Palenque - Kleinod des Städtebaus

Vom "Goldenen Zeitalter" zur Dürreperiode

Am Ende des 19. Jahrhunderts ist eine Expedition in die abgelegenen Gebiete von Mexiko und Guatemala eine Mutprobe - Banditen bedrohen jederzeit Habe und Leben der Reisenden. Doch Don Teoberto gelangt ungeschoren nach Palenque.

Vor den Augen des Forschers erheben sich die Bauwerke und Denkmäler der Ruinenstadt noch schweigend und feierlich aus dem dichten Tropenwald - ihr Sinn und Zweck bleibt ihm aber verborgen. Was hatte die in Trümmern gefallene Stadt entvölkert - das Schwert, der Hunger oder die Pest? Auch Maler glaubte fest daran, dass die Antwort auf den Monumenten selbst eingegraben steht - doch wer kann sie lesen?

Die geheime Kammer



Eine kunstfertige und feinsinnige Bevölkerung hat auf den Hügelterrassen ein Kleinod des Städtebaus geschaffen. Der Turm des Königspalastes diente zur Beobachtung der Sterne - auch in Palenque war das astronomische Wissen ein Herrschaftsinstrument. Teobert Maler erkundet staunend und ratlos die alten Gewölbe. Er kann die Schriftzeichen nicht entziffern, die vom Leben stolzer Helden berichten. Er ahnt nicht, dass die Pyramide am Ende einer verschütteten Treppe tief unter ihm eine geheime Kammer birgt.

Verhüllt von einer Totenmaske aus Jade liegt dort inmitten von Schätzen der bedeutendste Herrscher von Palenque begraben. König Pakal begründete das "Goldene Zeitalter" der Stadt - durch seine Taten strahlt sein Charisma bis heute. Er entsprach ganz dem Ideal des mächtigen "Kriegerkönigs", wie er die gefangenen Rivalen demütigte und den Göttern als Opfer darbrachte. In langen Inschriften konnte er sich seiner glorreichen Siege rühmen.




Symbole des Todes

Die Symbole des Todes haben schon immer ihren unübersehbaren Platz in Palenque gehabt. Drohend blickt der Totengott von seinem Tempel auf die Stadt - wie eine dunkle Prophezeiung über das schreckliche Schicksal, das ihr bevorsteht.



In der Kältekammer des Geophysikalischen Instituts in Potsdam lagert die Beute des Forschungsschiffes "Joides Resolution": Bohrkerne vom Meeresgrund der Karibik. Professor Gerald Haug erhofft sich Auskunft über das Klima vergangener Zeiten. Der Wissenschaftler präpariert den Bohrkern für das hochmoderne Mikroröntgenfluoreszenz-Gerät.

Jahrtausenddürre




Das Gerät vermag die 1000 Jahre alten Bodenproben in zwei Millimeter dünnen Abschnitten - das sind jeweils fünf Klimamonate - zu durchleuchten und seine Zusammensetzung genau zu bestimmen. Die Laborwerte beweisen: Eine Jahrtausenddürre hat in drei Phasen die Region heimgesucht. Es geschah so plötzlich, dass die Bevölkerung völlig hilflos war.




Alfonso Morales sucht in Palenque nach einer ärchäologischen Sensation, er vermutet dort die Königsgräber und ist bereits auf Wandgemälde und Jadeschmuck aus der Blütezeit der Stadt gestoßen." Der Archäologe sieht durch die Analysewerte vom Meeresboden seinen Grabungsbefund bestätigt - es gab ein Desaster:




Mais - Nahrungsquelle Nummer eins

Für die Maya war Mais die Nahrungsquelle Nummer eins - wie bei ihren modernen Nachfahren, den Lakandonen. Doch die Pflanze hat erhebliche Nachteile: Sie braucht extrem viel Wasser und die Körner sind nicht lange genug lagerbar, wenn eine Ernte durch Dürre ausfallen sollte.

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