Supertiere des Wassers: Land in Sicht

Leben und Überleben in Flüssen und Küstennähe

Dokumentation | Terra X - Supertiere des Wassers: Land in Sicht

In der zweite Folge des Zweiteilers "Supertiere des Wassers" erzählt Dirk Steffens, wie Tiere, die in Flüssen oder in Küstennähe leben, mit den Herausforderungen zurechtkommen.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.09.2017, 14:25

Eine Reise unter die Wasseroberfläche bringt uns in eine ganz besondere Welt. Vieles ist neu, merkwürdig, unbegreiflich. Man trifft dort Fische, die auf Händen laufen, Seekühe, die frieren, oder Nilpferde, die die Luft anhalten. In der Dokumentation "Supertiere des Wassers – Land in Sicht" erzählt Dirk Steffens, wie Tiere, die in Flüssen oder in Küstennähe leben, mit den Herausforderungen zurechtkommen.

Denn die Gesetze der Natur sind an Land nicht dieselben wie unter Wasser. Fortbewegung, Futtersuche, Atmen, Schlafen, Jagen und die Aufzucht der Jungen – alles ist anders. Manche Tiere können sich noch nicht entscheiden, welches Medium sie bevorzugen und leben zwischen den Welten. Flusspferde etwa gehen zwar zum Grasen an Land, die meiste Zeit aber halten sie sich im Wasser auf. Schwimmen können sie nicht so gut, dafür können sie – auch mit Hilfe von Schwimmhäuten zwischen den Zehen – prima unter Wasser laufen.

Umwege der Evolution

Schnabeltier
Das Schnabeltier - ein biologisches Kuriosum Quelle: ZDF

Schnabeltiere dagegen sind gute Schwimmer. Sie leben ausschließlich in Australien und sind ein biologisches Kuriosum: Sie haben den Schnabel einer Ente, den Schwanz eines Bibers und den Giftstachel eines Reptils. Und als wäre das nicht schon genug Wundersames, legen diese Säugetiere auch noch Eier. Sie haben, als sich aus Reptilien die Säugetiere entwickelten, eine eigenwillige Abzweigung genommen.

Es gibt viele Tiere, deren Evolution Umwege geht. Die Wirbeltiere zum Beispiel gingen vor 360 Millionen Jahren an Land. Dann stellten einige von ihnen fest, dass es im Wasser doch schöner ist, und kehrten in ihr Ursprungselement zurück. Der Film erzählt, wie sich Pinguine, Seelöwen, Seeotter und andere "Rückkehrer" an das Leben im Wasser anpassen. Letzterer ist besonders originell: Er kann Muscheln mit Hilfe von Werkzeug aufknacken und wickelt sich zum Schlafen in Seetang ein. Der Umgang mit dem salzigen Meerwasser ist übrigens nicht nur für Säugetiere ein Problem: Auch Fische müssen ständig trinken, zumindest im Salzwasser, um nicht zu verdursten. Die Meerechsen auf Galapagos niesen einfach, wenn sie überschüssiges Salz loswerden wollen.

Blumen des Meeres

Korallen und Seepferdchen
Korallen und Seepferdchen - kaum voneinander zu unterscheiden Quelle: ZDF

An den Rändern der Landmassen, wo die Meere seicht sind, wimmelt es von Leben. Denn hier gibt es für alle das meiste Futter und die besten Verstecke vor Feinden. Allein an den Riffen tummelt sich ein Drittel aller bekannten Meeresbewohner. Was die wenigsten wissen: Die Erbauer der Riffe sind winzige Tiere, Korallenpolypen. Sie haben keine Arme, keine Beine und kein Gehirn. Mit den Riffen schaffen sie aber gigantische Bauwerke, die man sogar vom Mond aus sehen kann. Wegen ihrer blütenähnlichen Farben und Formen nennt man Korallen auch "Blumen des Meeres". Vom kleinsten Seepferdchen bis zum großen Hai – für tausende verschiedene Arten ist das Riff Schutzraum, Nahrungsquelle und Kinderstube in einem. Dabei haben sie die irrwitzigsten Strategien entwickelt, um zu überleben.

Um die "Supertiere des Wassers – Land in Sicht" vorzustellen, ist Dirk Steffens ins Ozeaneum nach Stralsund gereist. Müssen Fische schlafen? Warum haben Seeotter so dichtes Fell? Was ist eine Discomuschel und wie viele tausend Kilometer wandern Aale? Diese und ähnliche Fragen beantwortet der Moderator mit der Unterstützung von "echten" tierischen Helfern wie Zwergotter "Nemo", einem Axolotl und einem Goldfisch und begleitet von zwei frechen animierten Pinguinen. Es ist eine Reise durch ein faszinierendes Universum, das viele Überraschungen bietet.

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