Unbezwingbares Garama

Legendäre Hauptstadt der Wüstenkönige

Forscher vermuten die Hauptstadt des Reichs am Ende einer Kette von Oasen, die an das Gebirge anschließt. Auf dem Weg vom Südwesten Libyens nach Norden, mitten im Nichts befinden sich die Reste einer vergangenen Stadt.

Die Archäologen entdeckten unterirdische Quellen. Ein Netz von Kanälen und Brunnen sicherte den Garamanten ein angenehmes Leben.

Weiße Stadt in der Wüste

Die legendäre Hauptstadt der Wüstenkönige soll einst an die 10.000 Einwohner gehabt haben. Die wahre Macht und Pracht Garamas bleibt uns verborgen. Auch wenn sich die Ruinen in der trockenen Hitze erstaunlich gut erhalten haben.

Nach britischen Forschungen dominierte ein großes Militärlager den Ort, umgeben von Tempeln, Bädern, Marktplätzen. Eine gewaltige Stadtmauer mit Wachtürmen und Schutzgräben machte Garama zu einer unbezwingbaren Festung. Durch die schmalen Gassen konnte so schnell kein Feind vordringen. Und je enger die Gassen, desto kühler war die weiße Stadt in der Wüste. Die Hauptstadt war vor Angriffen gut geschützt, wenn feindliche Truppen jemals durch die sengend heiße Wildnis geschafft haben soll.

Auffällig großes Grab

Savino di Lernia von der Universität Rom ist auf den Weg durch die Steinwüste am Rande des Akakus. Bei In Aghelachem hat sein Team ein besonderes Gräberfeld entdeckt. Viele kleine Steinpyramiden umringen ein auffällig großes Grab. Di Lernia vermutet, auf den Steinpyramiden wurden dem toten Wüstenfürsten Opfer dargeboten. Durch Satellitenaufnahmen sind die Italiener auf diesen abgelegenen Ort gestoßen.


Das Grab liegt am Eingang zu der einzigen Schlucht, die durch das Gebirge führt. Jede Karawane musste an diesem Grab vorbei. Der Professor aus Rom stößt noch auf eine wichtige Spur: die vierfingrige Hand. Sie ist das geheimnisvolle Erkennungszeichen der Garamanten.

Gut organisiert



Der wichtigste Beweis sind die vierfingrigen Hände. Sie schützten überall die Gräber. Im Boden oder als zweite Grabplatte vor dem Eingang zur Leichenkammer. 400 Kilometer südlich vom legendären Garama befindet sich das prächtig ausgestattete Grab eines regionalen Fürsten. Das Reich muss straff organisiert gewesen sein.

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