Mord am Hof des Pharao

Die Verschwörung um Ramses III.

Er war der letzte große Herrscher des ägyptischen Neuen Reiches, doch anscheinend wollte ihn jemand vom Thron stoßen: Schon seit Jahrtausenden weiß man von einer Haremsverschwörung. Jetzt fanden Forscher die genauen Umstände heraus.

Ramses III. gilt als letzter der großen Pharaonen. Er regierte etwa von 1187 bis 1156 vor Christus und starb mit großer Wahrscheinlichkeit bei einem Attentat. Mit ihm endet die Blütezeit Ägyptens.

Feinde aus Politik und Familie

Seine Herrschaft war geprägt von außenpolitischen Scharmützeln und Kriegen mit den umliegenden Völkern. Auch innenpolitisch gärte es, nicht zuletzt wahrscheinlich deshalb, weil es in der Familie des Pharao selbst nicht zum Besten stand.

Am Ende seines Lebens haben sich mehr als 30 Männer und Frauen aus seiner nächsten Umgebung verschworen, um eine der größten aller Straftaten zu begehen: Königsmord. So jedenfalls steht es in uralten Gerichtsakten, die auf verschiedenen altägyptischen Papyri überliefert sind.

Forscher bei der Untersuchung einer Mumie
Forscher bei der Untersuchung einer Königsmumie Quelle: ZDF/Barry Iverson

Sohn und Gemahlin als Mörder?

Unter den Angeklagten befand sich nicht nur eine Gemahlin des Pharaos, sondern auch sein eigener Sohn. Der Geschichte ist seit langem bekannt, doch bisher war sie nicht zu beweisen. Die Mumie des Herrschers schien äußerlich unversehrt.

Mittels aufwendiger medizinischer Untersuchungen legte ein Team aus deutschen und ägyptischen Wissenschaftlern neue Beweise im Fall Ramses III. vor: Der Pharao ist tatsächlich einem Mordkomplott zum Opfer gefallen.

Neue Indizien

Die Dokumentation rollt den Gerichtsfall anhand der alten Spuren sowie neuer Indizien noch einmal komplett auf. Am Ende gelingt den Wissenschaftlern nicht nur die Feststellung der Todesart, sondern auch die Identifizierung der Mumie eines der mutmaßlichen Mörder - der erstaunlicherweise am gleichen Ort seine letzte Ruhe fand wie sein Opfer.

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