Houdini - Spiel mit dem Tod

Stunts und Tricks des Meistermagiers

Nur wenige Menschen schaffen es, schon zu Lebzeiten zu einem Mythos zu werden: Harry Houdini, Illusionist und Entfesselungskünstler, gehört dazu. Neben seinen atemberaubenden Stunts und Befreiungsaktionen gilt er als der erste Popstar und Unterhaltungskünstler der amerikanischen Massenkultur. Als er 1926 mit nur 52 Jahren stirbt, geben ihm Zehntausende das letzte Geleit in New Yorks Straßen. Sein Tod hat zu Spekulationen Anlass gegeben: Wurde der Meistermagier ermordet, weil er gegen Betrüger in seiner Branche vorging?

Harry Houdini, als Erik Weisz 1874 in Ungarn geboren, wächst in großer Armut auf und emigriert früh mit seinen Eltern nach New York. Mit 16 Jahren fängt er an zu zaubern, mit 20 heiratet er seine geliebte Bess, die ihm jeden Abend in seiner Show zur Seite steht. "Terra X" inszeniert diese Shows in aufwändigen Spielszenen und lässt dabei eine Welt wieder auferstehen, die in die Anfänge der Zauberei des beginnenden 20. Jahrhunderts zurückführen. Bald erregt Houdini Aufsehen mit sensationellen Entfesselungsaktionen, die er immer weiter ausfeilt und bei denen er nicht selten sein Leben riskiert.

Er tourt durch die Welt, tritt in Hamburg, Paris, London und Moskau auf und geht als weltbekannter Meistermagier später dazu über, die grassierende Mode von Geisterbeschwörungen und Séancen als Scharlatanerie zu entlarven. Sein Biograf, William Kalush, glaubt deshalb fest daran, dass Houdini ein Opfer der sogenannten Spiritisten wurde - Grund genug, ihn zu töten, hätten sie gehabt.

Illusion oder Wirklichkeit?

Reenactment: Harry Houdini und seine Frau bei einem Zaubertrick
Houdini und seine Frau bei einem Zaubertrick. (Spielszene) Quelle: ZDF/IFAGE

Aufwändige Reenactments erzählen das Leben Houdinis, das reich an Höhepunkten ist und sprichwörtlich die amerikanische Idee vom Tellerwäscher zum Millionär und Star verkörpert. Bis heute fühlen sich Illusionisten auf der ganzen Welt Houdini verbunden. Seine Tricks werden auch heute noch präsentiert und weiterentwickelt.

Die "Terra X"- Dokumentation geht aber auch der wissenschaftlichen Frage nach, warum unser Gehirn immer wieder auf magische Tricks und Täuschungen reinfällt. Dafür werden die renommierten Neurologen Stephen Macknik und Susana Martinez-Conde aus Phoenix, Arizona, mit ihrer einzigartigen Forschung zur "Neuromagie" vorgestellt und interviewt. In ihrem einzigartigen Labor geht es darum, herauszufinden, warum das menschliche Gehirn so anfällig für Tricks und Täuschungen ist.

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