Widerstand im Senat

Senator Cato will Pompeius gegen Cäsar einsetzen

Um Cäsar Einhalt gebieten zu können, suchen die beiden Senatoren aus dem konservativen Lager, Marcus Cato und Marcus Marcellus, den einzigen Kollegen auf, der Cäsar erfolgreich entgegen treten könnte: Gnaeus Pompeius Magnus, eigentlich ein alter Freund und Weggefährte von Cäsar.

Pompeius ist damals Roms erfolgreichster Feldherr. Er hat riesige Gebiete im Osten erobert und das Mittelmeer von Piraten befreit. Nun residiert er in einer luxuriösen Stadtvilla. Hoch gerühmt und geachtet, darf er den Ehrennamen "Magnus" - der Große - schon zu Lebzeiten tragen - eine äußerst seltene Auszeichnung, die ihm in allen Bereichen eine Sonderstellung verschafft.

Klüngel- und Vetternwirtschaft

Über Nacht ist die politische Klasse im Zentrum des Imperiums alarmiert. Cäsars Pläne bedrohen das fein austarierte Gleichgewicht zwischen den Interessengruppen. Im republikanischen Rom gibt es keine Alleinherrschaft, die Macht ist auf verschiedene Ämter verteilt und zeitlich begrenzt. Theoretisch: In der Praxis machen die führenden Adelsfamilien das Regieren unter sich aus - mit einer kräftigen Prise Klüngel- und Vetternwirtschaft.


Doch alle eint der Vorsatz, eine nicht kontrollierbare Alleinherrschaft Cäsars unbedingt zu verhindern. Der Politiker Cäsar kennt die Schwächen der Republik. Er weiß, wo er den Hebel ansetzen muss. Cäsar will das gesamte System reformieren, denn ein Führungsgremium, bei dem jährlich die Mitglieder wechseln, tauge nicht für die Führung eines Imperiums. Rückendeckung für seine Pläne erhofft er sich dabei auch beim Volk, in dessen Gunst er weit vor allen anderen Feldherren und Politikern liegt. Cäsar beschäftigt seit Alesia nur noch ein Thema: Wie kann er seine militärische Macht in politische ummünzen?

Getrennte Wege

Cäsars Widersacher sehen ihre einzige Chance in Pompeius. Doch die Verhältnisse sind verzwickt. Cäsar und Pompeius kennen sich gut, haben früher eng zusammengearbeitet. Andererseits gehen sie seit Jahren getrennte Wege. Cato und Marcellus brauchen gute Argumente. Sie entwickeln vor Pompeius ein Untergangsszenario für die Republik, sollte Cäsar politische Macht in Rom einfordern. Doch Pompeius ziert sich noch, er fühlt sich bedrängt und wirft den Senatoren aus dem konservativen Lager die Anzettelung eines Bürgerkrieges vor. Außerdem ist er der Ansicht, dass eine Dosis Cäsar der korrupten Republik nicht schaden würde.

Bürgerkrieg droht

Ohne Antwort von Pompeius fordert Cato Cäsar schriftlich auf, das Heer zu entlassen und allein nach Rom zu kommen. Denn dann könnte Cäsar als Privatmann von Cato angegriffen und wegen angeblicher Verbrechen als ehemaliger Konsul in Rom und als Prokonsul in Gallien angeklagt werden. Ein anderes Schreiben lässt er Labienus zustellen, mit einem interessanten Angebot, das ihn auf die Seite der Republik ziehen soll. Wem gilt es Treue zu halten, seinem Feldherren oder der Republik? Ein letztes Mal appelliert er an Cäsars Gewissen.


Doch Cäsar ignoriert das Schreiben und stellt Cato als einen Schmutzfinken dar. Unter den gegebenen Bedingungen will er sein Heer nicht auflösen. Labenius sieht die Gefahr eines Bürgerkrieges, doch Cäsar wiegelt ab, denn er strebt Gerechtigkeit für Rom und eine friedliche Lösung des Konflikts an.

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