Zur Reihe Eisige Welten

Ein umfassendes Porträt der Polarregionen

Es ist eine der größten Filmexpeditionen aller Zeiten in die entlegensten Winkel unseres Planeten, zu den Enden der Erde. Fernab der modernen Industrieländer liegen die unendlichen Weiten grandioser, kaum berührter Naturlandschaften von Arktis und Antarktis. Die fünfteilige ZDF/BBC-Koproduktion zeigt die fantastischen Landschaften jenseits der Polarkreise sowie deren Bewohner auf und unter dem Eis in noch nie dagewesener Brillanz.

Eislandschaft der Antarktis
Eislandschaft der Antarktis Quelle: ZDF/Vanessa Berlowitz

Seit ihrer Entdeckung haben die eisigen Enden der Welt die Fantasie ganzer Generationen und den Entdeckergeist von Abenteurern und Forschern befeuert. Noch im frühen 20. Jahrhundert war es nur wenigen mutigen Männern vorbehalten, in diese extremen Welten vorzudringen - und oft genug bezahlten sie ihre Neugier mit dem Leben. Die Anziehungskraft von Arktis und Antarktis ist auch hundert Jahre später ungebrochen. Allerdings kann man sich heute den Polarregionen komfortabel nähern, mit Helikopter oder Luxusliner. Kaviarfrühstück am Nordpol, Kreuzfahrt zum Südkontinent - das sind spektakuläre Events vor atemberaubender Kulisse, die leicht vergessen lässt, wie fragil diese gewaltige Natur in Wirklichkeit ist.

Bedrohter Mythos

Überall im ewigen Eis stoßen die Wissenschaftler auf die Spuren dramatischer Veränderungen, bedingt durch den Klimawechsel. Das Packeis des Nordpols zieht sich immer weiter zurück, mit ihm verschwinden die dort heimischen Tiere. Erstmals wurden atlantische Grönlandwale im Pazifik gesichtet. Auch andere Arten werden auswandern und das Biosystem nachhaltig beeinflussen. Je einfacher die Polregionen erschlossen werden können, je interessanter sie für Industrie und Handel werden, desto mehr verändern sie ihr Antlitz. Die enormen Rohstoffreserven des Nordens machen die Arktis zu einer strategisch hoch bedeutenden Region, mit gewaltigen Folgen für den lieb gewonnenen Mythos von einer eisigen, unberührten Naturlandschaft.

Adéli-Pinguine
Adéli-Pinguine Quelle: ZDF

Diese Entwicklung im Blick, haben ZDF und BBC eine der größten Filmexpeditionen aller Zeiten auf den Weg gebracht. Herausgekommen ist das umfassende Porträt der Polarregionen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, mit allem, was modernste Aufnahmetechnik leisten kann. In ästhetischer Hinsicht steht das fünfteilige Programm in der Tradition der großen epischen Naturdokumentationen. Nur selten sind in den Filmen Menschen zu sehen; ihre Helden sind die wilden, lebensfeindlichen Elemente und die Tiere, die ihnen trotzen. Nie zuvor gesehene Bilder von der Schönheit der ungezähmten Natur und bewegende, hautnah erlebbare Geschichten vom Überleben unter extremsten Bedingungen: Solche Momente vor die Kamera gebracht zu haben ist das große Verdienst dieser neuen Reihe bei "Terra X".

Cineflash-Kamera im Einsatz
Cineflash-Kamera im Einsatz Quelle: ZDF/Jason Roberts

Hoch spezialisierte Technik

Möglich wurde diese Dokumentationsreihe durch den Einsatz neu entwickelter Aufnahmetechniken in Kombination mit der exzellenten Qualität von HDTV. An die Erfolge von "Planet Erde" anknüpfend, kam die hoch spezialisierte Cineflash Luftbild-Kamera zum Einsatz, um scheue Tiere und ihr natürliches Verhalten aus großer Höhe und Distanz völlig unbemerkt beobachten zu können. Weltweit waren zwei Jahre lang bis zu vier Teams gleichzeitig mit Schiffen, Flugzeugen und Helikoptern unterwegs. Abgesetzt in der Wildnis fernab jeder Versorgungsbasis, waren sie über Wochen eisigen Temperaturen, gewaltigen Stürmen und großen Gefahren ausgesetzt. ZDF und BBC haben alles technisch Machbare investiert, um die wahrscheinlich letzte Möglichkeit wahrzunehmen, beide Polarregionen in ihrer Einzigartigkeit so umfassend zu dokumentieren. Der globale Klimawandel hat sie längst erfasst und begonnen, ihr Antlitz unwiderruflich zu verändern.

Die Dokumentationsreihe folgt im Wesentlichen dem Lauf der Jahreszeiten, deren Wechsel sich nirgendwo sonst auf der Erde so radikal vollzieht wie an den beiden Polen. Im Sommer steht die Arktis wochenlang rund um die Uhr unter gleißender Sonnenstrahlung, während am Südpol tiefste Winternacht herrscht - mehrere Monate versinkt die Antarktis in Finsternis und eisiger Kälte. Computergesteuerte Zeitrafferaufnahmen über und unter Wasser offenbaren nie gesehene, verblüffende Abläufe des Lebens im Extremklima. Am Ende jeder Folge wird den Zuschauern ein kleiner Einblick in den abwechslungsreichen Drehalltag vor Ort gegeben, um die ultimative Expeditionsstudie auf ungewöhnliche Weise abzurunden.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet