Zauberer Atka auf Clan-Suche

Unterwegs mit einem Bisonjäger-Clan

Vor 20.000 Jahren hat sich der Homo sapiens in ganz Europa ausgebreitet. Einige Populationen leiden an Isolation. Die Clans finden keine anderen Gruppen, mit denen sie sich vermischen können. Ein Zauberer eines Bison-Clans macht sich auf die Suche.

Die Homo sapiens finden ihre Partner über ein, zwei oder gar drei Generationen nur in derselben Gemeinschaft. Diese Inzucht wirkt sich auf ihre Nachkommen aus. Viele von ihnen sind nicht mehr fortpflanzungsfähig. Das Überleben des Clans wird zum Glücksspiel.

Ein Zauberer verliert Macht

Seit einiger Zeit schon treibt Atka, der Zauberer des Clans, seine Leute an, weiterzuziehen, um andere Menschen zu finden. Aber Atka verliert zunehmend an Macht. Niemand will mehr auf ihn hören. Was ist das für ein Zauberer, der stets von anderen Clans redet, sie aber nie findet. Nicht einmal seinen eigenen Sohn konnte er davor bewahren, seinen Verstand zu verlieren.



Früher war der Clan der Bisonjäger fruchtbar und mächtig. Acht Jäger, zwölf Frauen und viele Kinder waren sie einst gewesen. Heute sind sie zu neunt und nur ein einziges krankes Kind ist übrig geblieben. Wenn der Zauberer keine Lösung findet, stirbt der Clan aus. Immerhin hat der Chef einen vielversprechenden Lagerplatz gefunden. Atkas Sohn zeigt eine heftige Reaktion. Der Platz macht ihm Angst. Für die anderen wirkt die Höhle einladend: weitläufig, windgeschützt. Feuer sind hier entzündet worden. Und dort haben Menschen geschlafen und gegessen. Andere lebten hier vor ihnen, aber sie sind nirgends zu sehen.

Fremde Präsenz

Der Sohn des Zauberers entdeckt als erster einen Durchgang. Seine Krankheit führt ihn, denn er ist immer auf der Suche nach einem Versteck, um sich vor den Blicken der anderen zu verbergen. Atka spürt eine fremde Präsenz. Wer versteckt sich tief im Bauch der Höhle? Bären, Löwen oder Menschen? Der Fels gibt ihm die Antwort.

Höhlen sind die besten Orte für die Rituale der Schamanen. Die von ihm entdeckte sieht vielversprechend aus. Aber er nimmt noch etwas besonderes wahr: Zeichen - von der Hand eines Menschen. Die ersten Höhlenmalereien zeigen Streifen, Kreise, Zirkel und Spiralen. Die Formen symbolisieren die Visionen eines Schamanen, der sich in die erste Stufe einer Trance versetzt hat. Die Hände anderer Menschen haben diesen Fels geritzt. Hier wird er die Ahnen um Hilfe bitten.

Konflikt geschlichtet

Der Clan lässt sich Im Inneren der Höhle zum Essen nieder. Die Prophezeihung scheint sich zu erfüllen. Männer und Frauen eines fremden Clans treffen ein, aber sie sprechen eine andere Sprache. Man muss sie willkommen heißen, sie werden das versprochene Glück bringen. Aber diese Höhle gehört den Fremden und sie wollen sie nicht teilen.

Während vor der Höhle ein heftiger Zweikampf entbrennt, ist Atka in der Höhle in Trance gefallen. Eine Frau bemerkt Atkas Präsens als erste. Sie stimmt in seinen Gesang ein, der aus dem Inneren der Schädelhöhle dringt. Die Zauberin hat verstanden. Sie fällt in seine Trance ein. Vor den Augen der Fremden zeichnet Atka die Konturen eines neuen Symbols. Die Mitglieder beider Clans sind von dem Spektakel beeindruckt und beenden ihren Kampf, um zu sehen, was weiter geschieht. Das Bild nimmt eine Form an, die sie kennen. Der Zauberer hat in der Höhle einen neuen Geist beschworen.

Archaische Anfänge

Der Streit ist beigelegt. Beide Stämme werden sich in Zukunft die Höhle teilen. Gemeinsam bereiten sie sich auf den Winter vor. Sie helfen einander, tauschen Kenntnisse aus und verbessern mit dem Wissen von beiden Gruppen ihre Gerätschaften. Zauberin und Zauberer tauschen ihr Wissen über Heilpflanzen aus. Indem das Wissen geteilt wird, verdoppelt es sich. Homo sapiens beginnt erstmals, die Mysterien der Natur zu begreifen. Später einmal wird aus diesem archaischen Anfängen die Medizin entstehen.



Vor 12.000 Jahren, stiegen die Temperaturen plötzlich an. Das war der Anfang einer tiefgreifenden Klimaänderung. Zwei Drittel der polaren Eiskappen schmolzen. Der Meeresspiegel stieg um 120 Meter. Die Kontinente nahmen in etwa die Form an, wie wir sie heute kennen. Fast überall wurde es milder, Wasser war verfügbar und die Erde fruchtbar. Der Homo sapiens entdeckte Landschaften, die so reich an jagdbarem Wild und essbaren Pflanzen waren, dass er sesshaft wurde. Die Siedler bauten Dörfer aus Stein - Dörfer, die Bestand haben sollten. Für viele markierte diese Epoche das Ende des Nomadenlebens, das vom Anbeginn der Zeit untrennbar mit der menschlichen Existenz verbunden gewesen war. Mit der Sesshaftigkeit änderte sich alles.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet