Schatzgräber, Mäzen und "Jäger"

Carter, Carnarvon und Hawass im Porträt


Howard Carter

Howard Carter wurde 1873 in Swaffham, Norfolk, England als Sohn eines Malers geboren. Er brachte sich die Hieroglyphenschrift sowie Arabisch in jungen Jahren selbst bei. Schon im Alter von 17 Jahren machte sich der talentierte Zeichner auf den Weg nach Ägypten, wo er zum professionellen Ausgräber ausgebildet wurde. 1900 ernannte ihn die ägyptische Regierung zum Chefinspektor der Denkmäler Oberägyptens. Nach einem Streit zwischen Europäern und ägyptischen Arbeitern war er gezwungen seinen Posten niederzulegen. Er beschloss nun selbst auf Ausgrabung zu gehen. Mit Lord Carnarvons finanzieller Unterstützung entdeckte er schließlich 1922 das Grab Tutenchamuns. Sechs Jahre lang archivierte er akribisch fast 3000 Artefakte aus dem Grab. Carter verstarb im März 1939.


Lord Carnarvon

Der reiche Engländer Lord Carnarvon, geboren 1866, bewohnte einen der luxuriösesten Wohnsitze des Empires, Highclere Castle, im Süden Englands. Er widmete sich der Kunst und dem Sport, reiste viel und ging auf die Jagd. Der Lebemann und Fotograf besaß eines der ersten Automobile Englands. Nach einem Autounfall litt er an Atembeschwerden und folgte der Empfehlung seines Arztes ein Land mit trockenem Klima aufzusuchen. 1903 zog er nach Ägypten, was sich aufgrund seiner Kunstinteressen anbot.

Zunächst versuchte er sich selbst als Ausgräber, engagierte dann jedoch Howard Carter, da ihm die archäologischen Kenntnisse fehlten. Gemeinsam mit Carter waren der Lord und seine Tochter Evelyn die ersten, die das Grab Tutenchamuns betraten. 1923 starb Carnarvon an den Folgen einer Lungenentzündung und einer Blutvergiftung, die er sich durch das Aufschneiden eines Moskitostichs beim Rasieren zugezogen hatte. Legenden behaupten, der Strom in Kairo sei aus unerklärlichen Gründen direkt nach seinem Tode ausgefallen.


Dr. Zahi Hawass

Dr. Zahi Hawass wurde 1947 in Damietta, Ägypten geboren. Er studierte griechische und römische Archäologie in Alexandria und Ägyptologie in Kairo. 1987 promovierte der Fullbright - Stipendiat an der University of Pennsylvania. Im Anschluss war er zehn Jahre Generaldirektor der Giza Pyramiden. Seit 1996 ist er Ausschussmitglied des ägyptischen Museums in Kairo. Im Jahr 2000 erhielt er den "Golden Plate Award" für seine Bemühungen in der Denkmalpflege. Bis heute leitet er Restaurationsprojekte, darunter auch die Restauration der Sphinx. Seit 2002 ist der Experte für Ägyptologie Generalsekretär des "Supreme Council of Antiquities", einer ägyptischen Regierungsgesellschaft zum Schutze des nationalen Kulturerbes.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet