Profil des Regenten

Reise in die Vergangenheit

Die Ermittlungen treten in eine neue Phase. Um den Mord aufzuklären, müssen sich die Agenten mit dem Leben des Opfers auseinandersetzen. Ein Profil des Regenten erstellen, das auch sein Umfeld und die Geschehnisse jener Zeit beleuchtet.

Schon Jahrhunderte vor Tutenchamuns Geburt verehrten die Ägypter den Schöpfer Amun als obersten Reichsgott. Die Priester in seinen Heiligtümern gehörten zu den mächtigsten Männern, zur Elite des Landes. Ihr Einfluss nahm ständig zu, bis sie eines Tages zu Rivalen des Pharao wurden.

Religiöse Revolution

1353 vor Christus besteigt ein neuer Herrscher den Thron. Amenophis IV., Tutenchamuns Vater. Er ist entschlossen, die Allmacht der Tempelhüter zu brechen. Amenophis zerstört, was seinem Volk seit Urzeiten heilig war - und löst damit eine religiöse Revolution aus. Der Ketzerkönig stürzt die traditionellen Gottheiten vom Sockel und ersetzt sie durch den Glauben an ein einziges, übergeordnetes Wesen. In Weihestätten von gewaltigen Ausmaßen verherrlicht er den Sonnengott Aton. Selbstbewusst nennt sich der Pharao fortan Echnaton - "der dem Aton gefällt".

Der Fanatiker hat viele Todfeinde. Möglicherweise liefert er das Motiv für den Mord an seinem Sohn Tutenchamun. Denn Echnaton verlegt das Machtzentrum von Theben nach Amarna. Mitten in der Wüste lässt er die neue Hauptstadt errichten. Dort stirbt der Regent im 17. Jahr seiner Herrschaft. Jüngste Erkenntnisse legen nahe, dass er Opfer eines Anschlags war. Die möglichen Täter: Amun-Priester. Das Reich stürzt ins Chaos.

Erbe auf wackligen Füßen

Erst vier Jahre nach Echnatons Tod tritt sein Sohn, der neunjährige Tutenchamun, die Nachfolge an. Sein Erbe steht auf wackeligen Füßen. Von seiner Thronbesteigung an schwebt der Junge in Lebensgefahr. Die Höflinge krönten das Kind zum Pharao, weil kein anderer zur Verfügung stand. Die Drahtzieher im Hintergrund verfolgen damit eigene Pläne. Der Knabe kann ihre Machenschaften nicht verhindern. Eine verschworene Gemeinschaft von Beamten entscheidet für den schwachen Herrscher, was im Land am Nil geschehen soll. Im Namen des Pharao wollen sie die alte Ordnung wieder herstellen. Mit einer Marionette im höchsten Amt. Ägypten steht erneut an einem Wendepunkt.

Schon bald nach der Zeremonie verlässt der kleine König Amarna. Mit seiner Halbschwester Anchesenamun reist der Junge nach Theben: in die alte Hauptstadt - und Heimat der Amunpriester. Eine Fahrt in eine ungewisse Zukunft, die er auf Geheiß seiner Berater unternimmt. Aus Staatsräson wurde er kurz zuvor mit Anchesenamun verheiratet. Geschwisterehen sind eine übliche Praxis. Als Nofretetes Tochter war das Mädchen ein Königskind und somit legitime Thronerbin.

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