung von Vulkanen und ihren Begleiterscheinungen. Plattentektonik, die Beschaffenheit von Magma und die verschiedenen Vulkanbauten werden genauso ausführlich besprochen wie die Stärke von Vulkaneruptionen, deren Wirkung auf das Klima oder der Nutzen, der für die Menschen aus einem Vulkan entstehen kann.

Nebenbei erfährt der Leser aber auch, dass sich sogar Johann Wolfgang von Goethe mit Feuer speienden Bergen beschäftigt hat, nämlich als er den Laacher-See-Vulkan besuchte, dessen Ausbruch der gewaltigste Spätquartäre in Mitteleuropa war.

Felix Frank

Handbuch der 1350 aktiven Vulkane der Welt Ott-Verlag Bern, 2003
Gebundene Ausgabe, 192 Seiten
ISBN: 978-3722567921
39,80 Euro


Derzeit gibt es auf der Erde 1350 aktive Vulkane, deren detaillierter Beschreibung sich der Geograf Felix Frank angenommen hat. Zu jedem Vulkan rund um den Globus, von Europa bis zur Antarktis, von der Karibik bis Afrika oder vom zirkumpazifischen Feuerring bis zu Zentralasien, liefert er eine kurze Charakterisierung, die Eruptionsdaten und auch kleine Geschichten und Anekdoten rund um den Ausbruch.

Für Mutige hält das "Handbuch der 1350 Vulkane der Welt" auch noch die genauen Lagekoordinaten des Vulkans sowie ihre Gipfelhöhe bereit, so dass der betreffende Vulkan vor Ort genauestens in Augenschein genommen werden kann. Im Glossar werden ferner dem Laien Begriffe aus der Vulkanologie näher gebracht.

Jelle Zeilinga de Boer/Donald Theodore Sanders

Das Jahr ohne Sommer. Die großen Vulkanausbrüche der Menschheitsgeschichte und ihre Folgen
Magnus Verlag Essen, 2004
Gebundene Ausgabe, 271 Seiten
ISBN: 978-3884004128
12,95 Euro


Dass Vulkane ganze Zivilisationen zerstören können, zeigen Jelle Zeilinga de Boer und Donald Theodore Sanders. Sie beschreiben "die großen Vulkanausbrüche der Menschheitsgeschichte und ihre Folgen", die oft verheerend waren. Der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus legte Pompeji und Herculaneum in Schutt und Asche, die Eruption des Krakatau 1883 kostete über 36.000 Menschen das Leben, von der Vulkaninsel selbst blieb fast nichts mehr übrig.

Die Autoren schildern insgesamt neun Vulkanausbrüche und beschreiben auch, warum es gerade an diesen Stellen zu Vulkanismus kommt. Daneben werden die geschichtlichen und kulturellen Auswirkungen der Eruptionen eingehend thematisiert.

Walter L. Friedrich

Feuer im Meer.

Der Santorin-Vulkan, seine Naturgeschichte und die Atlantis-Legenden
Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, 2004
Gebundene Ausgabe, 264 Seiten
ISBN: 978-3827415820
51,00 Euro


Die Insel Santorin ist nicht nur bei Griechenland-Urlaubern beliebt, sondern auch bei Vulkanologen. Zahlreiche Theorien ranken sich um den Ausbruch des Vulkans vor 3500 Jahren, der das antike Thera zerstörte und vielleicht sogar die minoische Kultur auf Kreta. Walter L. Friedrich beschäftigt sich nicht nur mit dem Ausbruch des Vulkans selbst, sondern auch mit seiner Naturgeschichte.

Besonders ungewöhnlich für ein wissenschaftliches Werk ist, dass er die Eruption des Santorin-Vulkans in Beziehung mit der Atlantis-Legende bringt. Das Buch bezieht neueste wissenschaftliche Untersuchungen mit ein und eignet sich für Laien wie Profis gleichermaßen.

Simon Winchester

Krakatau. Der Tag, an dem die Welt zerbrach. 27. August 1883
Knaus Verlag München, 2003
Gebundene Ausgabe, 368 Seiten
ISBN 978-3813502244
23, 90 Euro


"Und dann, ohne Vorwarnung, von Westen her über das Meer - plötzlich ein Knall." So beschreibt Simon Winchester in "Der Tag, an dem die Welt zerbrach", jene schicksalhaften Vorgänge, als am 27. August 1883 der Krakatau südlich von Sumatra ausbrach. Zehntausende verloren ihr Leben, 165 Orte verschwanden von der Landkarte, vier Flutwellen von 41 Meter Höhe rasten über das Meer. Fast schon minutiös zeichnet der Autor die Vorgänge nach und erweckt eine längst vergangene Zeit wieder zum Leben.

Gedichte, die nach dem Ausbruch geschrieben wurden, haben genauso Eingang in das Buch gefunden wie die Auswirkungen der Eruption auf das Klima oder andere Veränderungen, wie beispielsweise das Nachglühen nach einem Sonnenuntergang oder ungewöhnliche Verfärbungen des Mondes. Alte Fotographien und Zeichnungen ergänzen die Erzählungen.

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