"Mein Vater meinte, ich sei dumm"

Aus dem Leben Thomas Alva Edisons

Thomas Alva Edison gilt als einer der bedeutendsten Erfinder der Weltgeschichte. Viele seiner Errungenschaften sind für uns noch heute von entscheidender Bedeutung.

"Ich hatte immer das Gefühl, dass mein Lehrer mich nicht mochte und mein Vater meinte, ich sei dumm." Kaum zu glauben, aber das Zitat stammt von Thomas Alva Edison, dem Mann, der den Menschen das elektrische Licht in die Häuser brachte. Seine 1093 patentierten Entdeckungen erleichtern uns noch heute das Leben.

Kindheit und Jugend

Der Sohn eines Holz- und Getreidehändlers wird am 11. Februar 1847 in Milan, Ohio, geboren und entwickelt schon im Kindesalter eine ungeheure Wissbegier. Mit elf Jahren richtet sich Edison im Keller des väterlichen Hauses sein erstes Labor ein.


Um sich seine Experimente zu finanzieren, beginnt er mit 14 Jahren eine eigene Zeitung zu drucken und verkauft sie in Eisenbahnzügen. Edisons Ausgaben sind heiß begehrt, da er die neuesten Meldungen von den Bahntelegrafisten erhält. Sein Interesse für diese neue Form der Kommunikation ist geweckt.

Vom Angestellten zum Erfinder

Als Edison 1869 bei einem New Yorker Börsenmakler arbeitet, konstruiert er einen verbesserten Börsentelegrafen. Er verkauft das Patent für 40.000 Dollar. In den folgenden Jahren macht er weitere Erfindungen im Bereich der Telegrafie und gründet schließlich 1876 ein großes Forschungslabor in Menlo Park, New York. Hier werden mit einem Team aus zwölf Spezialisten bahnbrechende Erfindungen gemacht, unter ihnen der Fonograf, Filmaufnahmegeräte und das Kohlekörnermikrofon, ein Bestandteil des Telefons.


1877 wendet sich Edison dem Problem der Glühlampe zu. Mithilfe eines Kohlefadens konstruiert er eine Glühlampe, die viele Stunden lang elektrisches Licht spendet. Im Jahre 1854 hatte bereits der Deutsche Heinrich Göbel die erste Glühlampe gebaut, doch schaffte er es nicht, sie zu vermarkten. Edison geht sehr viel strategischer vor. Ihm ist klar, dass die Glühlampe nur dann Erfolg hat, wenn gleichzeitig Stromversorgung und Lampenfassungen etabliert würden. So nimmt er auch den Aufbau eines Stromnetzes in Angriff.

Edison setzt auf Gleichstrom

Überall in den Metropolen Europas und Amerikas entstehen Gleichstrom-Kraftwerke nach Edisons Plänen. Der Industrielle und Erfinder George Westinghouse erkennt bald die Nachteile des Gleichstromsystems, das nur einen kleinen Umkreis mit Energie versorgen kann. Um Energie über weite Strecken transportieren zu können, setzt er auf Wechselstrom. Der "Stromkrieg" entbrennt.

Obwohl sich Westinghouses System durchsetzen kann, geht Edison als einer der berühmtesten Erfinder in die Geschichte ein. Thomas Alva Edison stirbt im Alter von 84 Jahren am 18. Oktober 1931 in West Orange.

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