Supertiere des Wassers - Tiefe See

Film von Tina Weimer

"Terra X: Supertiere des Wassers - Tiefe See": Moderator Dirk Steffens vor einem Aquarium.

Dokumentation | Terra X - Supertiere des Wassers - Tiefe See

Das Meer ist der größte Lebensraum der Erde. In größeren Tiefen streifen sonderbare Kreaturen in der Dunkelheit umher und warten darauf, dass ihnen eine Mahlzeit über den Weg schwimmt.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFneo, 02.10.2016, 12:10 - 12:55
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2014
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Dirk Steffens erzählt, wie es ist, im tiefen Ozean zu leben und welche besonderen Anforderungen dieser Lebensraum an seine Bewohner stellt.

In der Tiefsee ist es stockdunkel, eiskalt, und das Wasser übt einen Druck aus, der selbst U-Boote zerquetschen würde wie eine Dampfwalze eine Getränke-Dose. Leckere Happen sind rar, und das knappe Nahrungsangebot macht erfinderisch: Es gibt Tiefseefische mit extrem dehnbaren Mägen und ausklappbaren Kiefern. Damit können sie Beute fangen, die größer ist als sie selbst und so für die Zeit bis zum nächsten Fang vorsorgen. Oft verleihen derartige Eigenschaften den Fischen ein geradezu groteskes Aussehen: Der Pelikanaal zum Beispiel erinnert mit einem riesigen Maul an einen Staubsaugerbeutel. Geistermuräne, Anglerfisch, Schleimaal und der Blobfisch, der aussieht wie ein glitschiger Fußball, könnten wohl jeden Hässlichkeits-Wettbewerb gewinnen.

In den Ozeanen hat Mutter Natur nicht alle mit einem guten Aussehen gesegnet. Dafür haben die Tiere andere Qualitäten: Sie sind Geschwindigkeitsrekordhalter wie der Segelfisch, oder sie können eine komplette Stunde lang die Luft anhalten wie der Pottwal. Der Tintenfisch ist Meister des optischen Tarnens und Täuschens. Er teilt seiner Umwelt über das Farbenspiel seiner Haut mit, wie er drauf ist. Und das, obwohl er selbst eigentlich farbenblind ist.

Andere Meeresbewohner kommunizieren akustisch. Da wird geknurrt, gefiepst und gepupst, was das Zeug hält, um den anderen gründlich die Meinung zu sagen. Den tierischen Grand Prix de la Chanson würden sicherlich die Buckelwale gewinnen. Die männlichen Tiere geben regelrechte Konzerte, bei denen sie bis zu zehn Stunden lang abwechselnd singen. Ihre Gesänge haben eine klare Struktur: Sie bestehen aus Versen, Strophen und Liedern. Ihr Erfindungsreichtum führt dazu, dass das Walkonzert jedes Jahr ein bisschen anders klingt. Zwar gibt es bei ihnen Oldies, also Lieder, die über viele Jahre erhalten bleiben, andere Sommerhits sind schon im nächsten Jahr vergessen. Das alles dient nur dem einen Zweck: die eigenen Gene weiterzugeben.

Dirk Steffens präsentiert in "Supertiere des Wassers - Tiefe See" familiengerecht aufbereitet Wissenswertes und Skurriles aus dem Leben unter Wasser. Im Ozeaneum in Stralsund begegnen ihm computeranimierte Pinguine, die die Handlung augenzwinkernd begleiten. Auch tierische Assistenten wie ein Fangschreckenkrebs mit den besten Augen der Weltmeere und eine Prachtsepie, die mit einem Feuerwerk von Farben überrascht, unterstützen Dirk Steffens dabei, den Zuschauern dieses faszinierende Universum etwas näher zu bringen.

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