Spiel auf Zeit

Kampf um die Herrschaft noch nicht entschieden

Im Kampf um die Herrschaft sind für Marie Antoinette die Würfel noch nicht gefallen. Ein Doppelspiel scheint ihr das einzige Mittel, um die neue Verfassung zu verhindern. Ein junger Revolutionär wird ihr zum Werkzeug.

Glühend erfüllt von der revolutionären Idee, glaubt er die Königin für die neue Staatsordnung zu gewinnen. Sie signalisiert ihm Bereitschaft - und um kein Misstrauen zu erregen, willigt sie ein, ein offizielles Schreiben an ihren Bruder, Leopold II. von Österreich, abzufassen, das diesen auffordert, die neuen Herrschaftsverhältnisse in Frankreich anzuerkennen.

Alles nur Komödie

Die Revolution in Frankreich alarmiert die Monarchien Europas, doch zu einem Eingreifen können sich die Herrscher zu diesem Zeitpunkt nicht durchringen. In Wien geschieht zunächst nichts. Leopold II. scheint das Schicksal seiner Schwester beinahe gleichgültig zu sein. Zwei Tage nach der Aufforderung an ihren Bruder, das neue Frankreich anzuerkennen, lässt Marie Antoinette Leopold im Juli 1791 wissen, dass alles nur Komödie war:




Zeit gewinnen ist alles. Aus verschlüsselten Botschaften wird klar, was Marie Antoinette wirklich will. Die Niederschlagung der Revolution von außen. Spricht aus diesen Worten Verrat oder nur Verzweiflung? Eine Spezialistin für historische Handschriften untersucht das Schriftbild Marie Antoinettes auf graphologische Besonderheiten.




"Feige, wer sie verlässt"

Ein Ring der Königin wird zur Botschaft für ihren einzig verbliebenen Vertrauten, Hans Axel von Fersen. Die eingravierten Worte "Feige, wer sie verlässt" werden ihm zur Aufforderung unter Lebensgefahr von Brüssel nach Paris zu reisen. Am Abend des 13. Februar 1792 erreicht er unerkannt den Palast und begibt sich in die Gemächer der Königin. Als er am nächsten Tag geht, ist es ein Abschied für immer. In sein Tagebuch notierte der Graf für diese Nacht nur die Worte "Dort geblieben".

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