Triumph im Tal

Die Entdeckung des Grabs

Carter kann den Lord noch einmal überzeugen. Es ist seine letzte Chance, das Rätsel Tutenchamun zu lösen. Niemand vermag zu sagen: Brachte ihn Eingebung oder strenge Logik auf die richtige Spur?

Ins Fadenkreuz seiner Ermittlungen gerät ein Areal, an dem noch niemand sein Glück versucht hat. Es ist der einzige Fleck im Tal, der Jahrhunderte unberührt blieb. Am vierten Tag seines letzten Grabungswinters wird Carter gespannt erwartet. Seine Männer haben eine in den Fels gehauene Stufe freigelegt.

Das Grab befindet sich genau an dem Punkt, den Carter auf seiner Karte markiert hat. Niemand vor ihm ist auf die Idee gekommen, dass die Totenstätte Tutenchamuns unmittelbar unter dem Grab Ramses VI. verborgen sein könnte.

Weltberühmtes Telegramm

Am 6. November 1922 schickt Carter sein weltberühmtes Telegramm an Lord Carnarvon: "Habe wunderbare Entdeckung im Tal gemacht. Ein großartiges Grab mit unversehrten Siegeln. Bis zu Ihrer Ankunft alles wieder zugedeckt. Gratuliere." Mit seiner Tochter Lady Evelyn trifft Carnarvon zwei Wochen später in Luxor ein. Alles ist bereit für den aufregendsten Abschnitt der Entdeckung.

Am Ende des Ganges ist Carter auf eine versiegelte Tür gestoßen. Welch ein Triumph: darin eingeprägt ist die Königskartusche mit dem Zeichen Tutenchamuns. Endlich lüftet Carter das Geheimnis. Mit zitternden Händen bricht er ein Loch in die versiegelte Tür. Ein Moment, der mit Worten kaum zu beschreiben ist.

In der Vorkammer bestaunen sie die reichen Grabbeigaben, die das Jenseits vergolden sollen. Von so einem einmaligen Fund träumt bis heute jeder Archäologe. Doch Carter steht erst an der Schwelle seiner Entdeckung. Noch weiß er nicht, wie das Grablabyrinth Tutenchamuns aufgebaut ist, welche Schätze noch darin verborgen sind.

Im Reich der Toten

Das Grabungsteam gelangt über eine Treppe mit 16 Stufen und über einen langen Gang in die Vorkammer des Grabes. Was er sieht, hat Carter auf vielen Fotos dokumentiert. Stühle, Liegen, prunkvolle Truhen sind hier aufgetürmt - an nichts soll es dem Pharao im Reich der Toten fehlen. Als Carter die Vorkammer erkundet, erblickt er die nächste versiegelte Tür - beschützt von zwei imposanten Wächterfiguren.

Doch Carter zügelt seine Neugier und lässt zunächst die Grabbeigaben aus der Vorkammer bergen. Heilige Tierfiguren: Pfosten für die Prunkbetten des Pharao.
Auf dem Weg zum Feldlabor bestaunen Schaulustige den Schatz aller Schätze. Nichts regt die Phantasie der Menschen mehr an als der goldene Thron des Pharao. Schon mit zwölf Jahren hat Tutenchamun ihn bestiegen. Er war ein unbedeutender Herrscher, der nur wenige Jahre regierte. Doch die Entdeckung seiner märchenhaften Welt machte ihn zum berühmtesten Pharao aller Zeiten. Niemals zuvor und nie wieder danach hat man etwas Vergleichbares gefunden.

Abenteurliche Gerüchte

Jeder Transport ins Labor wird von Carter persönlich überwacht. Carter kennt die Grabräuber und ihre Methoden. Aus der Zeit, als er im Tal als Inspektor tätig war. Selbst Wächter machen gemeinsame Sache mit Dieben. Abenteuerliche Gerüchte bezichtigen sogar Carter eines Komplotts mit den Gaunern.
Auch Howard Carter und sein Geldgeber sind in den Verdacht illegaler Machenschaften geraten. Juwelen des Pharao sollen sie heimlich aus der Grabkammer entwendet haben. Hartnäckig behaupten sich Gerüchte, der Lord und sein Ausgräber hätten kostbare Objekte für sich behalten.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet