Tatort Ägypten: Task Force Tutenchamun

Im Visier der Schatzjäger

Seit seinem ersten Besuch ist Howard Carter fasziniert von den Geheimnissen Ägyptens. Wie viele Engländer kommt er hierher, um die versunkene Welt der Pharaonen zu entdecken. Der selbsternannte Archäologe sucht sein Glück als Ausgräber.

Wiedergeburt eines Wunders

Mit folgenden Worten beginnt der Bericht von Howard Carter, einem Mann, der sein ganzes Leben der Suche nach einem vergessenen Pharao widmete. Das Unternehmen Tutenchamun machte seinen Namen unsterblich.
1894 bietet der Tempel der Hatschepsut dem Archäologen eine erste Chance. Tausende Tonnen Sand und Gestein bedecken die Ruine. Es ist die Wiedergeburt eines Wunders in der Wüste, das Carter, ein namenloser Zeichner dokumentiert. Er träumt davon, selbst einen Jahrtausendfund zu machen: das unberührte Grab eines Pharao.

Das Land am Nil ist längst ins Fadenkreuz von Schatzjägern geraten, als Carters Fahndung beginnt. Abenteurer und Gelehrte zieht es hierher. Und alle plagt das Goldfieber. Wie Maulwürfe haben Archäologen im Tal der Könige jeden Zentimeter durchwühlt und über 60 Grabanlagen entdeckt. Doch alle sind längst ausgeraubt. Niemand glaubt, dass hier noch ein unversehrtes Grab verborgen sein könnte.

Restlos erforscht

Carter setzt an, wo alle anderen aufgegeben haben. Alle Archäologen sind fest überzeugt, das Tal sei restlos erforscht. Nur eins gibt noch Rätsel auf: Wo ist die Totenstätte des Kindkönigs Tutenchamun verborgen? Carters Vorhaben scheint aussichtslos. Diebe hatten alle bis dahin entdeckten Gräber geplündert. Die Mumien der Könige hatten Priester schon zur Zeit der Pharaonen in Sicherheit gebracht.

Auch das prächtige Grab Sethos I. war leergeräumt. Diebe stahlen selbst Teile des Wandschmucks. Den spektakulärsten Mumienfund aller Zeiten machten Grabräuber in den Felswänden über dem Tempel der Hatschepsut. Dort hatten Priester einst 40 Mumien aus dem Tal der Könige versteckt. Fast drei Jahrtausende lagen sie in einer 40 Meter tiefen Felsspalte - bis Diebe sie dennoch im Jahre 1871 aufspürten.

Schatzjäger aus aller Welt

Banditen aus dem Clan der Abd el-Rasuls plünderten die Mumien. Es war der größte Coup, der ihnen jemals gelang. Sechs Jahre konnten sie ihr Geheimnis bewahren. Nur von Zeit zu Zeit, wenn sie Geld brauchten, verkauften sie einzelne Schmuckstücke. Ihr Fund regte zu Carters Zeiten die Phantasie von Schatzjägern aus aller Welt an. Man sagt, die Rasuls hätten auch das Grab Tutenchamuns gekannt.

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