Vorbild und Lehrmeister

Hamilkar prägt den zukünftigen Feldherrn Hannibal

Im dritten Jahrhundert vor Christus wird der neunjährige Hannibal Barkas Augenzeuge einer Kreuzigung. Ein Truppenkommandant soll für die jüngste Niederlage auf dem Schlachtfeld mit seinem Leben bezahlen. Karthago duldet keine Versager.

Hineingeboren in den ersten Punischen Krieg (264 - 241 v. Chr.) zwischen Rom und Karthago wächst der Junge mit einem klaren Feindbild auf.

Wohlhabend und angesehen

Hannibal ist Kind einer angesehenen und wohlhabenden Familie. Sein Vater Hamilkar Barkas zählt zu den einflussreichsten Generälen Nordafrikas: Vorbild und strenger Lehrmeister, einer der führenden Köpfen Karthagos.




Karthago gilt als modernste Seefahrernation der damaligen Welt. Die aufstrebende Handelsmetropole dominiert den westlichen Mittelmeerraum - bis sich die Römer im Süden Europas auszubreiten beginnen. Sie erobern Italien und festigen ihre Machtposition. 13 Jahre vor Hannibals Geburt fallen sie in das von Karthago kontrollierte Sizilien ein. Hannibals Vater führt die Gegenoffensive an und schlägt die Angreifer zurück. Doch dann beschließt der karthagische Senat überraschend, sich den Römern zu ergeben - zum Entsetzen von Hamilkar Barkas.

Auf eigene Faust



Hamilkar erkennt, dass damit Karthagos Existenz auf dem Spiel steht - und ist entschlossen, die Römer zu stoppen. Er will den Krieg auf eigene Faust fortsetzen. Ein Menschenopfer soll den allmächtigen Gott Baal für seine Mission gnädig stimmen. Wozu kapitulieren, wenn der Kampf noch gar nicht entschieden ist? Hamilkar will von Spanien aus eine neue Armee gegen die Feinde Karthagos formieren. Sein Sohn soll ihn begleiten. In einer eindrucksvollen Zeremonie schwört der Vater Hannibal auf die Berufung seiner Familie ein: Rom auf ewig zu bekämpfen. Der feierliche Eid ist eine Frage der Ehre. Der Hass gegen die Römer gräbt sich tief ins Bewusstsein des Jungen ein - er bestimmt sein weiteres Leben.

Hamilkar zieht schließlich im Auftrag seiner Regierung mit einer Truppe nordafrikanischer Söldner nach Spanien und gründet die Stadt Neu-Karthago - das heutige Cartagena. In Rom sorgen die mysteriösen Vorgänge auf spanischem Boden für wachsendes Unbehagen. Die Antwort kann nur ein Militärschlag sein. Dabei nimmt der Familienclan des römischen Consuls Scipio eine führende Rolle ein. Ein Name, der Hannibal immer wieder begegnen wird - ein Gegner auf Lebenszeit.

Exotische Waffe

In Spanien bereitet Hamilkar seine Streitkräfte auf den unausweichlichen Zusammenstoß mit den Römern vor. Er hat eine schnelle und wendige Armee aufgebaut und gilt als Meister unkonventioneller Taktik. Sein Schüler Hannibal lernt auch den Umgang mit Karthagos exotischster Waffe: Den Kriegs-Elefanten. Seit Jahrhunderten zählen die riesigen Tiere aus Zentralafrika zum Arsenal karthagischer Feldzüge.


Die Dickhäuter sind darauf trainiert, feindliche Linien wie eine lebende Walze zu durchbrechen. Allein ihre bedrohliche Erscheinung, die posaunenartigen Laute, können die Gegner in heillose Panik versetzen. Der Elefant verkörpert eine schier unvorstellbare Kraft und Leistungsbereitschaft. Für die Karthager symbolisiert er genau jene Stärken, die Karthago einst so mächtig machten.

Opfer eines Anschlages

Hannibals Vater erlebt die erste große Schlacht nicht mehr. Hamilkar stirbt, bevor sein Feldzug richtig beginnen kann, bei einem Anschlag spanischer Rebellen. Nun fällt dem Sohn die Aufgabe zu, die verhassten Römer in die Knie zu zwingen.




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