Vom Ende der Republik bis zum Zerfall des Welreiches

Zusammenfassung der Geschichte Roms, Teil 2

In der Kaiserzeit erreichte Rom seine größte territoriale Ausdehnung und wurde zu einem riesigen Imperium. Doch der Druck von Außen war enorm - 410 n. Chr. eroberten die Germanen die Stadt.

Um 60 v. Chr. schlossen Caesar, Pompeius und Crassus ein Bündnis (1. Triumvirat), da sie ihre eigenen Interessen im Senat zu wenig berücksichtigt sahen.

Von Caesar zu Augustus

Einige Jahre später starb Crassus und aus Caesar und Pompeius wurden Feinde. Es entstand ein Bürgerkrieg, den Caesar für sich entscheiden konnte. Er kehrte nach Rom zurück und bekam 56 v. Chr. vom Senat die unbefristete Diktatur zugesprochen. Doch einige Senatoren fühlten sich von Caesars Machtposition bedroht und ließen ihn um 44 v. Chr. - vor dem Senatsgebäude - erdolchen.

Mit Caesars Nachfolger Octavian begann die Kaiserzeit in Rom. Unter seiner Führung war der gesamte Mittelmeerraum im "Imperium Romanum" zusammengeschlossen. Octavian, der vom Senat den Titel Augustus ("der Erhabene") zugesprochen bekam, verkündete den Weltfrieden, die "Pax Romana". Um 27 v. Chr. reformiert er das Reich: Rom wandelte sich zu einer Militärmonarchie mit republikanischer Tradition, an deren Spitze der Kaiser ("Prinzipat") stand. Bis 284 n. Chr. blieb das "Prinzipat" Roms Regierungsform. Unter Augustus Herrschaft bekam Rom neuen Glanz und blühte regelrecht auf.

Roms größte Ausdehnung

Nach Augustus wurde in Rom das Zeitalter der Dynastien (68 bis 235 n. Chr.) eingeschlagen. In dieser Zeit expandierte Rom unter der Herrschaft verschiedener Kaiser. Das Imperium reichte von Schottland nach Ägypten und von Spanien bis Armenien. Seine größte territoriale Ausdehnung erreichte Rom jedoch unter Kaiser Trajan. Durch seine Feldzüge eroberte das Reich Armenien, Mesopotamien und Assyrien.

Innere Spannungen im Land und zahlreiche Soldatenkaiser schwächten allerdings den Staat. Goten, Perser und die Alemannen bedrohten Rom. Mit Kaiser Diocletian rettete sich Rom Ende des 3. Jahrhunderts aus der Krise. Eine neue Zeit begann - das "Prinzipat" wurde zum "Dominat", einer Kaiserherrschaft mit absolutistischen Zügen. Diocletian teilte das Reich in vier Verwaltungszentren auf (1. Tetrachie), die von jeweils einem Herrscher regiert wurden. Doch auch diese neue Regierungsform konnte sich angesichts anhaltender Machtkämpfe nicht lange halten und zerfiel um 305 n. Chr.. Das Imperium drohte immer weiter auseinander zu brechen.

Der Zerfall Roms

Durch mehrere Kriege, im Namen des Christentums, erlangte schließlich Konstantin um 313 n. Chr. die Herrschaft und regierte bis 379 n. Chr. als absoluter Herrscher. 330 n. Chr. gründete er im Ostreich eine neue Hauptstadt: Konstantinopel. Die letzte Blütezeit erlebte Rom mit Kaiser Theodosius 379 bis 395 n. Chr. Nach seinem Tod wurde das Reich nun endgültig in West- und Ostreich getrennt.

Das Westreich gerät durch die Völkerwanderung und die Bedrohung der Germanen immer mehr unter Druck, bis es schließlich 410 n. Chr. durch den Gotenkönig Alarich erobert wurde. Während Ostrom bis zur Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen bestehen blieb, zerfiel das Westreich 476 n. Chr. endgültig. Der letzte Kaiser, Romulus Augustus, wurde durch Odaker, ein germanischer Heerkönig im römischen Dienst, abgesetzt.

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