Terra X: Expedition

Erzählt von Robert Atzorn

Das Entdecken fremder Welten und Kulturen hat seit 30 Jahren bei Terra X Tradition, wie nirgendwo sonst im deutschen Fernsehen. Es ist das Urmotiv dieser Programmmarke. Die großen Expeditionen in unbekanntes Terrain haben auf unsere Zuschauer schon immer eine besondere Faszination ausgeübt.

Robert Atzorn am Fjord von Uummannaq
Robert Atzorn am Fjord von Uummannaq Quelle: ZDF/Rupert Scheele

Ob Christopher Kolumbus, Marco Polo oder Vasco da Gama - oft sind die spektakulären Biografien dieser Super-Abenteurer nacherzählt und ist beschrieben worden, wie sie ab 1492 die Welt neu definierten. Das Zeitalter der Entdecker wurde von Europäern geprägt, die fast ausschließlich den großen Seefahrernationen wie Spanien, Portugal und später England angehörten. Deutsche sind unter ihnen auf den ersten Blick eher nicht zu finden.

Robert Atzorn in Cambridge
Robert Atzorn in Cambridge Quelle: ZDF

Die Welt erforschen

Es gibt sie aber, und zwar nicht nur Alexander von Humboldt, der um 1800 seine berühmte Südamerika-Reise unternahm. Wir mögen ihre Namen kennen, aber ihre Expeditionen sind uns nicht vertraut, und deshalb wollen wir sie erzählen: Georg Forster, Alfred Wegener und der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt. Sie sind auch deshalb interessant, weil sie nicht wie Kolumbus oder die Konquistadoren für ihre Auftraggeber neue Handelswege suchen und Beute machen sollten, sondern weil sie in die Welt aufbrachen, um sie zu erforschen. Ihre Ziele waren unterschiedlich, doch eines verbindet sie alle: Der Mut, unbekannte Wege zu gehen und neue Erkenntnisse über die Welt zu gewinnen.

Robert Atzorn begibt sich für uns auf die Spuren dieser außergewöhnlichen Männer - in die Archive zur Recherche historischer Dokumente und natürlich auch zu den Original-Schauplätzen, um die Umstände der Forschungsreisen konkret zu erfahren. Dabei führt ihn seine Reise immer auch in das Innere dieser Männer, in eine von schierem Willen aber auch von Selbstzweifeln geprägte Welt. Atzorn, der vor über zehn Jahren selbst als Kapitän vor den Kameras stand, wird darüber selbst zum Entdecker, und man mag ihm nachsehen, dass er sein Faible für die porträtierten Helden nicht verbergen kann.

Georg Forster Porträt
Georg Forster Quelle: imago/United Archives

Talentierte Forscher


Georg Forster
(1754 bis 1794) machte seine Entdeckungen im Schatten des berühmten Kapitän Cook. Als der 17-jährige Forster 1772 an Bord des Schiffes "HMS Resolution" geht, ahnt er nichts von den Strapazen, die auf ihn warten. Insgesamt drei Jahre ist das Schiff unterwegs. Jahre, in denen Forster sich als talentierter Naturforscher erweist. Aber auch den Menschen und ihrem sozialen Zusammenleben widmet er viele Seiten seiner Reisebeschreibung und begründet so ein neues Genre der Reiseliteratur. Nach der Rückkehr schließt sich Forster voller Begeisterung der französischen Revolution an und wird zum Mitbegründer der Mainzer Republik. Ein fataler Entschluss, wie sich später herausstellen wird.

Johann Ludwig Burckhardt als Pilger
Johann Ludwig Burckhardt als Pilger Quelle: ZDF


Johann Ludwig Burckhardt
(1784 bis 1817) ist ein junger Mann aus Basel. Er ist undercover als Agent seiner Majestät, des Königs von England, unterwegs. Ironie des Schicksals: Er erreicht nie sein eigentliches Ziel, doch die Umwege, die er macht, sorgten damals für Furore. Burckhardt wird ganz nebenbei zu einem der größten Entdecker in der arabischen Welt.

Alfred Wegener
Alfred Wegener Quelle: ZDF

Panta rei - "alles fließt", selbst die Kontinente! Als der Meteorologe Alfred Wegener
(1880 bis1930) diese bahnbrechende Theorie formuliert, wird er zunächst als Phantast verspottet und seine Idee als "Fieberphantasie" abgetan. Doch Wegener beharrt trotz der Häme seiner Zeitgenossen auf seiner Entdeckung. Und gibt dafür Zeit seines Lebens alles. Drei Entdecker, drei Leben, drei Welten, klug und einfühlsam präsentiert von Robert Atzorn. Ohne falsche Idealisierung, sondern mit tiefem Respekt vor dem Wagemut und dem Forschungsdrang von Männern, die ein großes, modernes Publikum verdient haben.

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