Tod im Toplitzsee

Ein mysteriöser Tauchunfall

Nach dem Krieg hielt sich hartnäckig das Gerücht, die Nazis hätten ihre Goldreserven im See versenkt. Der Alpensee wurde zum Magneten für Schatzsucher aus aller Welt.

An vielen Stellen ist der See völlig unzugänglich. Steile Felshänge, die bis zum Grund in 100 Meter Tiefe des Bergsees reichen. Unfälle bei mysteriösen Tauchaktionen trugen dazu bei, dass sich immer mehr Gerüchte über den Toplitzsee verbreiteten.

Gefährliche Spurensuche

Am 6. Oktober 1963 kam der 19-jährige Taucher Adolf Egner im Toplitzsee ums Leben. Angeblich saß ein ehemaliger SS-Mann mit im Boot, der die genaue Stelle kannte, an der der junge Münchner tauchen sollte. Der Taucher war mit einer Leine gesichert und tauchte in eine Tiefe von 60 Metern. Was dann passierte, konnte nicht ermittelt werden.

Den tödlichen Unfall meldeten Egners Begleiter erst 20 Stunden später, von München aus. Georg Freiberger, Dr. Karl Heinz Schmidt und Gottfried Oswald wurden wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Warum sie Adolf Egner in den See schickten, haben sie nie preisgegeben.

Hans Fricke suchte weiter. Der Brief eines ehemaligen SS-Angehörigen aus dem Jahre 1972 machte ihn hellhörig. Darin stand: "Ich habe nach Versenkung aller befohlenen Dinge etwa 30.000 Kubikmeter vom Berg sprengen lassen und so ist dort, wo die Goldkisten liegen, der See nur noch 94 und nimmer 107 Meter tief!" Eine Tauchfahrt mit dem U-Boot zur vermeintlichen Stelle, soll Gewissheit bringen. Dort findet Hans Fricke nicht nur große Felsbrocken, sondern auch einen dubiosen Metallbehälter.

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