Suche nach Bodenschätzen

Kohle für die industrielle Revolution

Im Dunkel der Zeche reift in ihm der kühne Entschluss, die unbekannte Seite Englands zu dechiffrieren. Als Leitsterne dienen ihm Versteinerungen. Doch wohin führen die Schichten? Lassen sie sich Hunderte von Meilen entfernt wieder auffinden und anhand ihrer Fossilien identifizieren?

In ganz England will Smith prüfen, ob sich das Prinzip der Schichten wiederholt.

Vermögen mit Kohle



Vor 200 Jahren konnte man mit der Energiequelle Kohle ein Vermögen verdienen. Das brachte Smith auf die Idee, sein Wissen für die Schatzsuche zu nutzen.

Vor seinem geistigen Auge entsteht ein dreidimensionales Bild des Untergrunds. Wo treten die Formationen wieder zutage und wo tauchen sie wieder in die Tiefe? Ist ihre Folge im ganzen Königreich gleich - vielleicht sogar auf der ganzen Welt?

Beachtlicher Karrieresprung




Bei englischen Unternehmern und Landbesitzern wird Smith zum viel gefragten Jäger verborgener Reichtümer. William Smith ist erst 25 Jahre alt, da engagiert man ihn als Ingenieur für den Bau von Kanälen - ein beachtlicher Karrieresprung für den begabten Feldmesser. Durch sein Wissen über die geologische Beschaffenheit des Untergrunds, kann er die günstigsten Trassenverläufe erkunden. Außerdem bietet der neue Beruf eine einmalige Chance, seine Thesen von der Erdschichtung zu untermauern.

Auf einer Reise durch ganz England soll er sich kundig machen, wie Kanäle geplant und gebaut werden. In der Gegend um Bath gibt es noch Kanäle, an deren Bau Smith beteiligt war. Sie dienten dem Transport von Kohle, ein ausgebautes Straßennetz und Eisenbahnen gab es damals noch nicht.

Bizarre Sammlung




Smith nutzt die Mission für seine eigenen Interessen. Im ganzen Königreich jagt er den versteinerten Schätzen nach.





Nach seinen Exkursionen durch England beginnt Smith mit der Katalogisierung seiner bizarren Sammlung. Die Schätze aus den Tiefen der Zeit offenbaren ihm ein universelles geologisches Gesetz. Jedes Gestein kann anhand seiner Fossilien zweifelsfrei identifiziert werden.




Im Nationalmuseum von Cardiff ist der englische Geologe Hugh Torrens auf der Suche nach Beweisstücken für die Theorien von William Smith. Torrens ist selbst ein begeisterter Fossilienjäger und hat sogar neue Exemplare aufgespürt, die nach ihm benannt wurden. Am besten kannte sich Smith mit Ammoniten aus. Diese Tiere - den Tintenschnecken ähnlich - starben vor etwa 65 Millionen Jahren aus. Forschern dienen sie als Leitfossilien für die geologische Altersbestimmung. Smith indessen interessierte sich mehr für die Anwendung seiner Schichten-Kunde.

Schlichtes Gemüt




Als Sohn eines Dorfschmieds ist William Smith einer aus dem einfachen Volk, mit schlichtem Gemüt und walisischem Dialekt. Seine "verrückten Ideen" machen ihn selbst in heimatlicher Umgebung zum Außenseiter. Oft wird der spleenige "Schichten-Smith" verlacht, als einer, der wertlose Steine sammelt, die jeder Bauer auf seinem Acker findet. Als Mann von bescheidener Herkunft, der sich als Gelehrter aufspielen will. Ihm aber ist egal, was andere über ihn denken. Für William Smith zählt nur die Passion, die ihn zu neuen Ufern treibt. Smith bringt seine Theorie erstmals zu Papier. Es ist die Geburtsstunde eines geologischen Masterplans.

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