Südafrika - Land der guten Hoffnung

Lebensvielfalt zwischen den Ozeanen

Bilder aus dem Krüger-Nationalpark symbolisieren für viele die Natur Südafrikas. Doch das Land am Kap hat noch mehr zu bieten: ein zerklüftetes Gebirge mit über 3000 Meter hohen Gipfeln, ausgedehnte Wüsten, subtropische Landschaften und zwei Ozeane voller Leben, die sich am sturmumtosten Kap der Guten Hoffnung begegnen.

Kap der Guten Hoffnung (Luftaufnahme)
Kap der Guten Hoffnung (Luftaufnahme) Quelle: ZDF/Beate Seck

Einst waren Afrika und der südamerikanische Kontinent vereint. Mit dem Auseinanderdriften der Kontinentalplatten taten sich neue Ozeane auf. So entstand das Kap der Guten Hoffnung, das mit seinen vorgelagerten Klippen vielen Seefahrern zum Verhängnis wurde.

Paradies für Meerestiere

Vor der Südspitze Afrikas begegnen sich zwei gegenläufige Meeresströmungen, der kalte Benguelastrom und der warme Agulhasstrom. Sie sind die Ursache von hohen Wellen, unberechenbaren Turbulenzen und heftigen Stürmen. Was für die Segelschiffe, die in früheren Zeiten das Kap umrundeten, äußerst gefährlich werden konnte, ist für die Meeresbewohner in der Tiefe ein Quell üppigen Lebens. Wie in einem Trichter sammelt sich hier der Plankton, der riesige Sardinenschwärme anzieht. Zahlreiche Räuber - Haie, Wale und Delfine - folgen ihnen, auch Robben und Vögel werden von dem üppigen Nahrungsgebot angelockt. Einmal im Jahr treffen die Meerestiere am Kap zu einem der größten Naturspektakel unseres Planeten zusammen.

Die Landstriche im Westen Südafrikas sind trocken, karg und lebensfeindlich. Die extremen Bedingungen haben faszinierende Anpassungen hervorgebracht. In der Kalahari-Wüste trotzen Hunderte von Tierarten Hitze und lang andauernder Trockenheit. Erdmännchen nutzen ein komplexes Sozial- und Kommunikationssystem, um sich vor Räubern zu schützen und hier zu überleben.

Lebenskünstler in der Wildnis

Südafrika scheint in vieler Hinsicht von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der frühen Menschen gewesen zu sein. Immerhin hat man hier 164.000 Jahre alte Steinwerkzeuge ausgegraben, die unsere Ahnen benutzten. Forscher rätseln, ob sich die Ursprache der Menschheit möglicherweise bis heute erhalten hat - in der Klicksprache der San. Um dieses nomadische Jäger-Sammler-Volk ranken sich viele Geheimnisse. Sie sind herausragende Fährtenleser und stellen ihrer Beute oft tagelang nach. In einer unwirtlichen Umgebung haben sie gelernt, die kargen Ressourcen klug zu nutzen.

Im Krüger Nationalpark: Eine Löwin und eine Leaopardin streifen zwischen Nashörnern umher.
Nashörner, Löwin und Leopardin Text 3 Quelle: Ampersand

Bekannt ist Afrika vor allem als Heimat einzigartiger Tierarten: Elefanten, Nashörner, Löwen und Giraffen leben mit Gazellen und Buschböcken in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen. Auch faszinierende und tödliche Schlangen wie die Puffotter gehen hier auf die Jagd. Südafrika unternimmt große Anstrengungen, diese wertvolle Vielfalt zu schützen. Doch immer wieder konkurrieren die Interessen der Naturschützer mit denen der Menschen, die von ihrem Land leben müssen.

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