Operation Overlord

Planung und Strategie der Invasion

In den Morgenstunden des 6. Juni 1944 begann der Sturm der Alliierten auf die von Adolf Hitler deklarierte "Festung Europa".

Die Alliierten wussten genau, dass sie den deutschen Verteidigungsriegel rund um Europa nur in einer Materialschlacht aufbrechen konnten. Amerika hatte fast zwei Millionen Soldaten und ungeheure Mengen an Kriegsgerät nach Großbritannien verlegt.

Das Täuschungsmanöver

Die gewaltigen Befestigungsanlagen entlang der französischen Atlantikküste schienen nur auf den ersten Blick unüberwindbar. Als Generalfeldmarschall Erwin Rommel Anfang 1944 den Atlantikwall in der Normandie inspizierte, stellte er dort erhebliche Mängel fest. Hitler und viele seiner Generäle waren überzeugt, dass eine alliierte Invasion über die Meerenge zwischen Dover und Calais geplant sei. Nicht zuletzt auf Grund gezielter Fehlinformation.

Die Briten stellten im Osten von England Phantomarmeen auf - aus Gummipanzern und Pappattrappen. Ein einzigartiges Täuschungsmanöver, um die deutsche Aufklärung fehlzuleiten und vom tatsächlichen Aufmarschgebiet abzulenken. Der Plan funktionierte. Briten und Amerikaner hatten sich für die Seine-Bucht entschieden. An fünf Stränden sollten die Invasionstruppen gleichzeitig an Land gehen, auch an dem Küstenabschnitt "Omaha Beach". Wegen des ungünstigen Wetters wurde der Termin für den Angriff mehrmals verschoben.

Der Angriff

Ein kleines Zwischenhoch ermöglichte am 6. Juni 1944 den Angriff. Aus allen Teilen Südenglands näherten sich Konvois mit Truppen und Kriegsmaterial, Treibstoff und Ausrüstungsgütern in Richtung Normandie. Der größte Flottenverband aller Zeiten setzte sich in Bewegung mit mehreren tausend Schiffen, unterstützt durch Tausende von Flugzeugen.


Der deutsche Soldat Franz Gockel war damals mit seiner Einheit auf dem Plateau oberhalb von "Omaha Beach" stationiert. Als der Siebzehnjährige am frühen Morgen des 6. Juni 1944 einen Blick auf die raue See warf, konnte er kaum glauben, was sich vor seinen Augen abspielte. "Der ganze Horizont war voller Schiffe, Schiff an Schiff wie bei einer Parade. Noch bevor geschossen wurde, haben wir gesagt: Das sind ja mehr Schiffe als deutsche Soldaten."

Tatsächlich waren die deutschen Posten unterbesetzt. Mit einer erdrückenden Übermacht begann im Morgengrauen der Sturm auf die von Hitler deklarierte "Festung Europa".

Trotz aller Täuschungen und Tarnungen im Vorfeld verlief die "Operation Overlord" schwieriger als erwartet. Obwohl durch intensives Bombardement schwer getroffen, konnten die deutschen Verteidiger den Invasoren erhebliche Verluste zufügen. Die ersten Wellen der Landungstruppen gingen im deutschen Sperrfeuer beinahe vollständig unter. Nach erbitterten Kämpfen und hohen Verlusten auf beiden Seiten konnten die Küstenabschnitte in der Normandie gesichert werden.

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