"Paris des Westens"

Metropole mit bewegter Geschichte

San Francisco hat rund 750.000 Einwohner und ist heute eine der wichtigsten Wirtschaftsmetropolen am Pazifik. Das so genannte "Paris des Westens" gilt als besonders europäisch und charmant. Sein einzigartiger Charakter ist über Jahrhunderte gewachsen und hat seinen Ursprung in einer bewegten Geschichte.

Drei wesentliche Ereignisse bestimmen die Geschichte des amerikanischen Westens: Die Entdeckung von Gold im American River, dann die Eisenbahnverbindung von West nach Ost - und das Beben von San Francisco im Jahre 1906.

Symbol für Optimismus und Erfolg

Der Goldrausch verwandelt San Francisco: Aus dem gemütlichen Grenzstädtchen wird ein "Eldorado", das immer mehr Glücksucher aus der ganzen Welt anlockt - unter ihnen auch Italiener, Franzosen und Deutsche. 1906 füllt ein Häusermeer mit fast 400.000 Einwohnern die Bucht. Das Werk engagierter Architekten, der Reichtum macht es möglich. San Francisco ist zum Symbol für Optimismus, Erfolg und einen gepflegten Lebensstil geworden.


Doch eine Stadt, die so schnell wächst, hat auch ihre dunklen Seiten. Rassismus, vor allem gegen chinesische Einwanderer, ist weit verbreitet. Gesetzlosen bietet die Stadt Anonymität.

Korruptionsskandale

Dabei gehen die kriminellen Machenschaften nicht immer von den Ärmsten aus. Vom Polizisten über die Händler bis hin zu den Politikern - jeder will auf seine Art am Goldrausch mitverdienen. Korruptionsskandale machen auch vor dem Rathaus nicht halt - und betreffen sogar den Bürgermeister persönlich.

Eugene Schmitz war eigentlich Musiker und Dirigent am "Columbia Theatre", bevor er zum Bürgermeister San Franciscos gewählt wurde. Sie nannten ihn den hübschen "Gene". Er war 1,80 groß, hatte einen festen Händedruck und besaß die Fähigkeit, sich die Namen aller Personen zu merken, die er traf. Er hatte eine charmante Persönlichkeit. Und diese Eigenschaft nutzte er, um an das Geld anderer zu kommen.

Volle Kassen, marode Feuerwehr

Am Abend vor dem großen Beben erfährt Eugene Schmitz, dass er ins Visier einer großen Korruptionsuntersuchung geraten ist und ein Untersuchungsausschuss eingeleitet wurde. Sein Amt ist gefährdet. Das Zusammentreffen der Ereignisse an diesem 17. April ist bemerkenswert. Es war das Ziel Präsident Roosevelts die illegalen Machenschaften von Polikern zu unterbinden und die Korruption in den amerikanischen Städten zu zerschlagen. Während der Bürgermeister die Kassen plündert, kämpft Dennis Sullivan, der Chef der Feuerwehr, seit Jahren vergeblich um die notwendige Modernisierung seiner Löschzüge.

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