Monumente der Macht

Pyramiden und Grabanlagen

Der Name des Königs Skorpion steht am Anfang der langen ägyptischen Geschichte. Ihm folgten noch Hunderte von Pharaonen nach. Alle mit der gleichen politischen Aufgabe: Sie müssen das Reich einen und alles zusammenhalten. Aber wie? Eine gigantische, gemeinsame Anstrengung soll das leisten: der Pyramidenbau.

Tempel von Ramses II. Quelle: ZDF

Noch heute rätseln die Wissenschaftler wie es möglich war, aus Millionen von Steinquadern das siebente Weltwunder zu erschaffen.

Rätsel um die Bautechnik

Vielleicht benutzten die Pyramidenbauer eine zentrale Rampe. Doch das ist recht unwahrscheinlich, denn das Volumen der Rampe wäre größer als das der Pyramide selbst. Eine Spiralrampe macht nur Sinn, wenn sie in das Bauwerk integriert wird. Die beim Bau so wichtigen Messungen der Pyramidenecken sind bei dieser Rampe jedoch so gut wie unmöglich. Am wahrscheinlichsten ist die Anlage von mehreren Steilrampen. Schon bei 50 Metern Höhe sind 70 Prozent des gesamten Volumens erreicht. Archäologische Funde sprechen für diese Technik.

Das Geheimnis der Pyramiden wird wohl nie endgültig gelüftet werden. Sicher aber ist, dass diese gigantischen Bauvorhaben den Zusammenhalt der Gesellschaft entscheidend gefördert haben. Die Pyramiden sind wie ein Symbol für die Staatsidee: Pharao Cheops, der Gottkönig, steht an der Spitze der Gesellschaftspyramide. Er verbindet das Volk mit den Göttern, schafft Ordnung im Chaos. Das, was er und seine Nachfolger garantieren, fördert über viele Jahrhunderte die friedliche Entwicklung des ägyptischen Reiches.

Gesellschaftliche Orientierung

Der Pharao und seine Pyramide bilden den Schnittpunkt aller gesellschaftlichen Orientierung. Einerseits mehren Millionen von Menschen mit ihrer Hände Arbeit den Glanz des Gottkönigs; andererseits garantiert der ihnen die Ordnung ihres Zusammenlebens - ein Gesellschaftsvertrag.

Die Menschen im Alten Ägypten ziehen sprichwörtlich an einem Strang. Heute weiß man, dass der Pyramidenbau alles andere als nur ungeliebter Frondienst oder gar Zwangsarbeit für Sklaven war. Das warme Klima und der fruchtbare Schlamm des Nils erzeugten Überschüsse in der Agrarproduktion. Niemand musste Not leiden, wenn er hier zeitweise seine Arbeitskraft in den Dienst der gemeinsamen Sache stellte. So ist das siebente Weltwunder, die Pyramiden von Giseh, viel mehr als bloß eine gigantische Bauleistung. Die Pyramiden sind das politische Konzept, auf dem die Stabilität des alten Reiches beruhte.

Bauwerke und ihre Herrscher

Gigantische Bauwerke begleiten die gesamte 3000 Jahre lange Geschichte des Alten Ägypten. Bauwerke und ihre Herrscher: Die Pharaonin Hatschepsut und ihr Mitregent Thutmosis errichten einen gewaltigen Totentempel. Herrschaftsarchitektur. Genau wie die Säulenhalle von Karnak - von Königin Teje und Pharao Amenophis vor 3500 Jahrtausenden erbaut.

Das Monument als ewiger Machtanspruch. Bis heute haben die Namen der Pharaonen dem Vergessen ebenso getrotzt wie ihre Bauwerke. Echnaton, "Der von der Sonne erwählte" und Nofretete, "Die Schöne, die da kommt". Weltberühmt, in den nackten Fels gehauen, ist der Tempel Ramses II., dem Pharao, der 64 Jahre lang das Imperium beherrschte.

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