Eine unbekannte Welt

5. Staffel mit Dirk Steffens zeigt Supertiere des Wassers

Die erfolgreiche "Terra X"-Reihe "Supertiere" geht in die 5. Staffel. Moderator Dirk Steffens präsentiert zu diesem "Jubiläum" die faszinierende Welt der Wassertiere aus dem Ozeaneum in Stralsund. Ein großer Teil der Ozeane ist noch immer unerforscht und viele ihrer Lebewesen sind bis heute weitestgehend unbekannt: Fische, die jeden Hässlichkeits-Wettbewerb gewinnen würden, Wale, die saisonale Konzerte geben oder Seeotter, die mit Hilfe von Werkzeug ihr Futter zubereiten.

"Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean", so ist ein Satz von Isaac Newton überliefert. Wie wahr ist diese Aussage noch heute – fast 300 Jahre nach dem Tod des berühmten Wissenschaftlers und Philosophen. Drei Viertel der Erde sind von Wasser bedeckt, allein der Pazifik umspannt den halben Erdball. Sogar mit einem modernen Verkehrsflugzeug benötigt man mindestens zwölf Stunden, um darüber hinwegzufliegen. An den tiefsten Stellen sind die Ozeane bis zu elf Kilometer tief. Ein großer Teil dieses Universums, von den farbenprächtigen Korallenriffen bis ins eisige Stahlblau der Polarmeere, ist aber bis heute unerforscht. Vielleicht kommt es uns deshalb so faszinierend, aber auch fremd vor. Viele Meereslebewesen, vom winzigsten Bakterium bis hin zum 15 Meter langen Riesenkalmar, sind uns weitestgehend unbekannt.

Science-Fiction in der Tiefsee

Die Strahlen der Sonne durchdringen das Wasser der Ozeane nur bis zu einer Tiefe von ungefähr 100 Metern. Darunter ist Dunkel. Jahrhunderte glaubte man daher, dass hier gar kein Leben möglich sei, denn Leben, so dachte man, ist zwingend an die Photosynthese gebunden. Doch die Natur ist erfinderischer. In der Tiefsee leben Wesen, die ihre Energie aus Methan und Schwefelwasserstoff gewinnen können. Auch für die Problematik des enormen Drucks in diesen Tiefen hat die Evolution Lösungen gefunden, genau wie gegen den notorischen Nahrungsmangel und die Kälte. Was die Jahrmillionen der Entwicklung hervorgebracht haben, könnte auch einem Science-Fiction-Streifen entsprungen sein.

Da gibt es Wesen, die via Biolumineszenz leuchten wie eine Discokugel, mittels den Farben ihrer Haut kommunizieren können oder bizarrste Formen haben, bei denen man kaum vorne und hinten unterscheiden kann. Und obschon es nahezu täglich Nachrichten von neu entdeckten Wesen oder Zusammenhängen gibt, kennen wir wahrscheinlich erst einen Bruchteil der Lebensformen, die die Ozeane tatsächlich bevölkern. Die Forschung hat es sich zum Ziel gesetzt, Licht ins Dunkel zu bringen. Zehn Jahre lang haben 2700 Forscher aus 80 Ländern die Meere einer Art Volkszählung unterzogen. Fertig geworden sind sie nicht. Und so können wir immer noch lediglich schätzen, wie viele Lebensformen es im Wasser gibt. Momentan geht man davon aus, dass es etwa 10 Millionen sind.

Allerhand Überraschendes

Im Rahmen der "Terra-X"-Reihe "Supertiere" haben wir schon allerhand Überraschendes aus dem Tierreich berichten können. Aber was die "Supertiere des Wassers" alles können, ist wirklich rekordverdächtig. Immer wieder stießen wir auf derart wunderliche Kreaturen, Verhaltensweisen und Zusammenhänge. Wir haben erfahren, dass Seeotter Werkzeuge kennen, Hechtschleimfische übellaunige Großmäuler sind , Sepien "sprechen" können und Buckelwale saisonale Konzerte geben. Besondere Möglichkeiten bot uns unser neuer Drehort, das Ozeaneum in Stralsund. Hier fanden wir perfekte Bedingungen vor, die Faszination der Wasserwelt durch unseren Moderator Dirk Steffens präsentieren zu lassen. Glücklicherweise ist Dirk ein erfahrener Taucher, dem selbst Wellen und Sauerstoffmaske nicht die Sprache verschlagen. Eine Meerjungfrau allerdings drohte ihn kurz aus dem Konzept zu bringen …

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