Neue Wunderwaffe gesucht

Hunleys U-Boot-Projekt wird Wirklichkeit

Horace Hunley flieht von New Orleans nach Osten. Das 200 Kilometer entfernte Mobile ist sein Ziel. Wird ihm dort ein neuer Anlauf gelingen? Der Kommandant von Mobile verweist Hunley an eine kleine Armeefabrik. Dem leitenden Ingenieur, einem gewissen Lieutenant George Dixon, unterbreitet er neu ausgearbeitete Pläne.

Lieutenant Dixon hält Hunley für verrückt, der Seekrieg wird seit Menschengedenken auf und nicht unter dem Wasser gefochten. Doch Hunley hat den Befehl des örtlichen Kommandanten in der Tasche. Sobald er das notwendige Kapital aufgetrieben habe, werde mit dem Bau begonnen, - ohne wenn und aber. Dixon muss sich fügen und von diesem Tag an wird sein Schicksal mit dem Tauchboot verbunden sein.

Geheimnisvoller Club

Anfang 1863 leitet Hunley in der Nähe der feindlichen Linien eine verdeckte Operation. Er vermint den Mississippi gegen die Unionsschiffe, die über den Fluss immer tiefer ins Land vordringenden. Noch hat der Bau seines Unterseebootes nicht begonnen, ihm fehlen die Geldgeber. Da erreicht ihn ein Brief aus Mobile. Eine einflussreiche, finanzkräftige Gruppe lädt ihn zu einem Treffen ein.


In Mobile hat sich ein geheimnisvoller Club formiert: das so genannte Singer Corps. Eine Gruppe patriotischer Erfinder. Eine undurchsichtige paramilitärische Vereinigung, die eng mit dem konföderierten Geheimdienst zusammenarbeitet. Unionsschiffe versenken, die Blockade brechen, ist ihr Ziel. Hunleys U-Boot Projekt könnte genau in ihr Konzept passen. Bislang haben sie lediglich mit neuartigen Seeminen operiert.

Hohe Gewinne erhofft



Hunley stellt seine Pläne den versammelten Ingenieuren vor. 15.000 Dollar soll der Bau der neuen Wunderwaffe kosten, ein Drittel davon kann er aus eigener Tasche finanzieren. Das Singer Corps ist keine selbstlose Organisation. Die zu erwartenden Gewinne sind hoch. Verträge garantieren feste Summen für jedes Schiff, das durch ihre Erfindungen versenkt wird.

Zum ersten Mal in die Tiefe

Mit 10.000 Dollar beteiligt sich das Corps an dem Projekt. Dem Bau des Unterseeboots steht nun nichts mehr im Weg. Acht Männern soll es Platz bieten. Durch zwei Türme müssen sie sich in das Innere des Bootes zwängen. Fast drei Monate dauert die Bauzeit. Hunley sieht seinen Traum langsam Gestalt annehmen. Selbst der skeptische Dixon glaubt inzwischen an die Machbarkeit und schlägt vor, das Boot nach seinem Erfinder auf den Namen "Hunley" zu taufen.


Endlich ist das Tauchboot fertig. Nun soll es seine Seetüchtigkeit beweisen, im Juli 1863, dem dritten Jahr des Bürgerkrieges. McClintock kommandiert die "Hunley" bei der Jungfernfahrt und steuert das Boot zum ersten Mal in die Tiefe. Er drillt die Mannschaft, bis sie Schwielen an den Händen hat. Zur Übung tauchen sie unter einem ausgedientem Boot hindurch, schleppen an einer langen Leine eine Sprengladung hinter sich her und versenken ihr Ziel. Ist die "Hunley" die lang gesuchte Wunderwaffe?



Im amerikanischen Bürgerkrieg haben die Armeen der Südstaaten zunächst einen Sieg nach dem anderen errungen, beinahe Washington eingenommen. Doch dann werden die Schlachten immer blutiger. Der Norden scheint über unendliche Ressourcen zu verfügen, kann immer wieder gut ausgerüstete, frische Kräfte ins Feld werfen. Der Süden hingegen muss Proviant und Munition rationieren. Die Blockadepolitik zeigt ihre Wirkung.

Stadt im Würgegriff

Die schlecht ausgerüsteten Einheiten der Konföderierten werden immer weiter zurückgedrängt. Besonders eine Stadt befindet sich im unbarmherzigen Würgegriff: Charleston in South Carolina. In der Bucht vor Charleston war beim Angriff auf Fort Sumters der erste Schuss im Bürgerkrieg gefallen. Jetzt verteidigt das wehrhafte Fort den Eingang zum wichtigsten Atlantikhafen des Südens. Doch Tag und Nacht wird es von einer zunehmenden Zahl von Unionsschiffen unter Beschuss genommen. Jeden Tag prasseln hunderte Kanonenkugeln auf das Fort ein, verwandeln die Festung immer mehr in ein Trümmerfeld.

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