Personenglossar

Folge 2: Verschwörung im Vatikan

Die wichtigsten Personen aus "Verschwörung im Vatikan" im Kurzporträt.

Personenglossar Imperium der Päpste Quelle: ZDF
Porträt von Papst Sixtus IV. Quelle: ,ZDF


Papst Sixtus IV. (Pontifikat 1471 - 1484) Francesco della Rovere (geboren am 21. Juli 1414 in Celle bei Savona, Ligurien, gestorben am 12. August 1484 in Rom) Nach seiner Wahl ernannte Papst Sixtus IV. prompt zwei seiner Neffen zu Kardinälen. Knapp drei Jahre später ernannte er einen Weiteren und auch nur wenig später noch ein Familienmitglied in ein hohes kirchliches Amt. Zusätzlich besetzte Papst Sixtus IV. viele weitere geistliche und weltliche Positionen mit Angehörigen. In seiner dreizehnjährigen Amtszeit ernannte er 34 Kardinäle, 6 davon waren Mitglieder seiner Familie. Die übrigen Ernennungen bestimmte grundsätzlich der politische und wirtschaftliche Nutzen. Er verewigte sich mit dem Bau der Sixtinischen Kapelle. Sie ist die große Kapelle des Papstpalastes im Vatikan und enthält mehrere der berühmtesten Gemälde der Welt. Sie ist zudem der Ort, an dem das Konklave und die Papstwahl abgehalten wird.

Porträt von Rodrigo Borgia Quelle: ZDF


Papst Alexander VI. (Pontifikat 1492 - 1503) Eigentlich Rodrigo de Borja y Borja (geboren am 1. Januar 1430 in Játiva bei Valencia, gestorben am 18. August 1503 in Rom) Er war nicht nur einer der auffäligsten Päpste seiner Zeit, sondern auch ein Renaissance-Fürst und ein Machtpolitiker. Während seiner Amtszeit hurte er herum und hielt sich Mätressen. Ein solches Verhalten wurde zu dieser Zeit auch Kirchenfürsten nachgesehen, sofern sie dabei auf Diskretion achteten. Er hatte bereits drei illegitime Kinder. Wie die meisten anderen Renaissance-Fürsten begnadigte er Verbrecher gegen Geldzahlungen und vergab Ämter an Meistbietende. Dem Kirchenoberhaupt standen darüber hinaus die Einnahmen aus dem Ablasshandel zu. Eine Besonderheit war, dass Papst Alexander VI. sich öffentlich zu seinen Kindern bekannte und sogar eine regelrechte Familienpolitik betrieb.


König Karl VIII.

Auch der Freundliche oder der Höfische genannt (geboren am 30. Juni 1470 in Amboise, gestorben am 7. April 1498 in Amboise) war König von Frankreich. Seine Schwester Anna führte für den damals erst 13jährigen Thronerben die Regentschaft von 1483 bis zu seiner Volljährigkeit 1491. Im selben Jahr vereinigte seine Heirat mit Anne de Bretagne diese Provinz mit Frankreich. Hauptereignis seiner Regierung war der Italienfeldzug, um die Ansprüche des Hauses Anjou auf Neapel geltend zu machen. Er wurde aber durch einen Bund zwischen Papst Alexander VI. und weiteren Herrschern wieder aus Italien vertrieben. Als Folge seiner Feldzüge findet die italienische Renaissance Eingang in Frankreich.

Porträt Cesare Borgia Quelle: ZDF


Cesare Borgia(geb. 13. September 1475 in Rom; gest. 12. März 1507 bei Viana, Spanien) war ein italienischer Renaissanceherrscher aus der Familie der Borgia. Cesare Borgia war der Sohn von Rodrigo Borgia, dem späteren Papst Alexander VI.. Cesare wurde mit sechzehn Jahren Bischof von Valencia, mit siebzehn dort Erzbischof und mit achtzehn Kardinal. Als Kardinal hatte er bis zu seiner Rückkehr in den weltlichen Stand die Rolle eines Kardinalnepoten inne. Auf eigenen Wunsch ließ ihn sein Vater schließlich von seinen geistlichen Ämtern befreien, so dass er sich ganz der Rückeroberung des Kirchenstaates widmen konnte.

Porträt von Julius II. Quelle: ZDF


Julius II. (Pontifikat 1503 - 1513) Bürgerlich Giuliano della Rovere (geboren am 5. Dezember 1443 in Albisola Superiore bei Savona/Ligurien, gestorben am 21. Februar 1513 in Rom). Er war ein Neffe von Papst Sixtus IV. Sein päpstlicher Onkel stattete ihn bereits früh mit Ämtern aus. Als Mann der Tat ist er durch Simonie (Kauf/Verkauf eines kirchlichen Amtes) auf den päpstlichen Thron gelangt. Danach verbot er unter schweren Kirchenstrafen für die Zukunft den Erwerb des Papstthrones auf diesem Wege. Unter seinem Pontifikat gelang ihm eine Wiederherstellung des Kirchenstaates. Die erhoffte Reform der Kirche war aber minimal. Seine militärischen Interessen waren sehr ausgeprägt. Er hatte keinerlei Hemmung, Menschen zu töten und er kannte keine Gnade. Zu seinem Schutz gründete er die bis heute im Vatikan bestehende Schweizer Garde.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet