Mit Aluminiumstreifen gegen den Feind

Findiger Trick der Engländer macht deutsches Radar nutzlos

Krisensitzung in England. Watson-Watt ist als Berater geladen. Churchills Führungsstab sucht verzweifelt nach einem Mittel, endlich das deutsche Radar auszuschalten.

Im Juli 1943 starten englische Bomber zum Angriff auf Hamburg. Auf dem deutschen Radar sieht es wie eine gigantische Streitmacht aus. Schockiert erschießt sich ein Radaroperateur. Doch das deutsche Radar ist lediglich geblendet. Fast Unbehelligt werfen die Bomber ihre tödliche Last ab und entfachen einen Feuersturm.

Undifferenziertes Signal

Simple Aluminiumstreifen haben das Radar wirkungslos gemacht. Aus Flugzeugen abgeworfen, reflektieren sie ein gewaltiges, undifferenziertes Signal. Watson-Watt wehrt sich vehement dagegen. Schließlich ist er der Erfinder der Radartechnologie. Keinesfalls will er sie erblinden sehen. Und was geschieht, wenn die Deutschen zu dem gleichen Mittel greifen?


Doch in den folgenden Monaten werfen die Briten Milliarden Aluminiumstreifen bei Luftangriffen ab. Das Radar der deutschen Verteidigung wird nutzlos. Von Willisen und Erbslöh stehen in dieser schwierigen Zeit in ständigem Briefkontakt. Beide wissen, dass das Ende nur noch eine Frage der Zeit ist. Von Willisen prophezeit, dass der Tag der Invasion nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Verlorene Nachricht

In den Morgenstunden des 6. Juni 1944 beginnt der Sturm auf die Festung Europa. Die deutschen Radargeräte erfassen die Invasionsflotte bereits auf dem Ärmelkanal, Stunden bevor sie die Küste erreichen wird. Doch die Nachricht geht auf ungeklärte Weise verloren, die deutschen Truppen werden überrascht. Den Alliierten gelingt die Landung in der Normandie. Das Ende des Nazi-Regimes ist nicht mehr aufzuhalten. Nur ein Jahr später ist der Krieg entschieden. Das Deutsche Reich kapituliert bedingungslos

Nach dem Krieg beenden Von Willisen und Erbslöh ihre Partnerschaft. Erbslöh tritt ins Aluminiumwerk seines Bruders ein. Von Willisen repariert zunächst landwirtschaftliche Maschinen, gründet dann eine kleine Fabrik für Rundfunkgeräte. Aber er ist kein guter Kaufmann, die Firma geht in Konkurs. Und bald geraten die beiden deutschen Pioniere der Radartechnik in Vergessenheit. Watson Watt rühmt sich hingegen, der alleinige Erfinder dieser kriegsentscheidenden Technik und der Vater des Radars zu sein. Er gründet ein privates Unternehmen, um Ortungssysteme in der westlichen Welt aufzubauen.

Ein britischer Offizier rief aus: Die Atombombe beendete den Krieg, doch Radar gewann ihn. Inzwischen ist unsere Welt ohne Radartechnik nicht mehr vorstellbar. Ob Schifffahrt, Straßen- oder Luftverkehr, die Sicherheit des globalen Transportwesens ist abhängig von einem funktionierenden Radarsystem, dem wichtigsten Erbe des Duells im Dunkeln.

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