Tatort Matterhorn

Dokumentation zum 150. Jahrestag der Erstbesteigung

Die Erstbesteigung des Matterhorns war ein Wettlauf zwischen italienischen und britischen Gipfelstürmern. Das britische Team gewann, aber vier junge Bergsteiger stürzten in den Tod - unter ungeklärten Umständen. 150 Jahre nach diesen dramatischen Ereignissen sollen forensische Untersuchungen und eine persönliche Spurensuche den Fall aufklären.

Von jeher zieht es die Menschen in seinen Bann: das Matterhorn – der gefährlichste Berg der Alpen. Mit seiner markanten Silhouette liegt es auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Selbst als Anfang des 19. Jahrhunderts alle Alpengipfel erobert wurden, galt das Matterhorn noch lange als uneinnehmbar. Erst im Juli 1865 machten sich rivalisierende Teams verschiedener Nationen an den Aufstieg. Die britisch-schweizerisch-französische Seilschaft erreichte den Gipfel von der Nordseite her als erste, vor den Italienern, die vom Süden kamen. Doch beim Abstieg stürzten vier der sieben Gipfelstürmer in den Tod.

Craig Fletcher als Matterhorn-Erstbesteiger Edward Whymper bei Dreharbeiten
Craig Fletcher als Matterhorn-Erstbesteiger Edward Whymper bei Dreharbeiten Quelle: ZDF/Tilman Remme

Unfall? Sabotage? Oder Mord?

War es ein Unfall? Sabotage? Oder war es Mord? 150 Jahre nach der Katastrophe am Berg untersucht die "Terra X"-Dokumentation "Tatort Matterhorn" eines der letzten großen Rätsel der Alpen.

Die Überlebenden – der ehrgeizige Brite Edward Whymper und die beiden Schweizer Peter Taugwalder und sein Sohn Peter junior – schaffen es, heil ins Tal zu gelangen. Vor Gericht soll die Sache aufgeklärt werden. Man glaubt der Darstellung Whympers, der 19-jährige noch unerfahrene Brite Douglas Hadow sei abgerutscht und hätte die anderen mit in die Tiefe gerissen. Dann kommen Gerüchte auf. Es heißt, Taugwalder senior habe bewusst ein zu dünnes Seil gewählt. Journalisten behaupten sogar, Whymper hätte das Seil zerschnitten, um sein eigenes Leben zu retten.

Was geschah wirklich?

Der britische Abenteurer Pen Hadow, Polarwanderer und Urgroßneffe des Absturzopfers Douglas Hadow, will nun wissen, was wirklich geschah. Warum wurde sein Vorfahre, der für sein eigenes Leben eine wichtige Rolle spielt, so lange zum Sündenbock gemacht? Für die Spurensuche werden Seile nachgebaut und einem Test unterzogen. Historiker, Bergsteiger und ein Strafrechtler kommentieren den Fall. Hadow inspiziert die Absturzstelle und recherchiert alte Akten. Und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Filmteam der Terra X-Doku "Tatort Matterhorn"
Am Ende schien die Sonne - aber eisig war's beim Dreh. Quelle: ZDF/Tilman Remme

"Terra X: Tatort Matterhorn" ist ein spannender Krimi im Hochgebirge. Die Autoren Tilman Remme und Gieri Venzien rekonstruieren das Drama der Erstbesteigung minutiös. Gedreht wurde auch auf dem Gipfel des Matterhorns.

Dreh-Vorbereitungen

Mehrere Wochen verbrachte die TV-Crews am Fuß des Matterhorns in Zermatt. Allein die Dreh-
vorbereitungen dauerten mehr als ein Jahr. Das Ziel: Sieben professionelle Bergsteiger sollten in historischen Kostümen die Erstbesteigung rekonstruieren und den Gipfel des Matterhorns erklimmen. Immer wieder machte schlechtes Wetter die Dreharbeiten im Hochgebirge unmöglich. Doch am Ende riss der Himmel auf und die Operation konnte wie geplant stattfinden. Von mehreren Kameras, darunter einer Cineflex-Kamera aus der Luft, wurden die Bergsteiger gefilmt. Das Ergebnis: fesselnde Bilder, die die Zuschauer in die Welt des frühen Alpinismus eintauchen lassen.

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