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Dan Brown

Sakrileg

Gebundene Ausgabe, 605 Seiten
Lübbe Verlag, Februar 2004
ISBN: 3785721528
19,90 Euro


Was wurde nicht alles über das Buch von Dan Brown bereits geschrieben, diskutiert, analysiert und gefachsimpelt. Fakt ist immerhin: Das Buch des amerikanischen Bestseller-Autors ist Fiktion, auch wenn Brown seine Geschichte mit allerlei historisch belegten Ereignissen und real existierenden Kunstgegenständen anreichert. Genau das ist es wohl, was die Faszination des Buchs ausmacht. Die Schauplätze von "Sakrileg" sind für Jedermann einsehbar, findige Reiseunternehmen bieten gar geführte Touren zum Buch an.

Dass auch Hollywood nicht darum herum kommt, ein so erfolgreiches Werk zu verfilmen, versteht sich von selbst. Am 18. Mai diesen Jahres wird sich Tom Hanks als Robert Langdon auf die Jagd nach dem "Da-Vinci-Code" machen, unterstützt von weiteren namhaften Schauspielern wie Sir Ian McKellen, Jean Reno und Paul Bettany.

Vom wissenschaftlichen Standpunkt gesehen ist Browns "Sakrileg" - bei allen geschichtlichen Bezügen - lediglich die geschickte Verquickung von Mythen, Verschwörungstheorien und bisweilen abenteuerlichen "Fakten" so genannter Grals-Experten - unterhaltsam und spannend zu lesen - mehr aber nicht.








Henry Lincoln, Michael Baigent, Richard Leigh

Der Heilige Gral und seine Erben Broschiert, 427 Seiten
Lübbe Verlag, August 2004 (12.Auflage)
ISBN: 3404770021
5 Euro


"Der Heilige Gral und seine Erben" des Autoren-Trios Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leigh ist durchaus als Wegbereiter für Dan Browns Bestseller zu bezeichnen. In dem 1982 erstmals erschienen Buch gehen die drei Briten unter anderem auch der Frage nach, wie Saunière zu seinem Reichtum gelangte. Sie spekulieren über geheime Botschaften in der kleinen Kirche von Rennes-le-Château und legendäre Schätze aus der Vergangenheit, die der ahnungslose Priester gefunden haben soll.

Die Schlussfolgerungen von Lincoln und seinen Co-Autoren sind weitestgehend spekulativ und ihre angeblichen Beweise für ihre Theorien alles andere als schlüssig.

Der Mythos von Rennes-le-Château und der Blutlinie von Jesu ist letztlich nichts weiter als ein raffiniert gewobenes Netz aus Fiktion und Fakten - mit dem Unterschied, dass die Autoren anders als Dan Brown ihren Stoff als Sachbuch verkaufen. In gewisser Weise ist das Buch sicher empfehlenswert - wenn man sich vergegenwärtigt, was wahr und was falsch ist rund um den "Heiligen Gral und seinen Erben".

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