Opfer oder Gegner?

Der afrikanische Büffel

Afrikanische Büffel können bis zu einer Tonne wiegen. Die riesigen Pflanzenfresser verteidigen sich vor allem mit ihren scharfkantigen Hufen. Ihre fürchterlichste Waffe sind jedoch die breiten, oft über 50 Zentimeter langen Horndolche. Die Wildrinder sind in riesigen Herden unterwegs. Gemeinsam bilden sie eine fast undurchdringliche schwarze Wand aus Muskeln, Hörnern und Hufen.

Büffelherde im Sonnenuntergang Quelle: ZDF,Beverly Joubert

Der afrikanische Büffel ist eine über weite Teile Afrikas verbreitete Rinderart. Die groß gewachsenen Bullen können bis zu 1,7 Meter Schulterhöhe erreichen und bis zu 3,4 Meter lang werden. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Unterarten. So sind der Steppenbüffel oder der Schwarzbüffel aus Ostafrika fast doppelt so groß wie die Verwandten aus den zentralafrikanischen Regenwäldern, beispielweise der Waldbüffel oder der Rotbüffel.

Büffelherde weidet Quelle: ZDF

Büffel sind typische Herdentiere. Sie durchwandern über Jahre immer wieder die gleichen Routen in ihrem Revier. Die Gruppen bestehen fast ausschließlich aus Weibchen mit ihrem Nachwuchs und zählen zwischen 50 und 500 Tieren. Nur zur Paarungszeit schließen sich Bullen der Herde an. Daneben existieren auch so genannte Junggesellenherden mit ausschließlich jugendlichen Bullen. Diese umfassen zwischen acht und 20 Tieren.

Büffel und Menschen

Afrikanische Büffel stehen auch angesichts ihres "Waffenarsenals" in dem Ruf, äußerst gefährlich zu sein, wenn sie sich bedrängt fühlen. Gerade ältere Einzelgänger oder verletzte Tiere sind hierbei zu nennen. Das können nicht nur Löwen zu spüren bekommen, sondern auch Menschen.

Zwei Büffel mit spitzen Hörnern Quelle: ZDF,Beverly Joubert

Allerdings ist davon auszugehen, dass die angsteinflößenden Geschichten von gezielten Büffelangriffen auf Menschen von Großwildjägern in die Welt gesetzt wurden, um ihre eigene Reputation nach einer erfolgreichen Jagd zu erhöhen. Tatsächlich ist es nämlich im Rahmen von organisierten Safaris nahezu problemlos möglich, sich in die Nähe dieser beeindruckenden Tiere zu begeben.

Büffel im Okawango-Delta

Die so genannten Kaffernbüffel, die die Familie der Rinder in Botswana vertreten, leben vorwiegend in Wäldern, Savannen und Grassteppen, immer jedoch in Wassernähe. Da die Tiere nur schlecht hören und sehen, müssen sie sich vor allem auf ihren Geruchssinn verlassen. Der warnt sie jedoch meistens frühzeitig vor ihrem einzigen, gefährlichen Feind: dem Löwen.

Büffel wittert Löwen Quelle: ZDF

In der Herde neigen die Büffel zwar dazu, in Gefahrensituationen fluchtartig das Weite zu suchen. Doch bei einem direkten Angriff verteidigen sich die Tiere und versuchen auch, ihren Nachwuchs mit allen Mitteln zu beschützen. Um einen ausgewachsenen Büffel zu reißen, benötigen die Löwen im Okawango-Delta somit einen mehr als ausgeklügelten Plan.

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