Projekt Parthenon

Spannende Restauration

Im 5. Jahrhundert vor Christus, der Blütezeit Athens, lebten in der Stadt 300.000 Menschen. Nach einem langen Niedergang erreichte Athen erst im 20. Jahrhundert wieder diese Größe - heute hat die Stadt mehr als vier Millionen Einwohner.

Eines der aufregendsten Restaurierungsprojekte der Geschichte ist die Akropolis, der Burghügel mitten in der Stadt: Das uneinnehmbare Zentrum des antiken Athen. Auf der Akropolis steht das Parthenon, mit dem die Athener ihren Sieg über die Perser im Jahr 479 vor Christus feierten.

Zu Ehren der Siegesgöttin

2500 Jahre später wird das Monument komplett restauriert. Das berühmte Parthenon offenbart sich in nie da gewesener Weise. Zweistöckige Säulenemporen stützten das frei tragende Dach des Gebäudes, das die Bürger zu Ehren der Siegesgöttin Athene errichtet hatten. In der gewaltigen Eingangshalle stand ihre Statue - zwölf Meter hoch, mit Gold und Elfenbein geschmückt.
Die Werkstätten der Restaurateure stehen an der gleichen Stelle wie die Bauhütten der Antike. Das Parthenon soll auch renoviert das vertraute Bild einer Ruine bieten. Beschädigte Teile werden deshalb lediglich repariert oder ergänzt - und nur wenn unbedingt nötig, neu aus Marmorblöcken geschlagen.

Stein für Stein wird das Parthenon demontiert. Die Bausünden früherer Restaurierungen sollen behoben werden. Das Ziel der Architekten heute ist, historisch so korrekt wie möglich zu arbeiten. Dabei wächst der Respekt vor der ungeheuren technischen und logistischen Leistung der antiken Baumeister.

Stein gewordener Beweis

15 Jahre bauten die Athener an ihrem Parthenon. In dieser Zeit schufen griechische Gelehrte auch die Fundamente der modernen Wissenschaften. Pythagoras definierte die Grundlagen der Mathematik und Demokrit erklärte das Atom zum Ursprung aller Dinge. Bis heute ist das Parthenon der Stein gewordene Beweis für das Wissen und die überlegene Technik der alten Griechen.

Im Alltag Athens spielte die Religion eine große Rolle. Auch hierfür war das Parthenon ein sichtbares Zeichen, das über der Stadt thronte. Ein kunstvoller Fries, der einst das Parthenon krönte, illustriert das Verhältnis der Athener zu ihren Göttern. Der Fries war bemalt, aber die Farben sind längst verblichen. Das Relief zeigt die prachtvolle Prozession, mit der die Athener einmal im Jahr auf die Akropolis zogen um ihre Schutzpatronin Athene zu ehren.

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