Wie starb Alexander der Große?

Scotland Yard nimmt die Ermittlungen auf

Er zählt zu den größten Feldherren der Geschichte: Alexander der Große. In nur zehn Jahren schuf der Makedonen-König ein Weltreich, herrschte von den Pyramiden Ägyptens bis zu den Bergen Afghanistans. Doch auf der Höhe seiner Macht stirbt der berühmte Eroberer im Alter von 32 Jahren unter mysteriösen Umständen. Ein Fall für Kommissar John Grieve von Scotland Yard.

Babylon Ende Mai des Jahres 323 vor Christus. Alexander bereitet einen groß angelegten Angriff auf Arabien vor. Wie so häufig feiert der geniale Stratege vor dem Feldzug mit seinen Heerführern und Vertrauten. Die Stimmung ist ausgelassen, der Ruf des Königs als Freund ausschweifender Trinkgelage schon zu seinen Lebzeiten legendär. Plötzlich krümmt sich Alexander vor Schmerzen.

Wilde Gerüchte

Brechkrämpfe quälen den Herrscher. Hohes Fieber und später Lähmungserscheinungen fesseln den Feldherrn auf das Krankenlager. Die Ärzte sind ratlos. Als der Zustand des Königs hoffnungslos erscheint, nehmen die Soldaten in schier endlosem Defilee Abschied von Alexander, der die Ehrenbezeugungen nur noch mit den Augen erwidern kann. Nach zwölftägigem Todeskampf erliegt er am 10. Juni 323 vor Christus der rätselhaften Erkrankung.

Schon bald nach dem Tod des Herrschers kursieren Gerüchte, die bis heute nicht verstummt sind. Von Giftmord ist die Rede. Doch keine der antiken Quellen kann mit Beweisen aufwarten. Neuere Vermutungen sprechen von einer Tropenkrankheit, etwa Malaria. Einige Experten sehen die Ursache für sein plötzliches Ableben in Alexanders geschwächtem Immunsystem, wieder andere in Leber- und Nierenschäden infolge exzessiven Alkoholgenusses.

Nüchterne Fakten

Kriminalkommissar John Grieve will über 2300 Jahre nach dem mysteriösen Tod des Makedonen-Königs den Fall neu aufrollen. Der erfahrene Scotland Yard-Beamte löste Hunderte Verbrechen, von Schießereien bis hin zu Giftmorden. Als Leiter der Anti-Terror-Einheit trug er entscheidend dazu bei, die Welle der IRA-Bombenattentate in England zu stoppen.

Doch der mutmaßliche Mord in der Antike stellt für Grieve eine völlig neue Herausforderung dar. Das Grab Alexanders ist unbekannt, seine Leiche also für gerichtsmedizinische Untersuchungen nicht verfügbar. Bleiben nur zeitgenössische Berichte und vor allem die königlichen Tagebücher - auf den ersten Blick eine ernüchternde Faktenlage. Doch der Ermittler Ihrer Majestät weiß selbst kleinste Mosaiksteinchen zu informativen Bildern zu fügen.

Neue Methoden

Grieve arbeitet mit einer unkonventionellen analytischen Methode: Bei jedem Fall baut er ein komplexes Netzwerk aus visuellen Eindrücken, Gedanken und Zusammenhängen auf. Um eine zentrale Skizze, etwa ein Porträt von Alexander, gruppiert er Stichworte, Fakten und Ideen verschiedenfarbig auf einem Notizblatt. So entsteht ein im Wortsinn "merkwürdiges Bild", eine so genannte Mind-Map.

Dank der Mind-Map-Technik wurde John Grieve zum erfolgreichsten Ermittler der britischen Polizei. Mit Hilfe der gezeichneten und geschriebenen "Gedanken-Karte" und der immensen Erfahrung aus seiner langjährigen Berufspraxis will er dem Geheimnis um Alexanders Tod auf die Spur kommen.

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