Strategien im 21. Jahrhundert

Die globale Erhöhung des Meerespiegels stellt die Menschheit vor große Probleme

Von Jahr zu Jahr häufen sich in unserer Zeit die Flutkatastrophen - die Wissenschaft spricht längst von Vorboten einer weite Landstriche überschwemmenden Flut. Werden wir das gleiche Schicksal erleiden, wie unsere Ahnen vor achttausend Jahren?

In Kiel finden sich Antworten auf solche Fragen. Wir leben in einem Zeitalter des Klimawandels. Der neueste UN-Klimabericht lässt keine Zweifel.

Eine Katastrophe, die dieses Mal keine dünn besiedelten Landstriche treffen wird, keine Völker, die einfach weiterziehen können. Der Homo sapiens des 21. Jahrhunderts hat keinen Platz, keine Ausweichmöglichkeiten mehr.

1953 wurden die Niederlande von einer verheerenden Sturmflut heimgesucht, 1.835 Menschen starben - Tausende Häuser wurden zerstört. Schon 20 Tage nach der Sturmflut bildete sich ein Gremium, um eine Wiederholung dieser Katastrophe zu verhindern.

Als Konsequenz der Flut von 1953 entstanden technische Meisterleistungen: die Deltawerke, der Brouwersdam, das Ijssel- und Oosterschelde-Wehr. 62 Tore schweben an riesigen Betonpfeilern über dem Wasser. Bei Sturmflut werden sie abgesenkt. Doch einem dauerhaft steigenden Meeresspiegel haben sie nicht genug entgegenzusetzen. Schon jetzt liegen mehr als 50 Prozent der Niederlande unter dem Meeresspiegel. Die

Delta Werke in den Niederlanden

Deltawerke sind nicht für einen Anstieg des Meeresspiegels von sieben Metern ausgelegt. Es wären riesige Umbauten notwendig, um dieselbe Sicherheit wie heute zu erreichen."

Die globale Erhöhung des Meeresspiegels ist ein Szenario, das selbst modernste Ingenieurskunst machtlos erscheinen lässt. Und auch die Klimaforscher aus Kiel haben klare Vorstellungen über die Konsequenzen.

Damit steht uns eine neue Superkatastrophe bevor. Und es sind keine Götter, die die nächste Sintflut verursachen. Die Menschheit entscheidet mit, ob sie auf einen globalen Super-GAU zutreibt, ob sie das Klimasystem ruinieren und ihre Existenzgrundlage zerstören will. Heute zweifelt die Wissenschaft nicht mehr daran, dass die Sintflut des Gilgamesch-Epos und der Bibel tatsächlich stattgefunden hat - vor achttausend Jahren, am Schwarzen Meer. Als Teil einer globalen Katastrophe durch den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels. Die Menschen am Ende der letzten Eiszeit hatten daran keine Schuld.

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